Xbox – 3.200 Jobs gestrichen, 4 Studios abgegeben & mehr

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Auf Xbox Wire wurde jetzt das Statement zum angeküdingten “Xbox Reset” von Chefin Asha Sharma verkündet, das aufführt, welche Auswirkungen die dazugehörigen Änderungen auf die Konsolen-Sparte von Microsoft teils mit sofortiger Wirkung haben werden.

Ausführtlich findet Ihr die Infos dort, die wichtigsten Details sind aber wie folgt:

  • 3.200 Jobs werden gestrichen – 1.600 sofort, der Rest bis Mitte 2027.
  • Zwei Studios werden inklusve ihrer bisherigen Titeln dem jeweiligen Management überlassen und können damit als eigenständige Unternehmen weiter machen – das betrifft Double Fine und Compulsion Games.
  • Zwei Studios bekommen neue Besitzer (die aber nicht genannt werden) und werden so zumindest die bereits in Arbeit befindlichen Titel abschließen können – das betrifft Undead Labs (State of Decay 3) und Ninja Theory (Senua).
  • Für Arkane werden “strategische Optionen” erkundet, (noch) zumindest wird Studio also nicht geschlossen.

Dass zudem die Kosnolen in Kürze spürbar teurer werden, wurde ja bereits vorletzte Woche bekannt

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Kratos
11. Juli 2026 19:21

Die Branche ist generell zu aufgebläht. Ich begrüße den Schritt zu kleineren Teams. Wenn man als Gamedesigner ins Büro kommt und keine Ahnung hat wie der Kollege heißt und was sein Job am Projekt ist, hat man ein Problem. Bei Bungie arbeiten über 1000 Leute, vergleicht das mal mit der Teamgröße wo die nur an den Halos gearbeitet hatten… Ich denke auch nicht das der Endkunde da pushed und immer größer, besser, mehr erwartet. Aber viele Leute verursachen entsprechend kosten, das Produkt wird in der Entwicklung überflüssig teuer und muss entsprechend viele Einheiten verkaufen. Vergleicht man jetzt einfach Mal das letzte Final Fantasy, dann war das deutlich teurer als Claire Obscure. Aber letzteres hat sich trotzdem besser verkauft, trotz dessen das es von einen deutlich kleineren Team war und deutlich biller produziert wurde. Ich meine gelesen zu haben das die Entwicklungskosten 10mio betrugen. Bei FF16 würde mich nicht wundern wenn die Entwicklungskosten am 3-Stelligen Mio Betrag kratzen würden. Kleinere Teams und Budgets bedeuten persönlichere, kreativere Games und geringeres finanzielles Risiko. Und dann muss auch nicht alles über performen um ein Erfolg zu sein.

softkey
11. Juli 2026 16:31

Hoffentlich kann ich SENUA auf der PS5 zocken 👌🤩.
Für alle entlassenden Angestellten tut es mir leid 😢.
Bekloppte Zeiten sind das, aber immer nur, “immer mehr, immer mehr” geht nicht und es ist ja auch in anderen Bereichen der Wurm drin 🙄.

ghostdog83
11. Juli 2026 2:00

Entlassungen bei id Software Frankfurt

An einem weiteren Standort muss die Hälfte der Belegschaft gehen, während id Software betont, dass das Unternehmen weiterhin über die notwendigen personellen Ressourcen für die Entwicklung von Spielen verfügt 

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Unter den vielen Studios, die diese Woche von den Entlassungen bei Microsoft betroffen waren, wurde id Software, das legendäre Haus, das „Doom“ und „Quake“ entwickelt hat, besonders hart getroffen. Mehr als 90 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz, wodurch viele Teams praktisch halbiert wurden. Heute veröffentlichte id Software eine Erklärung, in der das Unternehmen betonte, dass es nach wie vor in der Lage sei, Spiele zu entwickeln – genau an dem Tag, an dem die Entlassungen auch die Niederlassung in Frankfurt trafen.

Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter von id Software informierten Aftermath über Entlassungen in der Frankfurter Niederlassung und gaben an, dass sechs von zwölf id-Mitarbeitern entlassen wurden, entsprechend dem, was Anfang dieser Woche auch im Rest des Unternehmens geschah. Von den Entlassungen waren auch Bethesda-Mitarbeiter betroffen, die in derselben Niederlassung tätig waren.

Schon vor den Entlassungen war der Frankfurter Standort von id klein und umfasste ein Dutzend Mitarbeiter in verschiedenen Abteilungen wie Grafik und Programmierung, wobei die Mehrheit im Engine-Team von id tätig war. Die verbleibenden sechs, so berichteten aktuelle und ehemalige Mitarbeiter gegenüber Aftermath, arbeiten an der Engine. Nach den Entlassungen ist Frankfurt nun der Standort für den Großteil der id-Tech-Ingenieure von id, während zwei weitere in Dallas ansässig sind. Allerdings arbeiten auch andere Zenimax-Studios an der id-Tech-Engine.

Die id Tech-Engine, die von vielen als Wunder der Optimierung angesehen wird, ist nach den jüngsten Entlassungen in den Fokus der Kritik gerückt. Einige Mitarbeiter haben behauptet, Microsoft habe entscheidendes institutionelles Wissen über ihre Grundfunktionen über Bord geworfen und damit die Engine faktisch zunichte gemacht. In einer heute auf Twitter veröffentlichten Stellungnahme widersprach id dieser Darstellung der Ereignisse:

“Zwar war unser Studio davon betroffen, doch verteilten sich diese Veränderungen auf verschiedene Teams. Wir verfügen nach wie vor über das Team, das wir benötigen, um die Spiele und Technologien zu entwickeln, für die wir bekannt sind. Das Team hat heute in etwa dieselbe Größe wie damals, als wir DOOM (2016) entwickelt haben. Wir hatten schon immer eine flache Hierarchie im Studio, in der jeder aktiv mitgestaltet, und dieser Philosophie werden wir auch in Zukunft treu bleiben.”

“Wir konzentrieren uns darauf, uns gegenseitig und die betroffenen Teammitglieder zu unterstützen. Wir werden weiterhin die großartigen Spiele und Technologien entwickeln, die uns in den letzten 35 Jahren geprägt haben, und freuen uns darauf, euch im August auf der QuakeCon zu sehen.”

In einer Stellungnahme gegenüber Kotaku Anfang dieser Woche versicherte Microsoft, dass insbesondere die id Tech-Engine keineswegs vom Aussterben bedroht sei: „Dutzende von Mitarbeitern arbeiten an verschiedenen Standorten an id Tech“, erklärte ein Xbox-Sprecher. „Berichte, wonach in Texas nur noch eine Person übrig sei, sind unrichtig.“ (Ein Microsoft-Sprecher übermittelte Aftermath heute auf Anfrage dieselbe Stellungnahme.)

Frankfurt war einer dieser Standorte, und nun wurde das dortige Team verkleinert. Ehemalige id-Mitarbeiter haben unterdessen auf Plattformen wie LinkedIn ihre Ängste und ihre Verwirrung darüber zum Ausdruck gebracht, wie es mit dem Studio weitergehen wird, das das Ego-Shooter-Genre populär gemacht hat – insbesondere nachdem die Entlassungen in derselben Woche erfolgten wie die Veröffentlichung des „Doom“-DLCs, der einen „erheblichen“ Crunch erforderte. „Nichts zeugt mehr von geschäftlichem Erfolg, als ein Team in den Dreck zu treten, es auf die Größe eines Support-Studios zu reduzieren und gleichzeitig massive technologische Errungenschaften über Bord zu werfen“, sagte einer von ihnen Anfang dieser Woche.

Nächste Woche veranstaltet die CWA, die Gewerkschaft, die bei der Organisation zahlreicher Studios bei Microsoft – darunter auch id – mitgewirkt hat, eine Reihe von „Save Our Devs“-Demonstrationen vor den Büros von id Software, Bethesda und Obsidian. Alle sind eingeladen, daran teilzunehmen und ihre Unterstützung zu zeigen.

https://aftermath.site/xbox-layoffs-id-software-frankfurt-doom/

captain carot
10. Juli 2026 20:09

Das ist das, was mich dabei am meisten nervt. Die Unsicherheit, mit der der Konzern regelrecht spielt. Und vielleicht mag der Druck, den man hier aufbeit bei reinen Softwarejobs funktionieren. Wobei ich selbst das nicht glaube. Aber Kreativarbeit würgt man damit IMO komplett ab.

ghostdog83
10. Juli 2026 19:18

Von den verbleibenden Mitarbeitern wird verlangt, mit weniger mehr zu leisten – und wenn sie dies nicht tun, befürchten sie, dass dies in der nächsten Entlassungsrunde als Grund für ihre Kündigung herangezogen werden könnte.

Sharma, der aus der Tech-Branche kommt, hat davon gesprochen, schneller voranzukommen, ähnlich wie es im Silicon Valley üblich ist. Derzeit bauen zahlreiche große Tech-Unternehmen Stellen ab und scheinen die Angst vor ständigen Entlassungen zu nutzen, um die Mitarbeiter zu motivieren, härter zu arbeiten. 

https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-06-04/us-tech-sector-announces-most-job-cuts-in-nearly-two-years

captain carot
9. Juli 2026 15:50

Shadowrun hätte ich genauso wie Battletech gerne weiter bei Harebrained gesehen. Jordan Weisman ist immerhin auch einer der Mitbegründer beider Franchises. Aber da wollte MS nach der Shadowrun Returns Trilogie und dem Turn Based Battletech wohl zu viel Kohle.

RYU
RYU
9. Juli 2026 11:56

Obsidian arbeitete wohl gar an einem Shadowrun-Game. Jaja, das würde ich auch jetzt sagen..^^ Nene, wenns wenigstens ‘n brauchbares RPG oder dergleichen, statt wie auf der 360 n Billo-Shooter geworden wäre, wärs schon schade drum.Aber was nich is kann ja noch werden.
Viel schlimmer is was sie mit id Software taten. Auch wenns für mich ohne Carmack nich mehr das selbe war, sowas hat der Laden nich verdient.

Zuletzt bearbeitet am 3 Tage her von RYU
captain carot
9. Juli 2026 11:43

Ja, nix neues leider. Aber auch US-Managermentalität.

Anscheinend bekommt Obsidian tatsächlich Fallout und Avowed 2 liegt wohl erstmal auf Eis.

captain carot
8. Juli 2026 21:48

Ganz ehrlich, ich mochte Outer Worlds sehr. Teil 2 hab ich zuerst nicht gekauft wegen dem überzogenen Startpreis und seitdem war ich immer anderweitig beschäftigt. Ich fände es extrem schade, wenn das Universum jetzt weg vom Fenster wäre.

Obsidian ist tatsächlich auch nicht so groß. Stand letztes Jahr 285 Mitarbeiter. Klar kommen Externe und Auftragsarbeiter dazu. Aber mit relativ wenig Personal haben sie in vergleichsweise kurzer Zeit Grounded, Pentiment, Avowed und Outer Worlds 2 rausgehauen und arbeiten an Grounded 2. Unterm Strich momentan eines der produktivsten MS Studios.

Es mag sein, dass die Titel nicht die erfolgreichsten waren, teilweise aber auch wegen Firmenpolitik, aber Obsidian liefert, und das mehrheitlich mit hoher Qualität. Das ist noch so ein Fall wo ich überhaupt nicht verstehen will warum der Rotstift angesetzt wird.

Kikko-Man
8. Juli 2026 18:21


Ja, fuer Obsidian spricht, dass Tim Cain wieder fest fuer die arbeitet. Dagegen spricht, dass sie jetzt auch gerade Mitarbeiter verloren haben.

Am Ende werden vermutlich InXile und Obsidian Fallout und Elder Scrolls-Spiele entwickeln. Waere Avowed als Elder Scrolls-Spin Off erschienen, saehen die Verkaufszahlen sicher besser aus.

captain carot
8. Juli 2026 11:06

Da es zum Ende des Geschäftsjahres weitergeht und die nächsten 1.600 Kündigungen damit spätestens Ende Juni 2026 anstehen, mal gucken. In dem Rahmen ist die Botschaft, die man bei id Software sendet halt auch uncool.

Pünktlich zum Release ist das halbe Studio gekündigt. Das sendet aktuell doch das klare Signal, keiner ist sicher.

Mit Obsidian hat man btw noch ein Studio, das aus Black Isle entstanden ist, gute First Person Rollenspiele entwickelt und sogar Erfahrung mit der IP hat. Ich glaube eh nicht, dass sich MS an Fallout 1 bis Van Buren orientieren würde.

Gerade Outer Worlds hat zwar gute Kritiken, aber nur mäßig Erfolg. Damit wären sie so ziemlich die erste Anlaufstelle für mehr Fallout.

Max Snake
8. Juli 2026 10:42

Das nennt man Wasteland.

Kikko-Man
8. Juli 2026 8:21

Bin ja mal gespannt was mit inXile passieren wird. Wird irgendwie nirgends erwaehnt. Mal schauen ob die alle entlassen werden, sobald Clockwork Revolution fertig ist. Aber Brian Fargo ist sicher ein gewitzter Geschaeftsmann und wird da ne Loesung finden. Vielleicht hat er der Sharma erstmal erzaehlt, dass Bethesda doof ist und er und seine Mitarbeiter Fallout eh erfunden haben. Vielleicht laesst MS inXile jetzt ein neues Fallout entwickeln. Waere klasse wenn die Serie wieder etwas mehr zu ihren Urspruengen gehen wuerde. Man koennte ja VanBuren-Projekt aka das eigentliche Fallout 3 als Basis nehmen.

captain carot
8. Juli 2026 0:18

Der Grund für die Entlassungswelle ist wohl eher dass man es verkackt hat und MS harte $$$ sehen will. Trifft halt eher die falschen und teilweise rein nach Management Entscheidungen von Leuten, die nicht wirklich Ahnung haben.

Die id Software Entscheidung wird zum Beispiel bedeuten, dass id Software gar nicht mehr so funktionieren wird wie in den letzten fast 40 Jahren und Machinehead eine neue Engine von Grund auf lernen muss. Das wird das Studio sicher nicht produktiver machen.

Es macht es allerdings sehr viel leichter, auf externe Contractor zurückzugreifen. Denn die arbeiten nun mal mit den Industiestandards.

An der Stelle mal eine dicke, fette Anmerkung. Als Nintendo massiv Federn lassen musste, der 3DS nicht ansatzweise so lief wie der Vorgänger und die Wii U zwar kein finanzieller Flop war aber ziemlich erfolglos hat man nicht nur keine Leute entlassen sondern weiter Talent heran gezogen.

Mit dem richtigen Maß an Kontrolle hat man relativ junge Entwickler sogar Splatoon entwickeln lassen. Die Reihe ist ziemlich erfolgreich. Und Nintendo war trotz nicht so einfacher Zeiten bei der Switch in der Lage, voll durchzustarten.

MS konnte seit Forza Horizon keine neue IP mehr erfolgreich am Markt positionieren. Und relativ kurz vor dem Start der Next Gen zerlegt man haufenweise Studios. Die aktuelle Entlassungswelle, die ziemlich reinhaut, ist ja nicht die einzige. Ende des Geschäftsjahres geht es weiter und momentan weiß praktisch kein Entwickler, ob er dann dran ist. Sicher ganz toll für die Produktivität.

dccoder84
7. Juli 2026 23:50

Was hier sehr gut passt sind 2 Videos von Jason Schreier:

Why Everyone Wants A ‘Live-Service’ Game

TLDR ist, Live-Service Games können finaziell für Publisher das Rückgrat bilden, da kontinuierlich Geld reinkommt. Das kann dann ein Puffer sein wenn AAA Games ein finanzieller Flop werden. Deswegen wird auch immer noch den Live-Service Games hinterher gejagt.

Making Indie Games Is Like Buying A Lottery Ticket

TLDR ist, der Games Markt ist ein übersättigter Markt mit entsprechend hartem Wettbwerb. Das hat zu Folge das viele Games erscheinen, gute Kritiken erhalten aber trotzdem ein finanzieller Flop werden. Das trifft z.B. auf das Spiel “MIO: Memories in Orbit” zu. Es ist auch schwierig für Indie Devs die Finanzierung von Games zu stemmen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie z.B. ein Nebenjob oder arbeiten in der Freizeit. Klingt jetzt nicht so prickelnd und ist es für viele auch nicht, erst recht nicht wenn man Kinder hat die gefüttert werden wollen.

Ein übersättigter Games Markt ist auch mit ein großer Grund für die Xbox Entlassungen.

Zuletzt bearbeitet am 5 Tage her von dccoder84
ghostdog83
7. Juli 2026 20:36

Bleibt die Hoffnung, dass auf Management Ebene wirklich ausgedünnt wird…comment image
https://bsky.app/profile/did:plc:r3kj5d7z5t4meneb6dhpt3qh/post/3mq2vi5htqk2b

Edit: Wäre nicht verkehrt, wenn man auf der Seite WebP-Grafiken einbetten könnte, anstatt sie umständlich umwandeln und hochladen zu müssen.

Zuletzt bearbeitet am 5 Tage her von ghostdog83
captain carot
7. Juli 2026 19:46

Genau genommen killt man id damit. Ich glaube, die Entscheider haben da wirklich keine Ahnung, wie gerade id Software funktioniert. In der Form wäre das für jedes Studio eine dumme Idee. Aber für id gilt das ganz besonders.

dccoder84
7. Juli 2026 19:16

Bei id Software sind wohl die meisten wenn nicht sogar alle Programmierer entlassen worden. Das ist besonders traurig da das Studio eine der besten Spiele-Engines in der gesamten Industrie entwickelt hat. Die Engine kam dabei nicht nur in Doom zum Einsatz sondern bspw. auch im letzten Indiana Jones Game. Die Engine hat meines Wissens nach weniger Artefakte bei Raytraced Global Illumination als die Unreal Engine 5.

captain carot
7. Juli 2026 18:54

Mehr KI in der Entwicklung zum Beispiel. Sony hat letzte Woche verkündet, dass KI zukünftig ein fester yteil des Entwicklungsprozesses sein wird. Das ist nur dank Disc Shitstorm ziemlich untergegangen. Und MS will da auch mehr auf KI setzen, nur ‚nicht bei kreativen Prozessen‘…, siiiiicher.

Was den Rest angeht, weniger Studios mit weniger Personal machen letztlich Fließbandware. Halo Studios bringt alle drei Jahre ein neues Halo im CoD Dtyle, nur eben arbeiten nicht wie bei CoD drei Studios daran. Obsidian übernimmt Fallout statt eigener Marken und Bethesda darf dann Elder Scrolls plus Online machen.

Alle MS Studios setzen zukünftig entweder auf ForzaTech (Fable nutzt die Engine auch) oder Unreal Engine 5. Damit kann man nach Vorstellung der Chefetage halt auf reichlich Personal verzichten, dass sich bisher zum Beispiel um Creation Engine oder id-Tech Engine gekümmert hat.

Auf die Creation Engine kann ich tatsächlich verzichten. Die war zwar relativ moddingfreundlich, aber ist mittlerweile echt antiquiert. Um id-Tech ist es tatsächlich schade. Mit 6 und 7 hatte id Software hier ja unter anderem wirklich performantes Raytracing eingeführt und die Engine ist sehr gut auf lineare Spielerfahrungen optimiert.

Asha Sharma als Aufräumerin? Das ist exakt der Plan. Wundert mich, dass es so viele überrascht. Momentan entwickelt sich das ziemlich genau so, wie ich vor ein paar Monaten befürchtet hatte. Mal gucken, ob man im Anschluss dann wenigstens die Kurve kriegt. Aber eines sollte allen wirklich klar werden. Die Produktionsmethodik von MS wird zukünftig viel mehr die von Activision sein.

Rudi Ratlos
7. Juli 2026 17:49

Ich versteh zwar nicht so ganz, wie mit wesentlich weniger Studios / Personal, der Fokus auf große Marken funktionieren soll (gerade, wenn man die aktuellen Produktionszyklen sieht), aber die Quartals-Aktionäre werden sich über die momentanen Kürzungen schon freuen… Es wirkt momentan eher so, dass die neue CEO als Aufräumerin engagiert worden ist und weniger für einen Langzeitplan 🙈

SonicFanNerd
7. Juli 2026 16:25

Und der Nächste bitte:
Laut kotaku.com entlässt MS bei Obsidian ca 25% (auf allen Ebenen) von deren Belegschaft.

captain carot
7. Juli 2026 15:43

Das passt dann zusammen, wenn man die id-Tech Engine begräbt. Was mich leider nicht wundern würde. Die Engine ist zumindest für lineare Titel einfach top, wird aber praktisch nur von id und Machinehead genutzt.

Das wird dann wahrscheinlich nur als Kostenpunkt gesehen und nicht die Verknüpfung zwischen Engine, Programmieren und Kreativen. Dass man sich da gewachsene Strukturen zerschießt ist quasi egal.

Wahrscheinlich wird da dann auf den Industiestandard, also UE5 gesetzt. Das macht dann auch die Arbeit mit externen Contractors einfacher. Zerkloppt dann aber natürlich sehr viel bei den Studios, die schon ewig mit eigener Tech arbeiten.

Bort1978
7. Juli 2026 15:11

Und hier die News dazu:
https://www.eurogamer.de/id-software-entlassungen-xbox-doom
Wie passt das denn zusammen, wenn man sich zukünftig auf Doom mit den Focus legen will?

Zuletzt bearbeitet am 5 Tage her von Bort1978
SonicFanNerd
7. Juli 2026 14:47

Laut diverser aktueller Social Media Posts ist ID Software nun dran …. ca. 50% der Mitarbeiter (wohl hauptsächlich Programmierer) werden wohl entlassen.

captain carot
7. Juli 2026 14:24

Geht man nach Unternehmensgewinnen ist die Xbox Sparte halt aktuell MS‘ Niete. Mich würde so gar nicht wundern wenn man den Bereich irgendwann ausgliedert.

Dass MS als Unternehmen momentan blendend dasteht brauchen wir nicht diskutieren. Das ist Fakt. Insofern ist nicht die Frage was lann sich MS leisten sondern was wollen sie sich leisten.

Das wiederum ist für praktisch jedes Unternehmen ein Thema. Sony serviert gerade die komplette Home Entertainment Sparte ab. Da bleibt auf Dauer nur der Markenname. Leider gänge Praxis bei den Großkonzernen.

joia
7. Juli 2026 11:27

naja, captain, auf Management Ebene, weiß nicht. Die werden eher mit Abfindungen ausgedünnt – die selten wertsteigernd waren. Was hier passiert ist handelsüblich: Gewinne sind ja da – was heißt Umsatzbringer? – nur halt eben weniger. Nicht vergessen: Microsoft ist im globalen Theater unter den Big 5. Vor Sony.
Wertsteigernd ist halt die Entledigung der umsatzzehrenden Ameisenarbeiter von wegen deren Personalkosten.
Einfache Mathematik.
Fakt ist: Es wird nimmer günstiger.

captain carot
7. Juli 2026 10:07

Bleibt die Hoffnung, dass auf Management Ebene wirklich ausgedünnt wird…

Xbox wird potenziell langweiliger, auch wenn die Studios keine Umsatzbringer waren. Mal gucken, ob Obsidian nach zwei nicht wirklich erfolgreichen Spielen zukünftig zum Erfüllungsgehilfen für Bethesda wird und zum Beispiel Fallout entwickelt.

Max Snake
7. Juli 2026 7:56

Aufjedenfall mit blutigen Nasen und blauen Augen davon gekommen.

joia
7. Juli 2026 7:34

…ja, insgesamt 2% der weltweiten Belegschaft werden wegrationalisiert.
Gerade die Kürzungen in der Sparte Xbox werden wieder mal lustig begründet: Weil die Gewinne zwischen 4 und 10% geringer ausgefallen sind als die der bekannten japanischen Großkonkurrenten.

Wer genau hingehört hat: Es wird also noch Gewinn erwirtschaftet, nur eben nicht so viel, wie man gerne hätte – den fehlenden Gewinn erspart man sich jetzt durch Personalkosten. Das ist übliches Geschäftsgebaren.

Und die KI spielt angeblich auch keine Rolex.

Die Chance besteht jetzt für natürlich darin, dass die Arbeitslosen durch unheimlich viel Kreativität neue Akzente in der Branche setzen können.
Des Überlebens willen.

Gut für uns.

Zuletzt bearbeitet am 6 Tage her von joia