Lego Batman: Das Vermächtnis des Dunklen Ritters – im Test (PS5)

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Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Arkham-Reihe ist der Koop-Modus. Von den ersten Fußstapfen im Schnee von Nanda Parbat bis hin zum Finale auf dem Dach des Wayne Towers steht uns permanent ein Mitglied der Bat-Familie zur Seite, die wir mit zunehmendem Story­fortschritt immer mehr erweitern. Dabei gefällt uns vor allem die Einführung von Dick Grayson alias Robin. Den Umgang mit den ­Gadgets des akrobatisch veranlagten Sidekicks erlernen wir nämlich passenderweise mitten in einer Zirkusnummer. Neben seinem Birdarang, der mehrere Ziele gleichzeitig erfassen kann, verfügt der Jungspund über einen Kabelwerfer. Mit dem spannen wir nicht nur ein Seil über einen Abgrund, sondern verbinden wie in Just Cause auch zwei bewegliche Objekte miteinander und lassen sie danach zusammenkrachen.

Hockt gerade kein zweiter Spieler neben uns auf der Couch, wechseln wir selbstständig zwischen den Charakteren hin und zurück, um die unterschiedlichen Fähigkeiten zu kombinieren – sowohl in Bosskämpfen als auch beim Lösen von Rätseln. Ganz selten artet das in nerviges Mikro­management aus, generell funktioniert das Zusammenspiel im Singleplayer-Modus dank der fähigen KI aber richtig gut. Allerdings erfordert das Vorankommen Lego-typisch oftmals nur, eine bestimmte Anzahl von Gebilden zu Mikroplastik zu verarbeiten, das wir danach mit gedrückt gehaltener Taste zu einer neuen ­Konstruktion zusammenschus­tern. Die so entstandenen Modelle mögen zwar ganz lustig sein (um den Eingang von Poison Ivys Labor von undurchdringlichem Gestrüpp zu befreien, klemmen wir uns zum Beispiel hinter das Steuer eines Mähfahrzeugs und spielen Landwirtschafts-Simulator), ­einen kreativen Beitrag leisten wir hierbei jedoch nicht.

Und damit kommen wir zum größten Kritikpunkt, den sich Das Vermächtnis des Dunklen Ritters gefallen lassen muss. Zumindest auf dem klassischen Lego-Schwierigkeitsgrad werden wir zu keiner Zeit vor eine Herausforderung gestellt. Ob wir ein oder vielleicht mehrere Quick-Time-Events vergeigen, spielt überhaupt keine Rolle. Fallen wir zu tief, setzt sich unsere Figur an der Absturzstelle schnurstracks wieder zusammen. Und wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt und wir in einem Kampf alle Herzen verlieren? Völlig egal, denn es geht einfach so weiter, als ob nichts gewesen wäre.

Natürlich sollen auch jüngere Lego-Fans auf ihre Kosten kommen, ein bisschen mehr Anspruch und Komplexität hätten aber nicht geschadet. Nichtsdestoweniger: Ein unterhaltsames Batman-Abenteuer bleibt es allemal. Und das für alle Altersklassen.

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