Lego Pirates of the Caribbean: Das Videospiel – im Klassik-Test (PS3 / 360 / Wii)

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Die Lego-Maschine läuft gut geölt: Wenige ­Wochen nach Lego Star Wars III stehen parallel zum Kinostart die gesammelten Abenteuer des Piraten­kapitäns Jack Sparrow in den Regalen – zum spürbar geringeren Preis als die Sternenkrieger! Inhaltlich gleichen sich die Pirates of the Caribbean-Versionen für PS3, Xbox 360 und Wii, die Ableger für PSP und 3DS sind ebenfalls identisch. In allen Versionen spielt Ihr in gewohnter Lego-Manier Schlüsselereignisse der vier Film­vorlagen nach. Auf Handhelds fehlt erneut der äußerst vergnügliche Zweispieler-Modus per Splitscreen, dafür bieten eigene ­Levels, die StreetPass-Funktion des 3DS sowie Quick-Time-Event-Duelle auf beiden Systemen zusätzliche Spielanreize.

Tatsächlich halten sich Neuerungen in Grenzen: Mal marschiert Ihr in Holzfässern am Meeresgrund oder taucht mit angehaltenem Atem (Davy Jones’ Mannen atmen nicht!), mal richtet Ihr Kanonen aus, um in der Ego-Perspektive wichtige Ziele abzuschießen oder in Bonusspielen Punkte zu sammeln. Sobald Ihr das erste Level gemeistert habt, spielt Ihr die vier Filmepisoden in beliebiger Reihenfolge nach, wobei auflockernde Fahr- oder Flugeinlagen zu kurz kommen. Neben der spielerisch irrelevanten Radsequenz im Wald (Teil 2) und einer rasant inszenierten Kutschenfahrt (Teil 4) ist aber die fein gemachte Flucht von der Insel Pelegosto (Teil 2) im Knochenkäfig zu loben.

Zusätzlich inspiziert Ihr an vorgegebenen Stellen mittels Fernrohr die Umgebung und spürt mit Jacks Kompass jede Menge optionaler, selten auch spielrelevanter Boni auf. Jack läuft dann allerdings langsamer und kassiert unfaire Treffer, ehe er sein Hilfsmittel in die Tasche packen kann. Dessen ungeachtet kommt diese Methode der Bonisuche solchen Spielern entgegen, die durch das Abenteuer preschen möchten. Zwar sind Rätsel diesmal anspruchsvoller und halten Euch mitunter auf, durch die häufige Verschränkung mit simplen Schwertkämpfen spielen sich die Piraten dennoch rasanter als etwa die Harry Potter-Bande. Zielen mit Pistolen, Wurfäxten und Gewehren klappt mit etwas Übung prima, auch die Intelligenz Eures Computer-Partners gibt kaum Anlass zu Ärger – die markanten Melodien hingegen wiederholen sich schnell und nutzen sich bald ab.

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