Marvel Tokon: Fighting Souls – im Test (PS5)

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Das Durchwechseln der Figuren ist allerdings nur einer von mehreren Team-Aspekten des Kampfsystems. Mindestens genauso wichtig sind die verschiedenen Assist- und Team-Manöver, die Ihr bei einer entsprechend gefüllten Assemble-Leiste auslösen könnt. Ihr legt bereits durch die Charakterauswahl fest, welche Assist-Funktionen eine Figur ausführen soll. Unter den richtigen Bedingungen könnt Ihr dann sogar die ganze Mannschaft zu spektakulären Super-Aktionen herbeirufen – dann eskaliert die Action auf dem Bildschirm, während die Lebensenergie des Gegners rapide schwindet. All das ist zum Auftakt zwar noch etwas kompliziert, doch ein umfassendes Tutorial führt Euch vor Spielbeginn behutsam und nachvollziehbar in die zahlreichen Möglichkeiten und Aktionen ein.

Dabei ist es auch hilfreich, dass die Grundmechaniken des Kampfes etwas einfacher gestaltet sind als beispielsweise bei ­Kampfkollege Capcom. Diese ähneln sich zu Beginn für alle Figuren: Alle verfügen über schnelle, mittlere und harte Angriffe. Zwischen Schlägen und Tritten wird nicht unterschieden. Diese lassen sich recht leicht zu mittleren bis langen Combos verbinden. Wer sich zusätzlich ein paar Techniken wie Launcher und Grapple-Aktionen aneignet, kommt bereits gut mit den CPU-Gegnern zurecht. Der lokale oder Online-Kampf gegen menschliche Gegner ist jedoch noch einmal deutlich anspruchsvoller. Das Kampfsystem bietet, ganz wie man es von Arc System Works gewohnt ist, eine beeindruckende Tiefe. Besonders erfreulich ist auch, dass für Solospieler nicht an Spielmodi gespart wurde. So gibt es etwa pro Team einen umfangreichen Storymodus um die Herausforderung eines intergalaktischen Kämpfers. Unterschiedliche Künstler erzählen die Geschichte zwischen den Prügeleien in feinen Comic-Panels.

In Sachen Präsentation zeigt Arc System Works seine langjährige Erfahrung: Auf den ersten Blick wirkt auch Marvel Tokon wie ein schickes 2D-Spiel, tatsächlich bestehen jedoch alle Figuren aus 3D-Modellen, was sich besonders bei spektakulären ­Super Moves mit dynamischen Kamerawinkeln zeigt. Die Hintergründe sind zudem reich an Details und enthalten zahlreiche Anspielungen auf die lange Marvel-Geschichte. Sogar eine deutsche Synchronisation hat die Prügelei erhalten – diese kann sich durchaus hören lassen!

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