Metal Gear Solid: Peace Walker – im Klassik-Test (PSP)

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Das spielerische Fundament stellt Snakes Mutterbasis dar, die zugleich als Hauptmenü dient. Hier verwaltet Ihr im Verlauf der Story, die in überschaubare Missionshappen unterteilt ist, eine drastisch zunehmende Vielfalt an Möglichkeiten. Im Zentrum steht dabei stets der Aufbau Eurer Söldnerarmee ’Militaires sans Frontières’. Hierzu rekrutiert Ihr bewusstlose Feinde im Einsatz, spürt verborgene Geiseln auf, scannt reale WLAN-Access-Points oder tauscht Soldaten mit anderen Spielern. Zwischen den Schleichpassagen in Dschungel, Militärbasis und Co. trefft Ihr wiederholt auf schweres Kriegsgerät wie Panzer und Hubschrauber. Entscheidet Ihr Euch dafür, die begleitenden Soldaten auszuschalten, streckt irgendwann der Anführer seinen Kopf aus dem Vehikel. Per Betäubungspistole schickt Ihr ihn ins Schlummerland. Rekrutiert ihn und der Panzer gehört Euch. Den wiederum entsendet Ihr zusammen mit Angriffsteams im Modus ’Auftrags-Ops’ – einem rundenbasierten Rollenspiel, bei dem bis zu acht KI-gesteuerte Kämpfer und Vehikel im Rahmen etlicher Nebenmissionen gegen Feinde antreten. Ein ganzes Bündel an Statuswerten entscheidet über den Ausgang der Schlachten, die die Werte Eurer Krieger verbessern und neue Ausrüstung freischalten.

Neben den Schleich- und Ballereinsätzen in Echtzeit, die bisweilen zur Nebensache werden, läuft Peace Walker rundenbasiert ab: Kameraden heilen, Panzer flicken, Ausrüstung entwickeln, Gefangene überreden – all das passiert, während Ihr der Story folgt oder in Nebenmis­sionen Werte pusht. Nach jedem Einsatz erhaltet Ihr Nachrichten und Belohnungen, die zum Weiterspielen motivieren – selbst einen eigenen Metal Gear konstruiert Ihr mit der Zeit. Dafür benötigt Ihr wiederum verschiedene Bauteile, die Ihr in einigen der besten Bosskämpfen der MGS-Geschichte beschafft.

Leider konnten wir vorab nicht ausreichend testen, wie gut sich Peace Walker zusammen mit Freunden spielt. Das prüfen wir nach dem 17. Juni im ’Nachspiel’-Bericht. Nach gut 30 Stunden stehen wir vor dem letzten Bossgegner, aber wir haben so viel noch nicht gesehen: Wo ist die angekündigte ”Monster Hunter”-Insel? Und weshalb ist die auf der linken Seite abgebildete Basis mehr als doppelt so groß wie unsere? Was kommt denn da noch alles? In jedem Fall seid Ihr mit Peace Walker wochenlang beschäftigt, denn zahlreiche Faktoren wie neue Ausrüstung motivieren dazu, Mis­sionen mehrfach zu spielen und unterschiedlich anzugehen. Leider genügt es angesichts kurzsichtiger und mitunter wenig treffsicherer Feinde häufig, einen nach dem anderen ihm Nahkampf bewusstlos zu schlagen – doch planvolles Schleichen ist spannender!

Wir empfehlen die volle Installa­tion des Spiels, die mit 880 MB zu Buche schlägt. Dafür sind Ladezeiten gering und englische Sprachausgabe allgegenwärtig.

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Max Snake
9. April 2026 15:35

Metal Gear Solid: Peace Walker hat mich Stunden an den PSP Bildschirm gefesselt und menge was gelernt über den Kalten Krieg. War mein Spiel des Jahres 2010.