
Meinung
Thomas Nickel meint: Ich liebe Brettspiele, bin aber gleichzeitig nicht der allergrößte Fan von digitalen Varianten. Aber nach ein paar Runden kann ich doch gut nachvollziehen, warum ”Momotetsu” in Japan ein solcher Megahit ist. Klar, da sind die ungemein beliebte Eisenbahn-Mechanik und die enorm fröhlich-aufgeweckte Präsentation. Aber genauso ist Momotaro Dentetsu auch ein gelungenes Brettspiel, das gekonnt den Spagat zwischen Glück und Taktik meistert und die Möglichkeiten seiner digitalen Natur sinnvoll nutzt. Es wäre mächtig komplex und anstrengend, die ganze Wirtschaft und das gewaltige Spielbrett ohne Konsolen-Technik im Auge zu behalten. Im Gegensatz zum Klassiker ”Monopoly” sind hier nicht nur Abwechslung und Umfang größer, das Ganze ist auch besser ausbalanciert und gibt unterlegenen Spielern immer wieder die Chance aufzuholen. Aber ebenso sollte konstatiert werden, dass die Beliebtheit der Reihe in Japan wohl zu einem guten Teil der Nostalgie geschuldet ist – ist ”Momotetsu” doch für viele dort ein beliebtes Familienspiel, das man schon in jungen Jahren gemeinsam mit Eltern und Geschwistern erlebt hat. Aber auch ohne diesen Faktor dürften Brettspielfreunde hier viel Spaß haben.








Scheint gewisse Parallelen zum m.E. völlig unterbewerteten “Billion Road” zu haben.
Frage: Ist auch hier ein lokales Multiplayermatch möglich? Geht aus dem Test leider nicht eindeutig hervor.