
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Ob die Macher sich Scorn intensiver angesehen haben, weiß ich nicht, aber der Verdacht liegt angesichts der vielen Ähnlichkeiten nahe. Während das genannte Spiel seine diversen Schwächen aber noch relativ gelungen übertünchen konnte, empfinde ich hier die belanglosen Rätsel als lästig und der Versuch, mit schwülstigen Texten die Welt interessanter zu machen, zündet kaum. Zumindest funktioniert ”Necrophosis” als groteske Sightseeingtour – mehr allerdings auch nicht.









Die Ästhetik von Necrophosis hat was, aber irgendwie wenig in Gedächtnis geblieben, als bei Scorn.
Aus Neugier mal bei einem Walkthrough reingeschaut – überzeugt mich auf der visuellen Ebene kaum.
Da, wo Scorn besonders glänzen kann, ist der Body-Horror-Faktor dank der sehr guten Animationen. Necrophosis wirkt im Vergleich dazu veraltet, statisch.
Auch die Ästhetik wirkt unausgegoren Die Verweise auf die großen Vorbilder wie Alien (Space Jockey) fallen eher negativ auf, da zu aufgesetzt.
Scorn gelingt es, funktional und organisch zu wirken.
Aber ja, beide Spiele verfolgen in ihrem Designansatz unterschiedliche Wege – Necrophosis setzt auf einen dekorativen Surrealismus. Als würde man in einem Albtraum eine Ausstellung besichtigen, die, wie Ulrich schreibt, grotesk ist.
wie bei scorn hätte ich eigentlich richtig lust auf die welt aber der rest ist einfach nichts für mich