Pro Evolution Soccer 2010 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Meinung

Philip Ulc meint: Jedes Jahr die gleiche bange Frage: Was ist besser – FIFA oder PES? Ich sage klar: Das Match geht in diesem Jahr unentschieden aus. Wollt Ihr Lizenzen, Tricksereien und ein leicht zu erlernendes Fußball-Spiel mit TV-Atmosphäre? Dann guckt auf FIFA. Denn PES ist ein Game für Veteranen, für taktisch spielen wollende One-Touch-Fußballästheten, die über die ein oder andere unsaubere Animationen hinwegsehen und sich über deutsche Teams zwar freuen, aber auch gerne die spanische oder italienische Liga nachspielen – und das in einer sinnvoll erweiterten Meisterliga, die ich mir so schon seit Jahren gewünscht habe. Zudem legt PES grafisch peu à peu zu und hat auf dem Rasen einen realistischeren Look als FIFA. Überhaupt nicht gefällt mir allerdings die neue Strafstoßsteuerung, die den Schusswinkel von der Intensität der Stickneigung abhängig macht – zu viele Bälle segeln ungewollt daneben.

Matthias Schmid meint: Obwohl sich PES – von der langsameren Umsetzung Eurer Buttoneingaben abgesehen – in den letzten zwölf Monaten spielerisch nicht groß weiterentwickelt hat, habe ich nicht das Gefühl, das Seabass und sein Team auf der faulen Haut lagen. Wohl auch, weil PES 2010 grafisch zur EA-Konkurrenz fast aufgeschlossen hat; vor allem der Rasen und Regenschauer sehen aus der ’Weitwinkel‘-Perspektive klasse aus. Auch der frische Look des Menüs unterstützt dieses ’Alles neu‘-Gefühl. Hoffentlich trifft das auch auf den Online-Modus zu, der zum Testzeitpunkt noch nicht verfügbar war. Schwer wiegen dagegen das Fehlen deutscher Clubteams und die erneut schwache Champions League – wenn dort nicht alle Clubs des echten Vorbilds mitspielen dürfen, wird der Wettbewerb zur Farce. Trotzdem: PES ist auch in dieser Saison mein Lieblingskick.

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