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350 Wagen (inklusive aller Varianten) von 48 Herstellern erfreuen das Raserherz. Den größten Brocken bilden Touren- bzw. Sportwagen: So tretet Ihr mit Boliden der Tourenwagen-WM (WTCC) wie dem BMW M3 GTR ebenso an wie mit Rennflundern Marke Koenigsegg CCGT, Audi R8 GT, Viper GTS-R, Seat Cupra GT oder Aston Martin DBRS9. Abwechslung bringen die agilen Monopostos der Formel BMW und Formel 3000. Ebenso luftig geht es mit verschiedenen Ausführungen der kargen Caterham-Roadster zu. Genreüblich durchlauft Ihr eine Karriere mit immer schnelleren Rennklassen. Mit einem Testlauf beweist Ihr Euch für ein neues Team, für das Ihr meist drei Rennen fahrt. Wollt Ihr keine zufällige Startplatzierung, absolviert Ihr das optionale Qualifying.
In den länger werdenden Rennen wollen Euch bis zu 15 Gegner auf die Ränge verweisen. Doch plumpes Wegschieben der Mitbewerber wie in anderen Rennspielen funktioniert hier nicht. Vielmehr tastet Ihr Euch meterweise an den Gegner heran – immer auf der Suche nach einer Lücke. Die aufgeweckten Computerfahrer nutzen ebenso jeden Schlupfwinkel und überraschen mit gekonnten Überholmanövern. Kontert nicht zu ungestüm, denn das Abkürzen der Strecke wird bestraft. Neben der Verwarnung droht eine Durchfahrtsstrafe oder gar die Disqualifikation. Gut, dass Euch die hellwachen KI-Fahrer fast nie von der Strecke schieben.
Grafisch punktet Race Pro mit schönen Wagenmodellen. Allerdings müsst Ihr mit einer Bildrate von 30 Frames pro Sekunde auskommen, die in Kurven noch etwas heruntergeht. Auf Antialiasing-Filter wurde verzichtet, was die Grafik einen Tick schärfer macht. Keine Abstriche gibt es beim Sound: In kaum einem anderen Titel klingt das brachiale Heulen des Motors oder das Krachen des Getriebes knackiger.
Trotz des hohen Anspruchs sind Einsteiger nicht verloren: Fahrhilfen wie ABS, Traktions- und Stabilitätskontrolle können stufenweise zugeschaltet werden. Profis dagegen dürfen die Empfindlichkeit der Analogsticks und -tasten oder eines vorhandenen Lenkrads justieren. Gerade bei den zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten werden die PC-Wurzeln von Race Pro deutlich.
Die Spielmodi sind dagegen Genrestandard: Neben der Karriere tretet Ihr zu Einzelrennen, Meisterschaft, oder offenem Training an und genießt gespeicherte Replays. Außerdem dürft Ihr mit menschlichen Mitspielern um die Wette rasen. Online sind Partien mit maximal zwölf Fahrern möglich. Im ’Hot Seat’-Modus teilt Ihr dagegen mit einem Kumpel das Pad. Gegeneinander oder kooperativ rast Ihr abwechselnd im selben Rennen – die KI übernimmt die Rolle des gerade passiven Gegners.










