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Ebenfalls ähnlich wie in Fallout ist das Looten – jedoch ohne unnützen Krempel und mit mehr Haushalterei. Ihr könnt nämlich ohne Verbesserungen wie einem Exosuit oder ausrüstbare Artefakte maximal 80 kg tragen, und die sind schnell erreicht. Schon ab 50 kg zehrt das Gewicht merklich an Eurer Ausdauer und Geschwindigkeit. Eine dritte Waffe oder Munition für andere Kaliber im Gepäck? Luxus! Macht Euch lieber mit dem Gedanken vertraut, dass Ihr trotz stärkerer Panzerungen und Waffenverbesserungen nie allmächtig seid und nicht benötigte Ressourcen für Geld verscherbelt, sobald Ihr einem Händler begegnet. Das kann sich je nach Spielertyp frustrierend oder motivierend anfühlen.
Die Sperrzonen wirken insgesamt sehr atmosphärisch mit ihren Wetterwechseln – wenn Ihr Euch darauf einlasst. Denn es gehört auch zur Wahrheit, dass hier viel Leere herrscht und eine Menge Gebäude abseits der vielen Haupt- und Nebenquests eher karg bestückt sind. Die Story braucht außerdem etwa 12 Stunden, um richtig Fahrt aufzunehmen und sie vermittelt nur schwer, wer die Fraktionen sind, mit denen wir uns gerade anlegen oder anfreunden.
Dann wäre da noch das umständliche Inventar-Management, das an betagte Rollenspiele wie Diablo erinnert und dessen Controller-Steuerung aktuell überfrachtet ist. Die wichtigsten Funktionen wie das Aufsammeln aller Ressourcen funktionieren aber immerhin flott.
Eine Geschmackssache stellen die Schießereien und der Waffenverschleiß dar. Waffen verziehen sehr schnell und einige Kreaturen wie die unsichtbaren Blutsauger stecken deutlich zu viel ein, wodurch die tumben Gefechte mit zunehmender Spielzeit lästig werden. Da bei getöteten Monstern keine Belohnung winkt, fehlt bei Kämpfen zudem oft eine Motivation, weswegen wir meist lieber das Weite suchten.
Die meisten Waffen, die Ihr findet, sind nahezu kaputt und außer Skifs Starterpistole werden die meisten Knarren irgendwann Probleme wie Ladehemmungen haben, wenn Ihr sie nicht reparieren lasst. Das klingt zwar störend, jedoch ist bei einer taufrischen Waffe die Zeit bis zur Abnutzung angenehm hoch. Auch sorgen regelmäßige Bugs (mehr dazu im Kasten) und Ungereimtheiten wie eingesteckte Treffer durch schützende Wände für viele kleine und große Ärgernisse.
In S.T.A.L.K.E.R. 2 erwarten Euch also viele raue Kanten. Doch wenn Ihr Euch einmal der Faszination der Sperrzone hingegeben habt und Bugs verzeihen könnt, bleibt Ihr für immer.








Ironischerweise war es ja damals ähnlich. Shadow if Chernobyl brauchte einige Patches, Clear Sky sowieso, nur Call of Pripyat lief aus dem Stand ziemlich problemlos.
Da ich hier irgendwie selbst im besten Fall mit Problemen zum Release gerechnet hätte hab ich es mit dem Kauf auch nicht eilig.
Wie JohnyRocket schon sagt, wurden inzwischen schon einige Patches vorgenommen, die vor allem Balance und simulierte Ereignisse der Spielwelt verbessern.
Für das Nachspiel ist auf jeden Fall eingeplant, dass wir da in Zukunft nochmal einen genauen Blick darauf werfen werden.
Ich denke, dass man auch jetzt schon ne Menge Spaß mit Stalker 2 haben wird, wenn man das Setting mag. Aber würde bei der Empfehlung bleiben: Wenn man es nicht eilig hat, dann einfach noch ein bisschen abwarten und weiter patchen lassen. Dann kriegt man hier auf jeden Fall das rundere Erlebnis.
Deswegen: gönn Dir!
In älteren Beiträgen zu diesem Spiel (bitte Suchfunktion bemühen und am besten diesen Suchbegriff verwenden: S.t.a.l.k.e.r.) findest Du noch weitere Anmerkungen – auch bezüglich der Patch-Verläufe. Vielleicht hilft Dir das zur Kaufentscheidung.
@Eydrian: gerade da mir das Szenario gut gefällt habe ich ein Auge auf das Spiel geworfen. Was du schreibst hört sich ja ganz interessant an.
@JonnyRocket77
Wo ich Deinen Kommentar grade lese, möchte ich nochmal etwas klarstellen; das Spiel wurde inzwischen mehrfach gepatcht und läuft stabil. Ich habe jetzt über 50 Stunden gespielt und bin storytechnisch im letzten Viertel. Es ist ein sehr umfangreiches Spiel und man versteht erst jetzt, wieviel Arbeit die Entwickler hier reingesteckt haben. Nochmal; dieses Spiel lebt von seiner Atmosphäre und Geschichte, die mit sehr authentischen Schauplätzen und guter Grafik übermittelt wird. Wem das Szenario (Tschernobyl) zusagt, kann/sollte hier inzwischen bedenkenlos zugreifen!
Wenn die beiden (angekündigten) Inhaltserweiterungen dann irgendwann erschienen sind, sollte dieses Spiel definitiv im „Nachspiel“ unter die Lupe genommen werden und dabei dürfen gern noch ein paar Bewertungspunkte raufgepackt werden. Für mich persönlich ist es eine glatte 80! 👍🏼
Das Spiel hat mich wirklich interessiert, aber in dem Zustand werde ich noch eine Weile abwarten ob sich da durch Patches noch was ändert.
Es mir schwierig, wie ich es formulieren außer nur noch sagen danke für den Test. Das Ihr den Ereignis in Ukraine erwähnt habt ist mir wichtig, statt über den Teppich zu kehren. Auch die Meinung Kasten von euch erzählt die schwäche, gleichzeitig die positive Dinge zur S.T.A.L.K.E.R. 2. Auch zeigt Ihr, wie sensible damit umgeht. Ob ich mir zulegen oder auf Game Pass reinschnuppern, weiß ich leider nicht. Ich werde wohl bald Metro: Exodus von den ehemaligen S.T.A.L.K.E.R. Machen ran gehen.