SAROS – im Test (PS5)

2
108
Screenshot von SAROS
Zurück
Nächste

Seite 4

Ist Euch Arjuns Abenteuer trotzdem zu schwer, heißt es diesmal nicht ”Pech gehabt”. Mithilfe der Carcosa-Modifikatoren nehmt Ihr kleinteilig Einfluss auf Eure Spielerfahrung: Ihr erhöht Euren ausgeteilten und reduziert eingehenden Schaden, verbessert die Stufe gefundener Artefakte, produziert mehr Energie mit Eurem Schild und vieles mehr. Ein Easy-Modus also? Nicht ganz. Den Modifikatoren liegt eine clevere Balance-Mechanik zugrunde, die voraussetzt, dass Ihr erleichternde Modifikatoren mit erschwerenden ausgleicht. Wer von oben genannten Boni profitieren will, muss beispielsweise mit einer verringerten Ressourcen-Ausbeute, aggressiveren Feinden oder auch zufällig zerstörten Artefakten nach dem Sieg über einen Boss zurechtkommen. So lauft Ihr nicht Gefahr, die Herausforderungen des Spiels völlig auszuhebeln.

Ebenfalls im Sinne der Zugänglichkeit ist das neue Portal-System. Das ermöglicht es Euch, eine frische Expedition nicht ganz von vorn, sondern ab dem Startpunkt eines beliebigen bereits erreichten Bioms anzugehen. Das kann gerade dann praktisch sein, wenn die Zeit nur eine schnelle Runde auf Carcosa zulässt. ”Schnell” ist dabei das richtige Stichwort: Im Vergleich zu den gern mal ausufernden Expeditionen von ­Returnal abenteuert Ihr Euch hier in 20 bis 30 Minuten durch ein Biom. Einen geringeren Umfang müsst Ihr aber nicht befürchten, macht der Titel das knackigere Format seiner Levels doch mit ­einer größeren Anzahl wett.

Trotz Portal-System habt Ihr natürlich weiterhin die Möglichkeit, neue Zyklen von null zu starten und das kann sich auf vielerlei Art lohnen. Ihr stolpert etwa immer wieder über frische Storyschnipsel in Form von Text- und Audio-Logs. Außerdem schaltet Ihr im Spielverlauf Gadgets frei, mit denen Ihr auf neue Weise mit der Welt interagieren könnt. In typischer ”Metroidvania”-Manier kehrt Ihr so in bereits gemeis­terte Biome zurück, um per Sci-Fi-Trampolin, futuristischem Schienensystem oder auch klassischem Enterhaken an neue Orte zu gelangen. Nicht zuletzt lassen längere Expeditionen den Spielraum, Eure Ausrüstung zu optimieren, um für die Heraus­forderungen späterer Areale gewappnet zu sein. Das Zusammenspiel dieser vielen sinnvollen ­Elemente kreiert einen hervorragend motivierenden Spielfluss und ein wunderbar belohnendes Gefühl von Progression, das bis zum Ende an den Controller fesselt.

Zurück
Nächste
2 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
genpei tomate
13. Juli 2026 14:20

“Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen, um SAROS noch mal frisch von vorn zu erleben.”
Geht mir genau so.
Es ist sogar eines der großartigsten Action Games, das ich in 45 J Zockerkarriere je erlebt habe und spielerisch kaum zu toppen, was ich nach Returnal nicht geglaubt hätte.
Klasse Test, Kevin!

Spacemoonkey
13. Juli 2026 13:46

liebe es