
Meinung
Sönke Siemens meint: Skull and Bones ist und bleibt ein zweischneidiges Schwert, das durch seine unzähligen Verschiebungen leider kaum schärfer wurde. Auf der Haben-Seite stehen für mich weiterhin die in vier visuell reizvolle Regionen unterteilte Open World sowie die im Kern wirklich fetzigen Seeschlachten. Bei tosendem Seegang zusammen mit Freibeuter-Verbündeten prall mit Loot gefüllte Schiffe zu überfallen oder in kräftezehrenden Gefechten Seemonster auf den Meeresgrund zu befördern, macht Laune. Ebenso wie das kontinuierliche Aufrüsten der eigenen Flotte mit immer mächtigeren Waffen-Systemen. Abseits seiner fest verankerten Loot-Spirale hat Skull and Bones jedoch kaum Rückenwind. Mitreißende Storyelemente sind nicht vorhanden, mein Handeln gegenüber anderen Fraktionen zeigt lediglich temporäre Folgen, der Zu-Fuß-Aspekt fühlt sich viel zu eingeschränkt an und auch technisch wirkt das Gebotene häufig veraltet. Kein völliger Schiffbruch, aber leider auch nicht die erhoffte Piraten-Offenbarung! Ob weitere Content-Updates eine Trendwende bringen, bleibt abzuwarten.

















