Tekken 6 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Die letzten Jahre waren nicht besonders gut zur Tekken-Serie. Teil 5 verkaufte sich schlechter als die direkten Vorgänger, die auf der E3 2005 vorgestellte neue Episode entwickelte sich zum Phantom, jedenfalls auf Konsole – die Arcadefassung erschien bereits vor zwei Jahren. Als schließlich die Sony-Exklu­sivität dahin war und Tekken 6 auch für die Xbox 360 angekündigt wurde, interessierte das schon fast keinen mehr – der einstige Sony-Vorzeige­titel, der zusammen mit Ridge ­Racer, Metal Gear Solid und Gran Turismo maßgeblich zum Erfolg der ­Marke PlayStation beigetragen hatte, war zu einem Multiplattform-Titel unter vielen verkommen.

Sicher, niemand zweifelte ernsthaft an der Qualität des sechsten Teils – sollte er irgendwann erscheinen; im Fokus der Beat‘em-Up-Fangemeinde stand aber schon lange nicht mehr die laut Namco erfolgreichste Prügelserie der Welt, sondern ein ganz anderer Titel, dem ein gnadenlos gutes Comeback gelingen sollte: Street Fighter IV.

Doch jetzt will die eiserne Faust zurückschlagen, rechtzeitig vor Weihnachten und ohne ernstzunehmende Konkurrenz in Sichtweite: 40 Kämpfer hat Namco mobilisiert, eine beeindruckende Zahl an coolen Veteranen und charismatischen Neuzugängen. Das Kampfsystem fußt auf einem starken Fundament, dem des anno 2005 spielerisch heraus-
ragenden Vorgängers.

Die lange Zeit zwischen den beiden Titeln merkt man der neuen Episode kaum an – Tekken 6 spielt sich so routiniert, so exzellent wie der Vorgänger. Das Kampftempo wurde dezent erhöht, die Juggle-Combos weiter gestärkt (durch Abprallen vom Boden) und die Wut-Anzeige eingeführt – bei besonders niedriger Lebensenergie könnt Ihr neuerdings stärker zuschlagen. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Feuerbälle und Waffen sind bei Tekken tabu, stattdessen geben sich verschiedenste Kampfsport-Stile die Klinke in die Hand – natürlich stets in merklich übertriebener Ausführung. Mittels doppeltem Druck auf die Oben- oder Untentaste weicht Ihr in die Tiefe aus – meist läuft ein Tekken 6-Duell aber in 2D ab. Geblockt wird übrigens automatisch, wenn Ihr die Finger von den Richtungstasten lasst – Street– oder Virtua Fighter-Fans kommt das anfangs spanisch vor.

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