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Herausforderung ist auch nicht der Fokus der größer angelegten Dungeons. Hier geht es natürlich ebenfalls zahlreichen Schergen an den Kragen, allerdings gilt es zusätzlich, das eine oder andere genretypische Rätsel zu lösen. Zelda-Fans dürften sich am mangelnden Anspruch der Kopfnüsse stoßen, der im Spielverlauf leider kaum zunimmt. In dem Kontext besonders ärgerlich: Die magischen Fähigkeiten Eurer Begleiterin Faie sind interessant, kommen aber nur oberflächlich zum Einsatz. Die Lösungen der Rätsel liegen allzeit überdeutlich auf der Hand – wer sich aufs Knobeln gefreut hat, sollte seine Erwartungen zurückschrauben. Auch die Bossgegner gewinnen keinen Innovationspreis, begeistern aber zumindest mit spielerischer Abwechslung, tollen Sprites und einer zuweilen pompösen Präsentation.
Ob nun anspruchsvoll oder nicht: In den ersten Stunden greifen sämtliche Zahnräder gelungen ineinander und kreieren so einen schönen Spielfluss, der gerade Genrefans an den Controller fesselt. Ein Eindruck, zu dem auch die gewohnt hübsche HD-2D-Präsentation, aufwendig vertonte Dialoge und der facettenreiche Soundtrack beitragen.
Der große Haken wartet dann allerdings mit dem Kernelement der Zeitreisen, hier bleibt leider in vielerlei Hinsicht Potenzial auf der Strecke. Vielleicht erinnert Ihr Euch an unsere im Preview geäußerten Bedenken, nach denen Elliots Umfeld einen äußerst überschaubaren Eindruck machte. Unsere Hoffnung war es seinerzeit, dass das fertige Werk mit diversen zu bereisenden Epochen den begrenzten Umfang der Welt durch spielerische oder zumindest visuell abwechslungsreiche Schauplätze wettmachen würde – das ist nicht der Fall.
Ja, die zentrale Stadt, aus der sich ein Großteil der Handlung entspinnt, verändert sich mit jedem Zeitsprung merklich. Von kleineren Details abgesehen, bleibt der Rest der Welt aber nahezu identisch. Ein Jammer, wenn man an vergleichbare Titel denkt, die das Zeitreisekonzept deutlich kreativer anpacken – Stichwort Chrono Trigger. Aus der müden Präsentation und dem überbordenden Design-Recycling resultiert dann folgerichtig auch spielerisch das Problem, dass der Erkundungsdrang mit jeder freigeschalteten Epoche zuverlässig abnimmt, und das, obwohl kleinere Anpassungen der Welt und Dungeons neue Schätze bereithalten – schade.
Auch die Story des Spiels hat ihre Probleme. Lange werden typische Erzählkonventionen abgeklappert, sodass es schwerfällt, eine nennenswerte Bindung zu den Figuren aufzubauen. Erfreulicherweise verwebt der Titel seine zunächst fragmentierten Stränge zum Ende hin doch noch zu einem fesselnden Finale und die Zeitreise-Prämisse kommt zumindest erzählerisch zum Tragen. Die Voraussetzung dafür ist aber, dass Ihr Elliot nach dem vermeintlichen Durchspielen nicht gleich zu den Akten legt: Der interessante letzte Akt will nach dem Abspann erobert werden.









Irgendwie hätte ich mehr erwartet.