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Dream Trigger 3D (Test)
System 3DS    Genre Action    Hersteller D3 Publisher    USK 6

Wie kompliziert kann eine 3DS-Ballerei sein? Versuchen wir mal, das Grundkonzept von ”Dream Trigger” zu verstehen: Ihr steuert auf dem 3D-Screen eine abstrakte Sonde und sollt Feinde abschießen – die sind aber getarnt, nur auf dem als Radargitter fungierenden Touchscreen unten seht Ihr grob ihre Position. Um sie verwund- und sichtbar zu machen, müsst Ihr per Stylus Sonarsonden ablegen – die werden aktiviert, wenn eine horizontal verlaufende Zeitlinie sie berührt (ähnlich wie bei Lumines). Trifft nun ihr Schall einen Feind, taucht der oben auf und Ihr könnt ihn erledigen. Brummt der Schädel schon? Dann freut Euch über noch mehr Ingredienzien: Lebende Gegner sondern viele kleine Projektile ab, doch wenn Ihr ballert, seid Ihr unverwundbar – allerdings habt Ihr nur begrenzt Schussenergie, die lediglich durch das Enttarnen von Feinden aufgefüllt wird. Und an Sonden steht Euch pro Zeitliniendurchgang natürlich nur eine bestimmte Anzahl zur Verfügung...

Letztlich entpuppt sich das Gemisch als hektische Mixtur aus Knöpfchengedrücke und Stylus­gewische, wobei Tempo jeglicher Koordination vorzuziehen ist. Ein kurzes Tutorial versagt konsequent dabei, Euch die praktische Umsetzung des Prinzips vernünftig zu erläutern, weshalb schon der erste Level ungemein frustrierend ausfallen kann. Habt Ihr doch irgendwann halbwegs den Dreh raus, ärgert Ihr Euch über die Kampagne mit unklaren Aufgaben und lästigen Einschränkungen im Missionsfortgang, die mehrfaches Spielen früher Levels unabdingbar macht – da tröstet die hübsch psychedelische Optik nur begrenzt.

+ Pschedelik-Look kommt hin und wieder ganz gut rüber
+ Musik ist überwiegend gelungen
+ eigentlich interessantes Ballerkonzept...

- ...das aber heillos konfus und nervig ausfällt
- Handhabung für das Spieltempo viel zu fummelig
- doofe Rationierung von 'Wegpunkten' fordert häufigeres Wiederholen alter Levels
- Freischaltlogik sehr diffus

Ulrich Steppberger meint: Hübsch bunt ist es ja, dieses Dream ­Trigger 3D. Und die Idee, projektillastige Ballereien mit einer Prise ­Lumines und Knobelei zu koppeln, klingt ganz witzig – bis man es spielt. Dann merkt Ihr schnell, dass mit Plan nichts geht, sondern wildes Schießen mit hektischen Stylus­strichen Trumpf ist. Ein fast nutzloses Tutorial, fummelige Steuerung, die zähe und durch die vagen Herausforderungen konfuse Kampagne – nichts passt zusammen. Für Zocker mit wenig Anspruch und unendlich Geduld sehe ich trotzdem noch ein gewisses Spaßpoten­zial, mir hat Dream Trigger 3D aber Albträume beschert.

35
M Im Kern simple, aber letztlich doch verkomplizierte Ballerei, die in buntem Chaos und Frust endet. M
M!-Rating 35 von 100       Grafik 4 von 10       Sound 6 von 10       Singleplayer 3 von 10       Multiplayer 4 von 10
Region PAL      Test erschienen in der M! Games 9 / 2011      Seite 65      Redakteur us
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Kommentare

Bild von Morolas

wauu.... ist das die tiefste Bewertung die ihr in den letzten Jahren abgegeben habt....

Das Wii Spiele Niveau wird auf dem 3DS fortgesetzt und verbessert, also in diesem Sinne verschlechtert hut ab...

@Ulrich
Wenn du heutzutage auf dem NES, The New Ghosbusters spielst, würdest du auch 17% Spielspass geben, wie die Maniac vor Jahren auch...?
Ich brauch einen Vergleich... wobei das NES Game für mich QL ist.

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