+ vordergründig simples Kampfsystem mit wenigen Special Moves, aber spielerischem Tiefgang
+ abwechslungsreiche Riege von 25 Kämpfern, inkl. neun Freischaltbare
+ geschmeidige Animationen
+ motivierender Online-Modus...
- ... der komfortabler sein sollte
- geringe Modi-Vielfalt
- Endboss Seth nicht für frustanfällige Spieler geeignet
- unpassendes Titellied, leider mit Ohrwurmgarantie
Michael Herde meint:
Ich gebe zu, ich bin kein Prügel-Profi. Frame-Zählerei hat mich nie interessiert und nach Street Fighter II Turbo ist die Serie an mir vorbeigegangen. Doch mit der neuesten Inkarnation will ich unbedingt einer werden, denn Street Fighter IV hat mich sofort süchtig gemacht. ”Los, nur noch eine Runde!” wurde in der Redaktion zum geflügelten Wort. Verantwortlich dafür ist die perfekte Steuerung, die mit PS3-Controller besser von der Hand geht als mit dem Xbox-360-Pad, sowie das exzellente Kampfsystem für Einsteiger und Profis. Die Specials sind schnell verinnerlicht, danach beginnt die Feinarbeit. Statt wochenlang Move-Listen zu studieren, feile ich mit Ken am Timing und überlege, wie ich meine Kollegen ausheble und zum Abschluss mit spektakulären Ultra Combos vernichte – und ich will immer noch besser werden! Allein der unpassende Titelsong nervt mich.
Matthias Schmid meint:
Natürlich ist das Spiel gut – gelangweilt bin ich trotzdem. Weder sprechen mich die neuen Kämpfer an (z.B. Crimson ‘Bei King of Fighters wurde ich nicht genommen‘ Viper und El ‘Ich bin nicht El Blaze‘ Fuerte), noch kann ich mich in die Grafik verlieben – mir waren die kultigen 2D-Sprites lieber. Außerdem geht mir die Move-Vielfalt eines Soulcalibur IV oder Virtua Fighter 5 ab – dort kann ich wochenlang spektakuläre Aktionen entdecken, bei Street Fighter IV habe ich bald alle Specials gesehen. Capcom-typisch sind die kleinen Schriften (z.B. Moveliste) auf alten Glotzen kaum lesbar.
Marcus Grüner meint:
Auf den ersten Blick wirkt Street Fighter IV simpler als die Vorgänger, die Focus-Attacken und EX-Moves bieten jedoch zahlreiche taktische Möglichkeiten. Anfänger fühlen sich dank der überschaubaren Move-Anzahl nicht überfordert, Profis entdecken immer Raum für neue Combos. Allen Spielern gemein ist das Erlebnis von spannenden Kämpfen bis zur letzten Sekunde, die vier neuen Charaktere bringen Abwechslung ins Portfolio der Kampfstile – trotz vieler unterschiedlicher Konzepte herrscht Ausgeglichenheit. Die Einarbeitung für Solo-Spieler (in Form des Herausforderungs-Modus) geriet jedoch zu trocken und gewisse Tastenkombinationen sind auf dem Steuerkreuz der Xbox 360 etwas fummelig auszuführen. Wer ernsthaft spielen möchte, kommt um die Anschaffung eines Arcade-Sticks oder einer Controller-Alternative nicht herum. Dennoch ist Street Fighter IV der neue Serienkönig und versprüht Charme und Witz wie kein anderes Prügelspiel.
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Epochale Rückkehr der Street-Fighter-Recken: Teil 4 begeistert Anfänger wie Profis gleichermaßen! |