Alone With You – im Test (PS4)

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Melancholie, Romantik, Einsamkeit, Endzeit, Abschied und Verzweiflung – könnt Ihr mit einem dieser Themen nichts anfangen, ist Alone With You nichts für Euch. Das schwermütige Pixel-Adventure versucht, Emotionen zu wecken und Euch zum Nachdenken und Mitfühlen anzuregen. Ob es ihm gelingt, hängt stark von Eurer Persönlichkeit ab. Ob Ihr es ausprobieren solltet, wisst Ihr vielleicht, nachdem wir Euch über die Grundpfeiler der traurigen Geschichte informiert haben.

Alone With You steckt Euch in die Rolle des letzten Überlebenden einer Raumfahrtmission, die eigentlich das Ziel hatte, einen neuen Planeten urbar zu machen. Doch irgendwas ging schief und Ihr müsst flüchten. Dummerweise ist eine alles überwachende KI Euer einziger Ansprechpartner und für die Reparatur des Raumschiffs braucht Ihr die Hilfe von Spezialisten. Die sind eigentlich alle tot, dennoch wirken vier von ihnen tatkräftig mit: Die KI erstellt virtuelle Versionen von ihnen, die tagsüber an der Reparatur Eures Fluchtfahrzeugs werkeln und nachts für Hologramm-Dialoge zur Verfügung stehen. Diese gestalten sich überraschend menschlich und persönlich, es geht um ihre und Eure Ängste, Ziele und Träume. Durch Antwortmöglichkeiten beeinflusst Ihr die Beziehung zu den einzelnen Personen, am Ende wählt Ihr zwischen zwei sehr unterschiedlichen Enden.

Zwischen den Dialogen klappert Ihr in loser Reihenfolge festgelegte Schauplätze ab, sucht in Old-School-Adventure-Manier nach Gegenständen und löst kleine Rätsel, für die Stift und Papier von Vorteil sind. Unverzichtbar sind gute Englischkenntnisse, denn die Dialoge laufen ausschließlich in Textform ab und wurden nicht ins Deutsche übersetzt.

Tobias Kujawa meint: Ich mag Adventures, ich mag tiefgründige Themen und gegen Pixel habe ich auch nichts. Trotzdem will mir Alone With You nicht gefallen. Das liegt zum Teil daran, dass sich der Ablauf des Spiels immer wieder wiederholt. Mir wird vorgegaukelt, dass ich selbst entscheiden kann, wohin es geht, letztendlich muss ich aber sowieso jeden angebotenen Ort bereisen. Leider wollte sich auch keine Bindung zu den Charakteren aufbauen – vielleicht, weil sie nur virtuelle Projektionen sind.

Melancholisches Weltraum-Adventure mit tiefgründigen Charakteren und repetitivem Spielablauf.

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