
Dieser Artikel stammt aus der M! 360 (September 2023).
MIAMI / NEW YORK • Grauhaarige Spieler erinnern sich an die 1980er und frühen 1990er als das Goldene Arcade-Zeitalter: Die mit Abstand beste Action bieten TV-Automaten mit Röhrenmonitor, Custom-Chips, Highend-Sticks und -Buttons. Deren Originalausgaben sind heute rar und teuer, PC-Emulation wiederum fühlt sich für viele Game-Gourmets zu wenig echt an. Um hohen Ansprüchen gerecht zu werden, entstauben immer mehr Arcade-Rechteinhaber alte Geräte und reproduzieren sie. So vermarket die auf Nachbau-Kleinauflagen spezialisierte US-Firma Arcade1Up den Capcom-Klassiker Street Fighter II: CE: Für 500 US-Dollar ist die ”HS-5 Deluxe”-Edition keine akkurate Hardware-Reproduktion, sondern ein 1,5 Meter hohes Gehäuse mit 17-Zoll-IPS-Monitor des chinesischen Anbieters BOE, Stereo-Boxen und 14 Arcade-Emulationen (neben Street Fighter II-Varianten unter anderem Final Fight, King of Dragons, Strider, Super Puzzle Fighter, Captain Commando).
Von Arcade1Up lässt auch Atari zwei neue ”Legacy”-Arcade-Gehäuse bauen (Centipede und Tempest mit je 14 beziehungsweise 12 installierten Klassikern) und beginnt mit der Fertigung und Vermarktung ”einer einzigartigen Sammlung von Replica PCB Boards”, sprich: nackten Automaten-Platinen! Lunar Lander, Gravitar, Major Havoc, Warlords, Black Widow: Jede der Atari-Leiterplatten ist auf der Rückseite mit dem bunten Original-Marquee-Motiv sowie einem Text zu Spiel und Machern bedruckt, kostet zwischen 200 und 250 US-Dollar und soll sich auch als Ersatzteil für eine defekte Originalplatine eignen. Einfach in ein Gehäuse einbauen und spielen lassen sich die Repro-Boards aber nicht, denn sie enthalten keine Chips – rund 30 mal 50 cm groß und ein halbes Kilo schwer, taugen die Schaltbilder primär als Wandschmuck.









Waren schöne Jahre zu Beginn der 80‘er bis Mitte/Ende der 90‘er die ich nicht missen möchte in den Spielhallen und Kinovorhallen/Kneipen mit den Automaten