Verho – Curse of Faces – im Test (PS5)

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Ob prominente Triple-A-Schmieden oder motivierte ­Nachwuchsstudios – in den letzten Jahren haben sich zahlreiche Entwickler an der Souls-Formel versucht. Auch Kasur Games zollt dem Schaffen von FromSoftware Respekt, blickt dabei jedoch auf die bescheidenen Anfänge der RPG-Experten zurück. Hier erwartet Euch ein ”düs­teres Rollenspiel in Tradition der King’s Field-Reihe”, wie das polnische Studio verkündet. Tatsächlich verbirgt sich hinter Verho kein müder Abklatsch, sondern ein atmosphärisch-nostalgisches Herzensprojekt.

Ob Ihr selbst Erfahrung mit King’s Field mitbringt oder nicht, spielt keine Rolle – die Grundelemente dürften Euch bestens vertraut sein. Zu Beginn entscheidet Ihr Euch für eine Maske und damit dafür, ob Ihr beispielsweise als robuster Ritter, magisch begabter Gelehrter oder als eher spärlich bekleideter Vergessener ins Abenteuer startet. Danach eröffnet sich Euch eine charmant präsentierte und visuell abwechslungsreiche Low-Poly-Welt, die Ihr ganz ohne Karte oder Questlog aus der Ego-Perspektive erkundet. An den Verzicht auf Komfortfunktionen muss man sich anfangs erst gewöhnen – Ihr werdet vermutlich das eine oder andere Mal ziellos umherirren. Könnt Ihr Euch jedoch auf die nostalgische Vision der Macher einlassen, belohnt Euch Verho mit einer fesselnden Reise, die den Geist von FromSoftwares RPGs aus den 1990ern vorbildlich einfängt. So lassen sich auch Makel wie die teils holprig-steifen Kämpfe und die durchwachsene Lokalisierung verzeihen.

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