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| Spiel: | Race Pro |
| Publisher: | Atari |
| Developer: | SimBin |
| Genre: | Rennspiel |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360 |
| USK: | |
| Erschienen in: | 3 / 2009 |
Schon der vollmundige Titel lässt keinen Zweifel: Arcade-Raser sind hier falsch, Race Pro ist eine knallharte Fahrsimulation. Und das kommt nicht von ungefähr: Entwickler SimBin glänzte in der PC-Welt bereits mit anspruchsvollen Titeln wie GTR, GT Legends oder Race 07. Nun widmen sich die Schweden erstmals der Xbox 360 und bauen dank hauseigener Engine ’Lizard’ auf eine bewährte Stärke: das ausgeklügelte Fahrverhalten.
Am Anfang Eurer Raserkarriere macht Ihr Euch mit einem gutmütigen Mini Cooper vertraut. Bereits hier solltet Ihr schnell ein Gefühl für den Wagen, sein Gewicht sowie das Einlenk- und Bremsverhalten entwickeln. Denn ungestümes Rasen endet garantiert im Kiesbett – gut, dass sich die Ideallinie jederzeit einblenden lässt. Doch für die Eigenheiten der Kurse braucht es mehr: Fiese Bodenwellen bringen Euren Boliden aus der Balance, Haarnadelkurven erfordern exakte Bremspunkte und sensibles Einlenken. Nur so nähert Ihr Euch Schritt für Schritt dem Grenzbereich und guten Rundenzeiten.
Ein Blick ins detailreiche Cockpit offenbart die wahre Spieltiefe: Eine in manchen Boliden vorhandene Digitalanzeige informiert nicht nur über Drehzahl und Geschwindigkeit, sondern zeigt auch die Temperatur der Bremsscheiben und Reifen. Der in den Spieloptionen zuschaltbare Verschleiß gehört da schon zum guten Ton des Titels.
Ergo müsst Ihr Euch um das Aufwärmen der Reifen für mehr Grip ebenso kümmern wie um das umsichtige Fahren auf nassen Pisten – Regenrennen sorgen so für die Extraportion Nervenkitzel. 13 Strecken fordern Euch heraus: darunter bekannte Lokalitäten wie Monza, Laguna Seca, Road America oder Oschersleben. Wirklich haarig wird es bei den engen Stadtkursen: Im portugiesischen Porto, dem französischen Pau und der chinesischen Metropole Macao schlängelt Ihr Euch durch vertrackte Straßenschluchten. Auslaufzonen gibt es hier nicht: Fahrfehler enden umgehend in der Bande, die schnell Eure Karosse in Mitleidenschaft zieht. Ebenso schnell verabschieden sich Spoilerteile. Bei heftigeren Crashs lädiert Ihr außerdem Motor und Lenkung. Dennoch müsst Ihr keine Totalschäden wie in Race Driver: GRID fürchten. Im Gegenteil: Beim Boxenstopp repariert eine unsichtbare Crew auf Wunsch Blessuren, zieht neue Schlappen auf oder füllt den Tank.










