Was sich eingeschworene Fans seit dem kleineren Mini-Modell gewünscht haben, wird doch noch war: Am 16. Juni 2026 erscheint mit The A1200 ein originagetreue Nachbildung des ruhmreichen Amiga-Heimcomputers von Retro Games und Plaion Replai zum Preis von 189,99 Euro.
Eine vollständige Liste aller enthaltenen Spiele wird zwar noch nicht rausgerückt, aber wenigestens ein paar Titel werden genannt, die allesamt auf dem “kleinen” A500 nicht dabei waren. Auch sonst ist die PRessemitteilung etwas karg gehalten:
das Warten hat ein Ende. Von den Machern des THEA500 Mini kommt nun der THE A1200, eine originalgetreue Nachbildung eines der kultigsten Heimcomputer der frühen 1990er Jahre. Entwickelt in Zusammenarbeit mit PLAION REPLAI, einem der weltweit führenden Hersteller von Retro-Hardware und -Software, verbindet der THE A1200 akribische Authentizität mit moderner Innovation und haucht einer wahren Legende der 90er Jahre neues Pixel-Leben ein. Der THE A1200, inklusive Maus und Gamepad, erscheint am 16. Juni 2026 zum Preis von 189,99 €.
Nach dem weltweiten Erfolg des THEA500 Mini, von dem weltweit über 100.000 Einheiten verkauft wurden, ist es Retro Games Ltd erneut gelungen, die Magie einer Generation einzufangen, die mit Disketten, Pixelkunst und nächtlichen Gaming-Marathons aufgewachsen ist. Der THE A1200, die Maschine, die ein Jahrzehnt mit Kreativität beflügelt hat und nun in neuem Glanz erstrahlt.
Zurück in die 90er und noch viel weiter
Anschließen, einschalten und in eine Zeit eintauchen, in der Spiele mutig, farbenfroh und voller Charakter waren. Der THE A1200 bietet 25 vorinstallierte Spiele, darunter legendäre Titel wie Beneath A Steel Sky, Lure of the Temptress, Ruff n Tumble, Defender of the Crown I & II, die Turrican-Trilogie sowie viele weitere. Jedes Spiel sieht aus und fühlt sich an, wie man es in Erinnerung hat, nur jetzt mit HDMI-Ausgabe, Speicherständen und USB-Sideloading für noch mehr Abenteuer.
Das ultimative 90er Jahre-Setup
Jeder THE A1200 enthält eine voll funktionale Tastatur, eine klassische Maus und ein Gamepad – also alles, was man braucht, um direkt in das goldene Zeitalter der 16-Bit-Spiele einzutauchen. „Dieses Gerät war es, das die 90er Jahre für eine ganze Generation von Spielern zum Leben erweckt hat“, sagt Paul Andrews, Geschäftsführer von Retro Games Ltd. „Mit dem THE A1200 feiern wir diesen unglaublichen Moment in der Geschichte – die Spiele, das Design und die Kreativität, die eine ganze Generation geprägt haben.“









THE A1200 hole ich mir. Beim Amiga ist die Tastatur bei vielen Spielen wichtig, deswegen schließe ich beim A500 mini meistens eine USB-Tastatur an. Aber das sieht zum einen doof aus (mit USB Hub) und zum anderen mag ich das Hantieren mit den vielen Kabeln nicht. Hoffentlich kommt der A1200 mit genügend USB-Anschlüssen.
Und es ist eine gute Idee, als Fullsize nicht den Amiga 500 zu bringen. Das Ding ist echt riesig. Der 1200 ist schön kompakt und bringt optisch dennoch das gewisse Extra an Retrofeeling. Hoffentlich bekomme ich auf dem auch Reshoot R zum Laufen. Auf dem A500 habe ich das nicht hinbekommen.
Heimcomputer Minis müssen halt einfach gut funzen und man muss Zeugs draufladen können und Floppy-Schacht hat keine Prio, ok einverstanden. Aber Mini-Konsolen müssen einfach so nah wie möglich ans Original kommen, ansonsten macht es auch null Sinn diese zu kaufen. Man stelle sich vor Nintendo hätte den Modul-Schacht bei den Minis gemacht, die Dinger würden jetzt neu 100% für 500€ weggehen. Es ist halt was anderes wenn der Original-Hersteller das macht. Bei “Atari” ist es auch top das sie die Schächte machen.
@8BitLegend
Wenn du das erste von meinen beiden weiter unten geposteten Videos anschaust, dann wirst du feststellen, dass der C64 Maxi beim Thema Input und Audiolag sogar besser darsteht als Emulation an einem leistungsstarken Laptop. Von daher hat man zumindest beim C64 Maxi alles richtig gemacht.
Es gibt Emulatoren, die genauso korrekt arbeiten wie FPGAs. Allerdings braucht das dann auch Leistung. Mit steigender Komplexität der Systeme kommt FPGA dann ohnehin schnell an die Grenze der Bezahlbarkeit. Da kann man sich schnell mit Vergleichen verrennen.
Gerade bei den Homecomputern sehe ich schlicht sehr viele Vorteile, angefangen bei Dingen wie Festplattenemulation auf einer SD Karte bis zu emulierten Turbokarten oder schnellem Wechsel zwischen verschiedenen Betriebs-ROMs. Das ist bei Emulation alles kein Problem. Der Kundenkreis für einen Fullsize Amiga dürfte auch nicht so riesig sein. Was hier auch direkten Einfluss auf den Preis hat.
Das Ding ist (wie auch FPGA Konsolen) die Nische in der Nische.
Btw, für den A500 Mini(!) bezahlt man mittlerweile 150€ aufwärts.
Mir war bis vor kurzem gar nicht bewusst, dass es so leidenschaftliche Diskussionen zwischen Emu- & FPGA-Nutzern gibt.
Ich gehöre ebenfalls zu den “technisch Ahnungslosen”, die in der Praxis aber festgestellt haben: FPGA flutscht, Emus machen Stress und haben Latenz.
Reicht mir ja schon, wenn das bei mir so ist, da brauch ich niemanden der mir mit Messwerten o.ä. anderes beweisen kann. Insofern hätte ich da schon gerne einen FPGA drinnen gehabt. Zumal der Preis wie gesagt den Rahmen sprengt, den ich für Emulation zu zahlen bereit wäre.
Also ich hatte nach dem 500‘er bis letztes Jahr den 2000‘er auf dem Tisch stehen. Da wird mir die Größe des 1200‘er sicher kein Kopfzerbrechen machen
Floppies machen mittlerweile nicht nur häufiger Probleme, die Ladezeiten will man heutzutage auch nicht mehr. FPGA ist zwar in einem gewissen Rahmen schön und gut, aber Emulation hat einen ganzen Haufen Vorteile, gerade bei Heimcomputern. Reichlich viel Zubehör wie Turbokarten etc. lässt sich auch emulieren. Muss dazu sagen, dass ich FPGAs von Teilen der Community auch überhypt finde. Das ist am Ende auch keine Originalhardware und hat klare Limitierungen, nicht nur Vorteile.
Komplett mit Tastatur bringt für manche Spiele und Software auch wirklich was. Zumal die Tastatur das richtige Layout hat, was bei normalen USB Tastaturen nicht der Fall ist. Wer das alles nicht braucht, der kann natürlich eine Mini Ausgabe kaufen.
Und ja, gut erhaltene Original-Amigas sind mittlerweile teuer. Gerade die selteneren Modelle. Da könnte es für ziemlich viele reizvoll sein, sich das Ding vergleichsweise günstig in Originalgröße hinstellen zu können.
Also der C64 Maxi mit funktionierender Tastatur etc. war doch echt top! Technisch war das mit der Emulation beim Thema Input und Audiolag tiptop gelöst! Den bekam man später im Angebot für ca 80-90€. Keiner brauchte dafür fast 200€ hinlegen. Werde mir den 1200er zum C64 auch dazu holen. Auch wenn ich damals einen 600er hatte. Aber der 1200 war natürlich überlegen.
Ist irgendwie ein ganz anderes Feeling auf einem Gerät in orginal Größe und mit richtiger Tastatur sowie Betriebssystem zu zocken. Kein Vergleich zum Mini…
https://www.youtube.com/watch?v=kxx2F4ffmeE
https://www.youtube.com/watch?v=Z8CsoUvd73Q
@Carot
So gesehen braucht es gar keine Original-Funktionen bei Minis und man kann einfach seelenlose Plastik-Hüllen mit Emu verkaufen. Trotzdem ist FPGA hoch angesehen bei ahnunglosen Retro-Heinis wie mich und Modulschächte (in diesem Falle Floppy) lassen des öfteren die Herzchen höher schlagen.
@”Warum man sich den jetzt in originaler Größe hinstellen will verstehe ich nicht wirklich.”
Weil es duzende grossartige Amiga-Spiele gibt, die auch mit oder nur mit Tastatur gezockt werden. Alleine Eye of the Beholder ohne Maus/Tastatur-Kombi zu zocken, artet doch in ne unstaendliche Klickerei aus. Oder Indy 3 braucht den Ziffernblock fuer die Boxkaempfe. Oder die Magnetic Scrolls Adventures sind ohne Tastatur gar nicht spielbar. Nur ein paar wenige Beispiele.
Ich besitze “The A500 Mini” und bin total begeistert. Zumal der auch den AGA des “Amiga 1200” emulieren kann. Es ist manchmal etwas fummelig bis man ein bestimmtes Spiel zum laufen bekommt, aber der Aufwand ist es mir Wert. Alle Spiele auf einen USB – Stick und los geht der Spaß.
Warum man sich den jetzt in originaler Größe hinstellen will verstehe ich nicht wirklich. Ich selber hatte auch einen “Amiga 500” und hatte wirklich viel Freude damit, aber der kleine reicht , zumindest mir, vollkommen aus.
Ich würde mich über eine PS2 Mini Konsole freuen, aber ich glaube Sony hat da wenig Interesse dran. Auch auf der Switch 2 wird es wahrscheinlich keine PS2-App geben für Abonnenten.
Was will man in Zeiten von Cardreadern für Originalhardware mit Floppies? Beim A500 Mini konnte man ziemlich einfach Spiele und Software drauf packen, dürfte hier also auch gehen.
Ich finde den Preis mehr als Ok. Du bekommst eine schöne Replika mit voll funktionsfähiger Tastatur. Die angekündigten Spiele (Siedler II soll auch dabei sein) haben auch ihren Wert.
Ferner kann man über USB via Sideload noch alle anderen Spiele laden.
Einen echten Amiga 1200 bekommst du im guten Zustand selten unter 700 und damit eine günstige Alternative für mich, der einfach ne smarte Möglichkeit sucht, seine Jugend wieder aufleben zu lassen.
Hätte lieber den originalen A500 in Lebensgröße… denke den hatten die .meisten. 25 Spiele sind auch wenig
Ja, zu dem Preis erwarte ich dann auch ALLE Original-Funktionen.
Reine Emulationskiste leider. Dafür geht der Preis gar nicht. Wenn ich mich recht entsinne hatten sie ursprünglich Hardware-Kompatiblität angepeilt und u.a. deshalb die Commodore Marke gekauft.
Feine Sache aber dementsprechend auch teurer. Sollte man da nicht noch Floppys reinhauen können?