
Seite 1
| Spiel: | Screamer |
| Publisher: | Milestone |
| Developer: | Milestone |
| Genre: | Rennspiel |
| Getestet für: | PS5 |
| Erhältlich für: | PS5, XSX |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 5 / 2026 |
Normalerweise werkelt Milestone jährlich an mehreren Motorrad-Simulationen, hin und wieder gönnen sich die Italiener aber einen Abstecher in die Vierrad-Sparte – der jüngste davon verzichtet dabei sogar auf Lizenzen oder Realismus. Dass Screamer auch eine Art Hommage an die ganz frühen Jahre des langlebigen Entwicklers ist, muss man als hiesiger Konsolenspieler nicht unbedingt wissen, denn das Original (und seine Nachfolger) wurden bei uns Mitte der 1990er auf den Namen Bleifuß umgetauft und waren nur für PC erhältlich.
Wirklich viel damit zu tun hat die Neuauflage ohnehin nicht mehr. War einst unverkennbar bei Look und Spieldesign Namcos Ridge Racer das Hauptvorbild, orientiert man sich nun in Sachen Inszenierung an Sci-Fi-Animes der damaligen Zeit (für die stilvollen Videosequenzen wurde sogar das renommierte japanische Studio Polygon Pictures eingespannt) und auf der Strecke wird es ungleich komplexer.
Was damit gemeint ist? Um Euer Fahrzeug richtig in den Griff zu kriegen, braucht Ihr gleichzeitig beide Analogsticks, viele Tasten und ein sattes Maß an Koordinationsvermögen. Gas und Bremse liegen noch ganz gewöhnlich auf den unteren Schultertasten, gelenkt wird durch eine Kombination aus linkem (für schwerfällige Richtungswechsel) und rechtem Knüppel (um Drifts auszulösen). Das ist am ehesten vergleichbar mit PQubes Inertial Drift, aber nicht so eingängig. Noch dazu werden eine Reihe anderer Mechaniken reingepackt: Eine Boostleiste füllt Ihr am effektivsten per semi-manuellem Schalten, zum Auslösen des wirkungsvollsten Schubs wird penibles Timing beim Tastendruck verlangt. Der wiederum lädt eine zweite Leiste für den Einsatz einer Rammattacke (die dann sekundenlang gezielt werden muss) oder eines Schutzschildes auf. Klingt kompliziert? Ist es auch und verlangt ein sattes Maß an Eingewöhnung, selbst wenn man außen vorlässt, dass ja nebenbei noch Gegner und Kurven beachtet werden sollten. Und dass die Boliden der 15 Fahrer, in deren Rolle man abwechselnd im zentralen Storymodus schlüpft, in der Regel spürbare Unterschiede in Fahrverhalten und Extrafähigkeiten aufweisen, sei ebenfalls erwähnt.
Wer sich damit arrangiert, hat in besagter Kampagne einiges zu tun. Ansonsten stehen auf Wunsch weitgehend frei konfigurierbare Einzelrennen und Online-Modi zur Wahl, bei denen man zum Glück nach und nach auch alle Vehikel, Kurse und mehr freischalten darf.








