Sudden Strike 5 – im Test (PS5)

1
22
Screenshot von Sudden Strike 5
Zurück
Nächste

Seite 1

Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:,
USK:
Erschienen in:

Gelungene Echtzeit-Taktik mit vielschichtiger Kampagne vor historischem Hintergrund – so lautete vor einigen Jahren unser Fazit zu ­Sudden Strike 4 (64% in M! 10/17). Mittlerweile steht der Nachfolger in den Startlöchern und versucht, in allen Punkten eins draufzulegen. Vor allem im Hinblick auf den Kampagnen-Modus klappt das sehr gut. Als einer von je drei unterschiedlichen befähigten Generälen von wahlweise Wehrmacht, Alliierten oder Sowjets werdet Ihr darin mit insgesamt 25 von wahren Begebenheiten inspirierten Missionen konfrontiert. Sei es nun die Schlacht von Rethymno auf der griechischen Insel Kreta, die Schlacht am italienischen Monte Cassino, die Schlacht um Ungarns Hauptstadt Budapest, die legendäre Ardennenoffensive oder der Kampf um die Eisenbahnbrücke von Remagen – für Szenario-Vielfalt ist gesorgt.

Im Vergleich zu Teil 4 haben die ungarischen Entwickler vor allem den Sandbox-Charakter der Missionen spürbar gesteigert. Mit anderen Worten: Wie und in welcher Reihenfolge Ihr die Missionsziele einer Karte erfüllt, ist ganz Euch überlassen. Gute Aufklärung und bedachtes Vorgehen sind in jedem Fall zu empfehlen, ebenso das Erfüllen von Nebenzielen. Eroberte Funktürme etwa sichern Euch Luftunterstützung durch Aufklärer, Kampfflugzeuge und taktische Bomber. Wer Offizierszelte infiltriert, erhält wichtige Zusatzinfos (etwa über feindliche Positionen), eingenommene Reparaturwerkstätten beheben kritische Fahrzeugschäden und auf einer Karte dürft Ihr sogar Weichen manipulieren, um einen gekaperten Panzerzug über bestimmte Routen des Schienen-Netzwerks zu leiten. Witzige Idee! Fahrzeuge und Geschütze geflüchteter Feinde könnt Ihr für Eure Zwecke nutzen und wenn mal eine Brücke im Eifer des Gefechts in die Luft fliegt, setzt Ihr in späteren Aufträgen einfach Pontonbrücken ein, um trotzdem zur anderen Uferseite zu gelangen.

Für glaubhafte Zweiter-Weltkrieg-Atmosphäre sorgt zudem die beeindruckende Einheitenvielfalt. Von britischen Matilda-Panzern über amerikanische Sherman Tanks bis hin zu Messerschmitt Bf 109 Jagdflugzeugen der deutschen Luftwaffe ist so ziemlich alles an Bord, was es irgendwie in die Geschichtsbücher geschafft hat – einigen historischen Symbolen hat hierzulande allerdings die USK einen Riegel vorgeschoben. Neben 190 Fahrzeugen offeriert Teil 5 außerdem 110 Infanterieeinheiten, allesamt charmant vertont mit regionsspezifischer Sprachausgabe. Während der Kreta-Mission etwa melden sich lokale Unterstützungseinheiten auf Griechisch usw. Weniger schön: Die Feind-KI in den Kampagnenmissionen wirkt oft sehr gescriptet und schickt Bodentruppen häufig ohne Rücksicht auf Verluste ins Verderben. Hat man dieses Verhalten einmal durchschaut, lässt es sich leicht auskontern. Deutlich cleverer agieren die Gegenspieler im Scharmützel-Modus, dem es dafür aber leider an Kartenvielfalt mangelt.

Zurück
Nächste
1 Kommentar
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Amigajoker
18. Juni 2026 17:54

Was mir vor Augen führt, dass ich endlich den Vorgänger mal richtig spielen sollte. Seinerzeit angespielt, reihenweise gemeuchelt worden und seit dem nix mehr.
Jetzt schon Teil 5😰