God of War: Ghost of Sparta – im Klassik-Test (PSP)

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Screenshot von God of War: Ghost of Sparta
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Das zweite PSP-exklusive Abenteuer von Sonys Vorzeige-Spartiat Kratos ist zwischen den beiden Episoden für PS2 angesiedelt. Nach der Vernichtung des Kriegsgottes Ares wird der Thronanwärter Kratos von Visionen seines verschollenen Bruders Deimos geplagt. Folglich macht sich der rot-weiße Hüne auf die Suche nach seinem jüngeren Familienmitglied.
In den folgenden sechs bis ­sieben Spielstunden stattet Ihr unter anderem der ­sagenumwobenen Stadt Atlantis ­einen Besuch ab, wo Kratos auf das Meeresungeheuer Skylla trifft, das Euch wie schon die Hydra (Teil 1), der Koloss von Rhodos (Teil 2) oder Poseidon (Teil 3) in mehreren Etappen begegnet. Anschließend landet Euer Held ausnahmsweise mal nicht im Hades, vielmehr bereist er die Insel Kreta, wo er auf König Minos und seine alles vergoldenden Hände trifft. Abstecher in Kratos’ Heimatstadt Sparta sowie in die finstersten Tiefen der Unterwelt des Todesgottes Thanatos und weitere Überraschungen warten auf Eurem Trip durch die Welt der griechischen Mythologie.

Auf spielerische Experimente verzichtet Ghost of Sparta und somit ist die Marschrichtung für Kenner bekannt: Auf strikt linearen Pfaden und in Arenen meuchelt Ihr serientypische Kreaturen wie Minotauren, Zyklopen oder Gorgonen mit zwei Kurzschwertern, die über Ketten mit Kratos’ Unterarmen verbunden sind. Getötete Widersacher hinterlassen ebenso Erfahrungspunkte wie rot leuchtende Truhen am Wegesrand. Diese roten Orbs investiert Ihr in Waffenupgrades, grüne Leuchtkugeln regenerieren Lebensenergie, blaue füllen den Magievorrat. Neben den Standardklingen erwerbt Ihr im Verlauf des Spiels drei magische ­Fähigkeiten (siehe Bilder rechts), die Ihr etwas unhandlich über das Steuer­kreuz aktiviert.

Als einziges Sekundärmordwerkzeug erhält Kratos die ’Waffen Spartas’ – eine Kombination aus Schild und Lanze, die sich spürbar anders spielt als noch die Klingen­varianten in God of War III.

Leider haben die Entwickler den Rätselanteil in Ghost of Sparta drastisch reduziert – ein genereller Trend der Serie, der zwar dem reibungslosen Flow der Action zugute kommt, das Spielerlebnis aber unnötig seicht macht. Die verbleibenden Aufgaben beschränken sich auf das Umlegen von Schaltern oder das kluge Platzieren beweglicher Objekte, um etwa höhergelegene Kanten zu erreichen. Im Kampf ragen lediglich Ungetüme mit Körperpanzerung aus dem Hack’n’Slay-Einheitsbrei heraus und erfordern komplexere Überlegungen hinsichtlich Eures Timings: Beachtet die Ausführungsdauer Eurer Moves und aktiviert per rechter Schultertaste ’Theras Fluch’, um Eure Klingen in Brand zu stecken und die schützenden Hüllen zu zerschlagen.

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