Beastro – im Test (Xbox Series X)

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Wer hätte gedacht, dass nicht nur die Liebe, sondern auch die Rettung der Welt durch den Magen geht? Mit Beastro hat Timberline Studio einen verrückten Genre-Eintopf angerührt, der überraschenderweise hervorragend schmeckt. Als Nachwuchskoch Panko schwingt Ihr gemeinsam mit dem Feuerwesen Flambe Kochlöffel und Pfanne und sorgt dafür, dass niemand in Palo Pori Hunger leiden muss – vor allem nicht die Besucher aus den umliegenden Regionen, die für Euch in den Kampf ziehen. Vollgefuttert mit magischen Leckereien kämpft es sich eben besser gegen die Monster vor den Toren.

Das klug verzahnte Spielprinzip wirkt anfangs kompliziert, aber wenn Ihr erst einmal den Dreh raushabt, macht es richtig ­Freude. Ihr erntet oder angelt Zutaten, die Ihr in Minispielen zubereitet, und baut anschließend Euer Deck für den Kampf zusammen. Dabei müsst Ihr sowohl auf den Geschmack Eurer Helden achten als auch darauf, mit welchen Gegner-Geschmacksrichtungen Ihr es bei Euren abendlichen ­Patrouillen zu tun bekommt. Scharf, süß, salzig und Co. interagieren im Kampf wie eine komplexe Variante von Schere, Stein, Papier – und die Betonung liegt hier auf komplex. Das Kampfsystem ist vom Kartenspiel ”Stich” inspiriert: Ihr müsst eigentlich nur einen höheren Wert als Euer Gegenüber spielen, doch dazu kommen besagte Geschmacksrichtungen, Karteneffekte und sogenannte ”Fight Bites” – Snacks, mit denen Ihr Eure Helden zusätzlich unterstützen könnt.

Ein gelungener Ausgleich zum intensiven Kampfgeschehen ist die wunderschöne Optik, in die viel Liebe geflossen ist. Spätes­tens wenn Ihr Euch am Strand mit einer Partie Muschelwerfen die Zeit vertreibt oder mit Farmtieren kuschelt, ist alles ­andere schnell vergessen – bis das Restaurant am nächsten Tag wieder öffnet.

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