Defender of the Crown: The Legend Returns – im Test (Xbox Series X)

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Als Commodore 1986 mit dem Amiga die nächste große Heimcomputer-Ära einläutete, verkörperte ein Titel den Quantensprung von den klobigen C64-Pixeln zu einer ­neuen Dimension der Grafikqualität wie kein anderer: Defender of the Crown beeindruckte mit einer zuvor ungesehenen, schicken Optik, die fast einen anderen Umstand überspielen konnte – Cinemawares Debütwerk und Risiko-Interpretation war schlicht kein gutes Spiel. Zwar wurde die rudimentäre Adaption des Brettspiel-Vorbilds neben der genannten Vorzeigegrafik unter anderem mit mehr oder weniger nervigen Minispielen angereichert, doch Spaß machte diese Urfassung nicht wirklich.

Davon könnt Ihr Euch auch in der Neuauflage überzeugen, denn sie enthält gleich drei Varianten des Oldies: Zum einen gibt es das fast unveränderte Amiga-Original, das lediglich notwendige Steueranpassungen erhielt, sowie eine mit Tutorial, Komfortfunktionen und Design- und Optikfeintuning dezent verbesserte Fassung, die es immerhin schafft, die größten Ärgernisse akzeptabel zu glätten. Zum anderen soll der komplett eigenständige ”Königreich”-Modus auch neue Zielgruppen ansprechen: Er lässt Euch die Regionen auf der britischen Insel durch Karten- und Würfelduelle erobern und ist als Roguelike konzipiert. Dieser spielt sich natürlich völlig anders, vermeidet zumindest kapitale Fehler, kommt aber gegen etablierte Genrerivalen mit abwechslungsarmen Runden, zähen Gefechten und viel Zufallseinfluss nicht an.

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