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| Spiel: | The Sinking City 2 |
| Publisher: | Frogwares |
| Developer: | Frogwares |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | PS5 |
| Erhältlich für: | PS5, XSX |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 10 / 2026 |
Im Vergleich zum sieben Jahre alten Vorgänger konzentriert sich Teil 2 auf Survival-Horror-Mechaniken. Dadurch entsteht eine Mischung aus Resident Evil und Silent Hill: Munitionsknappheit, Inventarmanagement, Crafting, Safe Rooms, Lagertruhen, eine heruntergekommene Umgebung, aggressive Zombie-Gegner und Bosskämpfe. Das Verbinden gefundener Beweise am Detektiv-Whiteboard ist hingegen nur noch optional.
Der neue Hauptcharakter Calvin Rafferty, eine Mischung aus Indiana Jones und einem verruchten Ermittler, ist mit okkulten Ritualen vertraut. Eines davon geht schief und seine Freundin Faye Bennett fällt in ein mystisches Koma. Ihr wollt das rückgängig machen, was über die gesamte Spieldauer für spannende Unterhaltung sorgt.
Da die fiktive Stadt Arkham jedoch durch dauerhaften Regen überflutet wird, steht im Jahr 1929 die letzte Evakuierung unmittelbar bevor. Ihr könnt Euch nur noch per Motorboot zwischen den abwechslungsreichen Schauplätzen wie der Bibliothek, der Druckerei und dem Friedhof bewegen.
Die meiste Zeit im Spiel verbringt Ihr mit dem Lösen von Rätseln. Ihr müsst verschlossene Türen öffnen, Safe-Codes entschlüsseln oder einen Wal mit einem Kran aus dem Weg räumen. In einigen Fällen sind die Knobelpassagen so vielschichtig, dass sie sich langatmig anfühlen. Zudem begegnet Euch häufig Backtracking, was phasenweise dafür sorgt, dass das ansonsten gemütliche Spieltempo zu langsam wird. Immerhin ergibt es jedes Mal Sinn, warum Ihr gerade jetzt an einen bekannten Ort zurückkehren müsst.
Intensiver gestalten sich die Kämpfe aus der Third-Person-Perspektive. Ihr führt sie mit Eurer Pistole oder gefundenen Waffen wie einer Schrotflinte oder einem Maschinengewehr. Bei den von Würmern befallenen Standardgegnern, den sogenannten ”Slithern”, helfen keine Kopfschüsse, sondern nur gezielte Treffer auf entzündete Stellen am Körper. Eine gute Idee, die jedoch durch das hakelige Gunplay und das nicht immer klare Trefferfeedback konterkariert wird, besonders wenn Ihr es mit mehreren Gegnern gleichzeitig zu tun habt. Auch die Nahkämpfe wirken je nach Gegnertyp zu schwach oder nicht gut kontrollierbar, was sie unbefriedigend macht.
Überzeugend sind dagegen die detailreiche Optik, die Soundkulisse und vor allem die Atmosphäre des Abenteuers: Ich nehme den Entwicklern durch die heruntergekommenen Gebäude, die Lautsprecherdurchsagen, die unheimlichen Gegner und die zahlreichen Schockmomente die erschaffene Welt voll und ganz ab. Diese basiert auf dem vom amerikanischen Schriftsteller H. P. Lovecraft geschaffenen Horror-Universum des Übernatürlichen. Gruselig, aber gelungen!








