Keep Driving – im Test (PS5)

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Die Macher von Keep Driving bezeichnen ihr Spiel als ”Management-RPG” und nennen unter anderem Oregon Trail sowie FTL als Inspirationsquellen – das passt sowohl zur gewählten Inszenierungsart mit bewusst grobschlächtiger Pixel-Optik als auch spielerisch wie die Faust aufs Auge.

In den frühen 2000ern hat Euer Westküsten-Alter-Ego gerade sein erstes Auto gekauft und von einem Festival am anderen Ende der USA gehört. Kurzentschlossen beschließt Ihr, Euch mit dem neuen Fahrzeug dorthin auf den Weg zu machen. Zuerst packt Ihr einige Utensilien und Essen ein, dann wählt Ihr auf einer prozedural generierten Karte den ­nächsten Stopp aus, und es geht los. Lenken müsst Ihr dabei nicht, das Auto fährt durch scrollende 2D-Landschaften, während immer wieder Ereignisse auftreten, bei denen Ihr eingreifen könnt. Meistens handelt es sich um Situationen wie Staus, Verkehrskontrollen oder trödelnde Traktoren, bei denen Ihr rundenbasiert Aktionen auswählt, um sie nach und nach zu überwinden. Das gestaltet sich etwas sperrig und zehrt nicht zuletzt an Euren Ressourcen wie Energie, Sprit und mehr. Dabei kann es helfen, Anhalter aufzugabeln, die ihrerseits Unterstützung leisten können. Macht Ihr eine Pause, solltet Ihr Euch unbedingt um etwaige Statusdämpfer wie Hunger und Müdigkeit kümmern. Klingt komplex? Das ist es durchaus, und ohne stete Aufmerksamkeit sowie den Willen zur Einarbeitung kommt Ihr wohl nicht so bald ans Reiseziel. Zum Glück motivieren die hübschen Umgebungen, der gelungene Indie-Soundtrack und die Aussicht auf mehrere Enden.

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