38 Studios: Die Situation verschärft sich

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Es ist schon länger bekannt, dass sich dunkle Wolken über den 38 Studios gebildet haben. Doch wie düster die Situation wirklich ist, lassen diverse Berichte erfahnen.

So berichtete Joystiq zunächst, dass Angestellte seit dem 1. Mai kein Gehalt mehr erhalten haben. Vorher sei ein zweiwöchiger Rhythmus praktiziert worden. Zudem sei Studiogründer Curt Schilling mittlerweile von mehreren Experten mitgeteilt worden, dass sich Kingdoms of Amalur: Reckoning zum kommerziellen Flop entwickelt habe. Aufgrund der undurchsichtigen Lage haben offenbar bereits mehrere ältere Mitglieder des Entwicklerteams die 38 Studios verlassen, wobei der frühere CEO, Jennifer MacLean, dies sogar schon offiziell bestätigt hat.

Gleichzeitig sagte der Gouverneur von Rhode Island, Lincoln Chafee, dass man aktuell alles dafür tue, um die 38 Studios zu retten. Das Providence Journal hat dies näher beleuchtet und meldet, dass die Entwickler mehrere Millionen Dollar benötigen und mit einem externen Investor noch zu keiner Einigung gekommen seien. Geld vom Staat Rhode Island sei ebenfalls noch nicht geflossen.

Trotz dieser schwierigen Situation wurde das künftige Projekt der 38 Studios mit dem Arbeitstitel MMO Copernicus kürzlich erst für Juni 2013 terminiert. Unter den gegebenen Umständen erscheint dies aber doch mehr als fraglich.

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zeitkind
26. Mai 2012 10:55

Studio geht Pleite; heisst aber nicht, dass alle plötzlich auf der Strasse stehen… Bestimmt haben die schon eine freie Stelle wo die an neuen Projekten arbeiten. Portofolio haben die Jungs ja vorzuweisen, oder?

Digger Boomshot
25. Mai 2012 0:56

Damn, das wars wohl :-/http://tdrunkengamer.wordpress.com/2012/05/24/38-studios-strikes-out/

Asaziel
24. Mai 2012 15:22

Also mir gefällt Kingdoms of Amalur. Schade, dass sowas den Bach runtergeht, während sowas wie Call of Duty sich weiter verkauft. Traurig.

Sauerland ist Schauerland
24. Mai 2012 16:17

Hieß es nicht erst noch, dass man gegen den eigenen Willen eine Demo Version raus gebracht hat und man im Nachhinein froh war, weil diese den Verkauf stark angekurbelt hätte?! Jetzt frage ich mich, ob es wirklich ein Flop war oder, was ich eher glaube, sich das Spiel wie erwartet (oder sogar besser) verkauft hat, man aber finanzielles Missmanagement betrieben hat. Es ist doch immer leichter die Schuld auf andere zu schieben (“”wir haben ein tolles Spiel gemacht, aber die Leute wollten es nicht””) als sich die eigenen Fehler einzugestehen (“”wir haben viel zu viel Geld verbraten als wir Amalur produzierten””).Die Veröffentlichung kurz nach Skyrim, welches eine Spielzeit von über 200 Stunden haben kann, war aber auch alles andere als günstig gewählt, schließlich waren potenzielle West-RPG-Fans zu dem Zeitpunkt noch in Himmelsrand unterwegs.

GaiusZero
24. Mai 2012 14:09

Ich finds immer wieder erschreckend, wie sich solche Fälle doch wiederholen. Damit meine ich nicht, dass Studios pleite machen, sondern dass es immer undurchsichtige Situationen sind und keiner weis was überhaupt los ist. Vorstand antreten! Bücher aufmachen, einsehen und Punkt.

Satus
24. Mai 2012 13:45

Schade aber so richtig begeistert hat mich das Spiel nun auch nicht.

Pariah
24. Mai 2012 13:07

Tut mir leid für Schilling und seine Leute. Hätte echt gern noch mehr von Amalur gesehen.