Ich gestehe: Just Cause 3 gehört gerade nicht zu den Spielen für 2015, auf die ich mit angehaltenem Atem warte – zu sehr hat sich bisher bei mir der Eindruck verfestigt, dass die Avalanche Studios einfach wieder nur das gleiche Konzept zum dann eben dritten Mal aufwärmen. Und auch nach einer halben Stunde in Gesellschaft vom frisch umgestylten Rico Rodriguez hat sich das leider nicht signifikant geändert. Denn klar wurde dabei, dass das größte Potenzial im Krawall-Faktor von Just Cause 3 steckt, das zweifelsohne nochmal kräftig aufgerüstet wurde mit Wingsuit-Flug und absurd mächtiger Greifhakenwumme: Wer eine ganze Südsee-Umgebung (Diesmal geht’s in eine mediterrane Republik inspiriert von Frankreich und Italien, aber dennoch wenig überraschend erstaulich ähnlich zu den Landschaften der Vorgänger) ins Chaos stürzen will, der wird das hier locker schaffen.
Doch ob wie versprochen auch für Fans einer etwas regulierteren Vorgehensweise tatsächlich eine halbwegs interessante Kampagne zu finden sein wird, lässt sich anhand der gezeigten Mini-Disziplinen natürlich nicht einschätzen. Und in Zeiten eines GTA Online & Co. ist es schon etwas enttäuschend, wenn der Openworld-Rabatz wieder nur für Offlisten-Solisten angeboten wird, Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen hin oder her. Da ist die Option, bei Nebenaufgaben gegen Ghosts aus den Rekordlisten anzutreten, kein angemessener Ersatz.








