Paul Reiche III., Mitgründer der Skylanders-Schöpfer Toys for Bob, versteht’s immer noch nicht:
“Wir haben keine Ahnung, warum. Sie besitzen mit Sicherheit Marken, die gut zu dieser Welt passen würden. Warum sie hier nicht eingestiegen sind, wird sie vermutlich den Rest ihrer Tage verfolgen.”
Die Rede ist von Nintendo – und ihrer Ablehnung einer exklusiven Partnerschaft mit Activision für Skylanders: Spyro’s Adventure.
Im Report von Polygon werden die Anfänge des erfolgreichen Mixes aus Videospiel und Sammelfiguren beleuchtet. (Weitere Infos zum Spiel gibt’s hier). So suchte Activision anfangs nach Partnern für das neuartige Spielkonzept. Auch bei Nintendo Amerika wurde man vorstellig und zeigte ihnen eine frühe Version, erinnert sich Reiche:
“[Nintendo] sah es sich lange Zeit immer wieder von Neuem an. Sie reagierten in der Art ‘So was haben wir nie zuvor gesehen’. Ich habe oft über die volle Bedeutung dieses Kommentars nachgedacht [lacht].”
Letzendlich lehnte Nintendo ab, was Reiche damals enttäuschte. Heute kann er drüber lachen: Die Skylanders-Reihe samt Figuren entwickelte sich zu einer der 20 umsatzstärksten Spiele-Marken überhaupt.
Nintendo griff die Idee mittlerweile für das eigene Pokémon Rumble U wieder auf, das spielerisch aber nicht an Skylanders heranreicht. Zudem sind die Figuren nur bei GameStop erhältlich. Dafür kopierte Disney das Konzept erfolgreich mit ihrer Infinity-Serie:
“Nintendo hätte Disney einen Arschtritt verpassen können”, glaubt Reiche – wenn die Japaner rechtzeitig auf den Skylanders-Zug aufgesprungen wären.








