
Seite 1
| Spiel: | Wolverine |
| Publisher: | Sony |
| Developer: | Insomniac Games |
| Genre: | Action-Adventure |
| Getestet für: | PS5 |
| Erhältlich für: | PS5 |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 10 / 2026 |
Nach drei Spider-Man-Abenteuern widmet sich das kalifornische Exklusivstudio Insomniac nun einem weiteren Marvel-Helden, der bereits auf der Kinoleinwand Erfolge feiern konnte. Statt Open-World-Wahnsinn erwartet Euch dabei geradlinige – und bisweilen monotone – Schnetzel-Action ganz im Stil von Ninja Gaiden 4.
Die Geschichte ist weitgehend von verschiedenen Comics und weiteren Adaptionen inspiriert, die Wolverine und das ”X-Men”-Universum in den letzten 50 Jahren geprägt haben. Eine Herkunftserzählung über Wolverine (Logan) sowie seine Unsterblichkeit oder die Adamantiumklingen in seinem Körper solltet Ihr nicht erwarten. Das Spiel beginnt mitten im Geschehen: Der Milliardär Bolivar Trask will alle Mutanten und Lebewesen mit X-Genen vernichten. Trask und seine Reaver-Supersoldaten halten den Gründer von Team X, Nathaniel Essex, gefangen, der wiederum eine sichere Welt für alle Mutanten schaffen möchte. Wolverine, Sabretooth und die Gestaltwandlerin Mystique machen sich auf, um ihn zu retten. Im Verlauf der Handlung treten weitere Mutanten auf, wobei Jean Grey die bedeutendste Rolle spielt.
Wie schon bei Spider-Man 2 sind die Zwischensequenzen hochwertig produziert und bieten hochgelobte Sprecher wie Troy Baker in der Rolle von Essex. Dennoch gibt es ein großes Problem: Die eigentliche Handlung ist für Comic-Kenner sehr vorhersehbar. Die Beziehung zwischen Jean Grey und Wolverine sowie Namen wie Nathaniel Essex verraten ”X-Men”-Fans frühzeitig, wohin die Geschichte führt. Und selbst wenn Ihr dies nicht wisst, deutet das Spiel durch zahlreiche wenig subtile Hinweise frühzeitig den weiteren Verlauf an (Foreshadowing). Natürlich gibt es auch bei anderen Marvel-Figuren viele bekannte Handlungsstränge, doch Spider-Man 2 gleicht dies durch zahlreiche ausgearbeitete Nebencharaktere aus. Zudem ist Peter Parker zugänglicher als der ruppige Logan, dessen Beziehungen zu verschiedenen Team-X-Mitgliedern wie Walter nur am Rande gezeigt werden.
Die knapp 14-stündige Geschichte lässt sich grob in drei Kapitel unterteilen. Das zweite wirkt dabei eher wie ein Einschub, der die eigentliche Handlung nur wenig voranbringt. Außerdem wird hier mit ”Die Hand” eine für Marvel-Fans bekannte Fraktion eingeführt, deren Beweggründe jedoch im Spiel kaum erklärt werden. Dass dieser Abschnitt sich so in die Länge zieht, ist besonders schade, denn mit dem Tokio-Stadtteil Shinjuku bietet er einen der schönsten Schauplätze des Spiels. Like a Dragon-Fans fühlen sich hier sofort zu Hause.









Ich hatte mich sehr gefreut auf Wolverine für die PS5, doch irgendwie hätte ich mehr erwartet. Kämpfe hat Spaß gemacht, aber in Häppchenweiße. Charaktere hätte mehr rausgeholt oder sich zutrauen.
Ich finde es bisher ziemlich unterhaltsam, aber man sollte es in kleinen Happen genießen. Wahrscheinlich hätte ein zweiter Hauptcharakter der Abwechslung gut getan.