Die Gerüchte der letzten Wochen haben sich bewahrheitet: Sony stellte heute nacht auf der GDC sein eigenes Virtual-Reality-Headset für die PS4 vor – Project Morpheus ist der gegenwärtige Codename für den Prototypen (siehe oben).
Morpheus wird wie ein Visor getragen und auf den Kopf geschnallt, zur Unterstützung der VR-Erfahrung wird offenbar die PlayStation Camera mit eingebunden, damit Bewegungssensoren in Morpheus und Kamera gemeinsam die Ausrichtung und Bewegung des Kopfes erkennen. Gesteuert wird u.a. mit PlayStation Move, was da eigentlich ganz gut dazu passt, wenn man z.B. ein Schwert in der virtuellen Welt führt. Auch der Ton soll dreidimensional daher kommen: Man von links, rechts, oben und unten beschallt, “stereoskopische Sounds” kommen zudem von oben und unten.
Das sind die aktuellen technischen Daten, die sich laut Sony aber natürlich noch ändern können:
- Bestandteile: Prozessoreinheit, am Kopf befestigtes Gerät
- Display-Typ: LCD
- Bildgröße: 5 Zoll (ca. 12,7 cm)
- Bildauflösung: 1920×1080 (960×1080 pro Auge)
- Sichtfeld: 90 Grad
- Sensoren: Accelerometer, Gyroskop
- Anschlüsse: HDMI, USB
- sonstiges: 3D-Audio, Social Screen
Auf der GDC führt Sony den Prototypen mit einigen Demos vor, darunter ein Weltraum-Kampfspiel namens Eve Valkyrie von CCP (das auch für Oculus Rift in Entwicklung ist), Thief und extra dafür gemachten Technikdemos, bei denen man u.a. ein Schwert schwingt oder unter Wasser taucht.
Für einen Termin oder gar eine Preiseinschätzung ist es noch deutlich zu früh, aber eins kann man wohl sagen: Wenn Morpheus vernünftig funktioniert, lässt es sich deutlich leichter verschmerzen, dass Oculus Rift nicht für Konsolen kommen wird. Sony selbst ist jedenfalls überzeugt davon, wie man auch in blumigen Worten in der offiziellen Pressemeldung nachlesen kann.