Der Zähler läuft: Um 18:00 Uhr will Ubisoft offiziell auf der eigens hierfür gelaunchten Website den 3. Teil ihrer Assassinen-Saga vorstellen. Doch bereits in der letzten Woche wurde bekannt, dass Assassins Creed III in der Zeit der Amerikanischen Revolution von 1753 bis 1783 angesiedelt ist.
Dabei hat sich Ubisoft offenbar einiges vorgenommen, damit der 3. Teil auch als “echte” Fortführung der Serie gelten darf, im Gegensatz zu “Brotherhood” und “Revelations“, die als Ableger des 2. Teils die Geschichte von Ezio weitererzählten. In die Herstellung von Assassin’s Creed III steckte Ubisoft Montreal laut der amerikanischen GameInformer doppelt so viel Arbeit und Budget wie in Revelations. Allein das Umland soll größer sein als das komplette Gebiet aus Brotherhood.
Der Protagonist
Wie Ubisoft betonte, will man im Spiel auf Schwarz-Weiß-Malerei verzichten – dass fängt schon beim “Helden” an: Desmonds Vorfahre im 18.Jahrhundert heißt Connor bzw. Ratohnhaketon und ist ein Halbblut. Als Sohn einer Indianerinin und eines Briten musste er mit ansehen, wie die Mohikaner, bei denen er aufwuchs, von Kolonisten abgeschlachtet wurden – was aber nicht bedeutet, dass alle Kolonisten schlecht sind.
Die Handlung
Auch beim Setting will Ubisoft zeigen, dass sich Assassinen und Templer in ihrem Kampf gegeneinander in einer Art moralischen Grauzone bewegen – die Templer sind also nicht einfach die “Bösen”: Sie sind wirklich davon überzeugt, dass sie die Welt retten können. Das Team um Jade Raymond achtete auch bei Assassins Creed III wieder auf historische Genauigkeit, wofür man diverse Berater konsultierte. In den Wirren der amerikanischen Revolution verschlägt es Connor in Städte wie Boston und New York (wo er z.B. Zeuge des großen Brandes von 1783 wird) und trifft auf historische Persönlichkeiten wie George Washington und Benjamin Franklin.
Das Spiel
Die Spielwelt verändert sich im Laufe der Zeit, um das Spielerlebnis glaubhafter zu machen: Auf einem Schlachtfeld stehen nach ein paar Monaten nur noch leere Feldlager herum. Es gibt Jahreszeitenwechsel, so dass Städte und Wildnis mal im Sommer, mal im Winter zu sehen sind. Im Winter bewegen sich die Soldaten langsamer durch den Schnee, Seen und Flüsse sind gefroren. Zudem kommt ein komplett überarbeitetes technisches Grundgerüst der Anvil Engine zum Einsatz, die tausende verschiedene Soldaten in einer Schlacht darstellen kann. Auch Steuerung, Kameraansicht und das “Free Running System wurden komplett erneuert. Das Kampfsystem soll verbessert worden sein und es gibt jetzt noch mehr Möglichkeiten, abseits der Haupthandlung seine Zeit zu verbringen, wie dem Jagen von Tieren für Ressourcen. Auch in Assassin’s Creed III gibt es wieder ein Wirtschaftssystem, wie in Brotherhoood lassen sich Assassinen rekrutieren. “Tower-Defense”-ähnliche Spielereien wird es nicht mehr geben, dafür mehr Jump’n’Run -Einlagen sowie eine Art Tetris aus der Ego-Perspektive.
Alles in allem klingt das nach einem spannendem Gesamtpaket, dass Ubisoft da geschnürt hat – und das wir Ende des Jahres für PC, Xbox 360 und PS3 erwarten dürfen.