
Der ultimativ zurücksetzende Wochenrückblick der Redaktion – mit diesen Themen:
Doom-DLC • Fatekeeper • Palworld • Xbox • Sony • Assassin’s Creed Black Flag Resynced • Lieblingsmenschen • Blood Message • Trash Games • Resident Evil Village • Life is Strange: Reunion • SAROS • Immaculate
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Steffen hat Gedanken zu Microsoft und mehr
Steffens Top 1 – Doom-DLC
In dieser Woche erschien mit Revelations der große Story-DLC zu The Dark Ages. Beim Schreiben dieser Zeilen habe ich zwar noch keinen eigenen Blick riskiert, aber in einer einstündigen Präsentation mit den Entwicklern konnte ich bereits viele positive Eindrücke mitnehmen. Ich bin gespannt, ob der neue Speer, der Soundtrack und das angekündigte Endgame überzeugen können.
Steffens Top 2 – Fatekeeper
Der Liebesbrief an Arkanes Dark Messiah of Might & Magic befindet sich aktuell noch im Early-Access und bietet wenig Content. Aber eines muss man dem Spiel jetzt schon lassen: Es sieht verdammt gut aus und die Kernideen zeigen viel Potential. Mein einziges Problem: Fatekeeper erinnert mich daran, warum ich im Herzen immer ein Konsolero bin, denn die Tastatur-Steuerung ist mir viel zu fummelig, um all die coolen, kreativen Physik- und Elementarfähigkeiten einsetzen zu können. Was mir aber besonders gut gefält: Mit 10 Euro ist Fatekeeper mit seinem Early-Access-Preis zum Start sehr fair.
Steffens Flop 1 – Demo-Zeit
Diese Woche habe ich mir neben dem für mich eher öden Black Flag Remake endlich mal zwei Demos angeschaut, die schon länger auf meiner Platte liegen. Enttäuscht hat mich hier ein wenig Onimusha: Way of the Sword. Der normale Schwierigkeitsgrad ist wenig fordernd und die altbekannte Seelensammel-Mechanik wirkt trotz einiger Neuerungen irgendwie veraltet. Auch das Tempo der Kämpfe ist mir etwas zu träge. Immerhin gab es ein paar gute Momente in der Inszenierung. Ich hoffe sehr, dass der Titel im Verlauf an Tempo und Spannung zulegen kann.
Ebenso angesehen hab ich mir den wunderschönen Metroidvania-Hüpfer The Eternal Life of Goldman. Die Präsentation ist abgesehen von den Gesprächen mit NPCs super und auch die Mechaniken sowie der steigende Schwierigkeitsgrad machen in den ersten 90 Minuten der Spielzeit einen guten Eindruck. Da der Titel zudem Fehler leicht verzeiht, dürfte sich der Frust in Grenzen halten, falls doch mal eine Passage zu hart für Euch ist. Wird gut.
Steffens Flop 2 – Palworld
Heute erscheint die fertige Version zum abgedrehten Pokémon-Verschnitt, der zu seinem Release für mächtig Wirbel gesorgt hat. Ich bin gespannt, wie das fertige Spiel nun aussieht. Glücklicherweise soll der alte Spielstand wohl zum Start erhalten bleiben. Ich muss aber auch zugeben: Da ich bereits zum Start zahlreiche Stunden in das Spiel investiert habe, hält sich meine Lust in Grenzen.
Steffens Flop 3 – Xbox Reset
Ob Microsofts neue Strategie aus wirtschaftlicher Sicht irgendwie Sinn ergibt, will ich an dieser Stelle gar nicht bewerten. Abgesehen von den massiven Personalstreichungen kann man aktuell wohl als Spieler froh sein, dass Studios nicht vollständig geschlossen werden und Ninja Theory sowie Undead Labs ihre Projekte wohl zumindest beenden können. Mit dem Abstoßen von Studios wird Microsoft aber eines sicher nicht schaffen: das Erschaffen neuer, starker Marken, die in Zukunft bei Xbox eine Strahlkraft erwirken können und mir die nächste Konsole schmackhaft machen. Ob sich die Konzentration auf wenige bereits vorhandene, aber sich abnutzende Kernmarken für den Konzern lohnen wird, das wird uns die Zukunft zeigen.

Thomas ist diesmal besonders schlecht gelaunt aus Gründen.

Thomas’ Flop 1 – Sony
Letzte Woche hatte ich meine Top/Flops schon abgeschickt bevor Sony seine Bombe hat platzen lassen – daher hole ich meine wenig überraschende Meinung jetzt nach. Mit der Ankündigung, die Datenträger abzuschaffen verspielt sich Sony sämtliche Sympathien. Ich war seit Tag 1 der ersten PlayStation mit an Bord und habe hunderte von physikalischen spielen auf CD, DVD, BluRay, UMD und diesen Vita-Karten. Wenn Sony ein eine rein digitale Zukunft geht, dann bin ich privat raus.

Thomas’ Flop 2 – Nur Vorteile für Sony, nur Nachteile für die Kunden
Klar, für Sony ist das toll. Kein Herstellungskosten, kein Handel der was vom Kuchen abhaben will, keine Gebrauchtspiele und dazu noch komplette Marktkontrolle. Nichts hindert Sony daran, Spiele einfach zu entfernen, die bereits verkauft wurden. Siehe die mehr als 500 Filme, die gerade verschwunden sind. Der Kunde hat nur Nachteile. Hohe Preise selbst für ältere Spiele, keine Wahlmöglichkeit, kein Verleihen, kein Wiederverkauf. Aber zahlen darf man natürlich trotzdem artig.

Thomas’ Top 3 – Monopol
Ja, auch der PC ist heute rein digital – aber auch wenn Steam da führend ist, ist es doch kein Monopol. Ich kann Spiele bei Epic kaufen, bei GOG, bei itch.io oder sogar direkt beim Entwickler. Auf der PlayStation hab ich nur den Sony-Shop und die Preise, die sich Sony da ausdenkt. 70 Euro für ein altes, gurkiges Call of Duty? Aber sicher doch!

Thomas’ Flop 4 – Microsoft
Ach ja, euch habe ich natürlich auch nicht vergessen. 3200 Leute fliegen raus, hm? Die Hälfte direkt, die andere Hälfte darf noch ein Jahr lang zittern, während sie Spiele macht, an denen Leute Spaß haben sollen. Ooooh, und Double Fine und Co. werden nicht sofort geschlossen sondern “frei gelassen”, hm? Man merkt schon, dass Microsoft sein bestes tut, um sein großes Juli-Massaker so human wie möglich aussehen zu lassen. Ekelhaft und abstoßend ist es trotzdem. Das Managment versagt seit mehr als zehn Jahren auf ganzer Linie, trifft eine hirnrissige Entscheidung nach der anderen und ausbaden müssen es die, die tatsächlich die Spiele machen. Ach ja, das beste: Sie machen tatsächlich einfach die Tech-Abteilung von Id-Software zu. Welcher Manager hat das für eine gute Idee gehalten?

Thomas’ Flop 5 – Die Branche
Das was gerade passiert ist keine Krise und kein temporäres Problem, das ist ein Flächenbrand. Durch Dummheit, Dreistigkeit und Gier schafft sich gerade die Amerikanische Spielebranche selbst ab – und wir können nur kopfschüttelnd am Rand sitzen und das ganze Elend betrachten.

Fabiola geht unter die Piraten.
Fabiolas Top 1 – Assassin’s Creed Black Flag Resynced
Jetzt darf ich es ja sagen: “Assassin’s Creed Black Flag Resynced” ist richtig gut geworden und Edward Kenway noch immer einer der besten Videospiel-Charaktere.
Fabiolas Top 2 – Lieblingsmenschen
Ohje, ich befürchte zwar, dass “Lieblingsmenschem” mit ganz viel Tränen am Ende verbunden sein wird, aber ich muss diesen Film einfach sehen!
Fabiolas Top 3 – Blood Message
“Blood Message” sieht richtig gut aus und landet dementsprechend auf meiner Wishlist.
Fabiolas Top 4 – Trash Games
Was passiert, wenn man(n) für 100 Euro auf Firmenkosten Trash-Spiele im Nintendo eShop kauft, seht ihr in den knapp 32 Minuten von GameTwo.
Fabiolas Flop – Ungewisse Zukunft
Nach den vielen Meldungen zu Studioschließungen und Entlassungen bange ich jetzt um “State of Decay 3”. Ich wünsche mir sehr, dass das Spiel tatsächlich nicht eingestampft wird – der letzte Meldungs-Buschfunk klang zumindest so. Auf einen Release im Game Pass kann ich persönlich verzichten, Hauptsache, es erscheint überhaupt. Ein wenig Klarheit wäre schön.

Sebastian hat weitergemacht.
Sebastians Top 1 – Resident Evil Village
Damit habe ich jetzt endlich mal weitergemacht (war ja einiges los in den letzten Wochen). Das Setting gefällt mir immer noch, aber ich finde auch, dass man bisher zu wenig daraus macht.
Sebastians Top 2 – Life is Strange: Reunion
Mit dem (vermutlich) finalen Abenteuer von Max und Chloe werde ich hoffentlich schon sehr bald loslegen. Ich bin echt gespannt, wie die Story der beiden Mädels abgeschlossen wird.
Sebastians Top 3 – SAROS
Davon wurde jetzt eine Schnupperversion im PlayStation Store veröffentlicht. Das ist höchst praktisch für mich, denn ich wollte mir das aktuelle Projekt von Housemarque schon länger mal genauer ansehen.
Sebastians Top 4 – Immaculate
Es gibt sicherlich gruseligeren Nonnen-Horror, aber hier wird die Story wenigstens einigermaßen logisch und nachvollziehbar aufgelöst. Audiovisuell hat mir der Streifen außerdem ebenfalls gefallen.
Sebastians Top 5 – Paranormal Activity: Next of Kin
Nachdem ich ihn vor Jahren schonmal bei Paramount+ ansah, hab ich mir den bislang finalen Teil der Found-Footage-Reihe jetzt nochmal auf Blu-ray zugelegt. Ist bei Bildqualität sicher kein revolutionärer Zugewinn, aber die Investition hat sich insgesamt gelohnt.

Wir investieren jetzt in ein sich hoffentlich lohnendes Wochenende! Bis nächsten Freitag!









Vielen Dank! Es ist Sonntag Vormittag und ich fühle mich alt!😜
aaa spiel sind für mich schon lange kaum ein thema mehr. ich spiele weniger als eins pro jahr schätzungsweise. zu kompliziert, zu aufgeblasen, zu cinematisch, zu teuer. da sind mir kleine spielspaßperlen 1000 mal lieber. kurz und knackig – so wie ich videospiele als kind kennengelernt habe.
grade vor kurzem erst “Morbid” gespielt. kleines 2D pixelart soft-soulslike. schätzungsweise 8 stunden spielzeit. Von anfang bis ende purer, motivierender spielspaß für unter 3 euro.
https://www.maniac.de/tests/morbid-the-seven-acolytes-im-test-ps4/
mein umstieg von der xbone zur xsx war nur damit ich aktuelle spiele spielen kann. von der hardware power hätte ich sie nicht gebraucht. stärkere hardware wird ja haute nicht mehr primär für bessere grafik genutzt, sondern für einfacheres programmieren.
@Zweiblooo-om
Ha! Ha! Ha! , war mir nicht aufgefallen! 😛
Kleine Anmerkung: Silkworm ist ja auch bald 40 Jahre alt^^
DLc hängt für mich immer davon ab, was er im Spielkontext bietet und wie er sich einbindet. Was unterm Strich für mich aber auch heißt dass seit Expansion Pack Zeiten nur wenige für mich ihr Geld wert sind. Aber wenn dann umso mehr.
Mein Spielverhalten ist aber auch anders. Ich hab auch einige große Titel, die ich mehr als einmal gespielt hab.
“Wir hätten glaube ich insgesamt wesentlich mehr davon, wenn man den technischen Stand weitgehend einfriert und daran arbeitet, die großen Titel wieder günstiger zu entwickeln als wenn das Wettrüsten bei Hardware und Software weiter läuft wie bisher.”
Sehe ich genau so wobei das irrsinnige daran ist, dass die Meldungen über Nachfolge-Hardware egal ob Ps6 oder von wem auch immer, bisher null in die Richtung einschlagen.
Weiter Content zu liefern, anstatt ein Projekt als beendet zu sehen und sich anderen zu widmen, das ist nichts für mich und die Ausnahmen halt solche.
Tatsächlich bin ich nach so einem Mammut-Spiel komplett satt und wenn es mehr Content sein soll, dann lieber eine Fortsetzung, die relativ sinnvolleres anstellt mit der Thematik, als ein Game ins unendliche zu strecken.
Das sagt jemand, der 750 Stunden bei Elden Ring versemmelt hat, bei dem das Dlc als eigenständiges Spiel durchgegangen wäre und bei der Größe, die Serie bereits eine 3 im Namen haben könnte, oder eine 4. 😉
Cyberpunk war bei CDPR tatsächlich die Ausnahme. Und eigentlich ist das Spiel seit Phantom Liberty ‚fertig‘ wenn man so will. Trotzdem gab es seitdem einerseits Softwarepflege, andererseits hat man tatsächlich Inhalte nachgeliefert.
Macht es das jetzt per se besser als kleinere Spiele? Nicht wirklich. Aber in vielen Punkten leistet der Titel halt schon großes abseits der reinen Technik.
Ich bin auch nicht gegen Mammutprojekte, wenn sie gut sind. Wobei ich wirklich glaube, dass wir spätestens mit GTA VI Auswüchse erreicht haben die völlig ungesund sind.
Ich sehe das aber auch nicht als Einbahnstraße, der man unbedingt für alles folgen muss. In der aktuellen Breite sehe ich es auf jeden Fall als Irrweg. Die Spiellänge ist dabei auch erstmal nicht entscheidend.
Gibt ja aktuell Gerüchte, nach denen das aktuelle Gears ein Budget von bis zu 400 Millionen $ haben soll. Was das Budget von Marathon wäre. Beides in Regionen von Cyberpunk samt Marketing, Erweiterung und Produktpflege. Gears 3 hat mal ein Siebtel davon gekostet. Inflationsbereinigt immer noch deutlich weniger als ein Viertel. Bei Cyberpunk hatten wir die Woche erst die Meldung, dass es sich 40 Millionen mal verkauft hat. Und auch Phantom Liberty war für einen DLC extrem erfolgreich. Aber das sind die großen Ausnahmeerfolge.
Das kann tatsächlich nicht mehr lange in der Form gutgehen.
Wir hätten glaube ich insgesamt wesentlich mehr davon, wenn man den technischen Stand weitgehend einfriert und daran arbeitet, die großen Titel wieder günstiger zu entwickeln als wenn das Wettrüsten bei Hardware und Software weiter läuft wie bisher.
Btw., technisch anspruchslos sind Hades 2 und Silkworm bei der Hardware die sie benötigen. Beides sehr saubere Titel. Das soll tatsächlich überhaupt nicht abwertend sein.
Du sprichst eine Reihe valide Punkte an, die nicht dem Widersprechen, was mir vorschwebt.
Das Problem sind für mich Standards, die viele meinen, im Tech Bereicht erfüllt sehen zu wollen, obwohl bei Gameplay und “Spielereien” mehrere Titel aus der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass A, mit weniger oft mehr geht, als man glaubt und B selbst vermeintlich leistungsärmeren Konsolen bei guter Handhabung durchaus Sensationelles schaffen.
Ohne größeren Produktionen ihre Qualitäten absprechen zu wollen, sage ich dennoch, dass ein groß der 100 Stunden-plus Spiele, in ihrem Kern wesentlich straffer hätten ausfallen können und von Multiplayer Gedöns abgesehen, ihre Qualitäten beim Gameplay so schwankend sind, dass sie für mich nicht die Lebenszeit rechtfertigen, die man davor verbringt.
Und genau jene “anspruchsloseren” deiner Argumentation sind für mich die entscheidende Spiele, die mit ihrem Focus auf wesentlich wichtigere Aspekte den Unterschied ausmachen, ohne bei ihrem Anspruch wegen der Technik dahinter Kompromisse eingehen müssen. Wenn das Design stimmt und das Gameplay ausgeklügelt genug ist, um einige spannende Stunden davor zu verbringen, ist für mich alles erreicht, was ein Spiel für mich leisten soll und statt 100 Stunden mit einem, verbringe ich die selbe Zeit dann lieber gerne mit 4 verschiedenen.
Die “Über-ambitionierten” wiederum, sind in der Evolution zwar ganz gut gewesen, um Grenzen zu testen, aber wenn viele Produktionen “grenzwertig” ausfallen, gehen dadurch Ressourcen verloren für mehrere kleinere Games, die erschaffen werden könnten.
Ich jedenfalls, nehme immer lieber ein kleineres Stück Software, das “Rund” ist/läuft, anstatt mich mit all den Auswüchsen herum zu plagen, die diese triple-Dinger mit sich bringen, auch wenn ich Project-Red für ihre Akribie bewundere.
Nur: Wie lange hat es gedauert, bis sie dem Ideal näher kamen, bis die ersten Fassungen ihrer epischen Werke die jetzige Qualität erreicht haben?
6 Jahre sind in der Regel eine ganze Gen.
Viel hat für mich mit einer Art Mentalität zu tun, bei der, aufgrund der Erziehung der letzten Jahre ein wenig schwierig werden könnte, Leute umzustimmen und ihnen ihre geliebten Magnus-Epen zu verkleinern, aber der Wille müsste es richten.
Und auch wenn meine Ansichten für manche Spieler-innen “antiquiert” erscheinen mögen, nun, ich zocke seit 1981 und der Zustand der Industrie erlebe ich gerade desolater, als der Crash von annodazumal.
Sie ist damals wieder auferstanden und viele Jahrzehnte war sie kerngesund, bis sie zu dem mutiert ist, was sie heute ist. Wird Zeit, dass sich das ändert.
Der Witz ist, erstens ist die Leistung def Steam Machine objektiv betrachtet nicht so schlecht wie sie im Enthusiastenbereich gerne geredet wird und zweitens muss man sich auch langsam mal fragen, was Triple A Gaming eigentlich ausmachen soll. Innovatives Gameplay oder Optik? Bei der Optik kommt noch dazu, dass manches irgendwie mittlerweile sehr viel Aufwand und Leistung für ziemlich wenig Mehrwert kostet. Und damit meine ich jetzt tatsächlich nicht Raytracing. Dazu später noch was.
Welche Titel der letzten Jahre nutzen zum Beispiel Physik innovativ? Neben ein paar Indies fällt da tatsächlich vor allem Tears of the Kingdom ein. Das läuft auf der Switch. Auf Switch 2 mit 60fps. Auf PC nutzt BeamNG Softbody Physics und läuft auf Toastbrot Hardware.
Gute Gegner-KI? Da fühlt es sich manchmal so an als ob sich seit Titeln wie FESR vor 21 Jahren nix getan hätte. Lebenssimulation in Open World Titeln ist bis heute kaum besser als bei Skyrim.
Das klingt vielleicht etwas überspitzt, aber ich hab bei vielen Spielen nicht gerade das Gefühl, dass bessere Technik sich an Gameplay und Spielmechaniken festmachen lässt.
Grafik: ist für mich auch zu einem Großteil Artdesign und Animationen. Ich finde die Animationen, die man bei Wolverine sehen konnte zum Beispiel erschreckend holprig. Während ein Grund, warum ich Uncharted 4 optisch ansprechender finde als viele aktuelle Hochglanzprodukte die durch die Bank sehr guten Animationen sind.
Zwei der Toptitel vom letzten Jahr, Silksong und Hades 2, sind technisch sogar komplett anspruchslos.
Ein Beispiel in völlig anderer Richtung (muss leider sein) ist dann schon wieder Cyberpunk. Sobald die CPU schnell genug ist ist das Spiel extrem skalierbar. Und es ist überhaupt nicht schwer, das in schick zum Beispiel auf der Steam Machine mit 60fps zu spielen.
Sind die ultrafeinen Details zum Beispiel bei Hellblade 2 cool? Ja, schon. Aber die machen das Spiel nicht wirklich besser. Und da jetzt noch mal gewaltig einen draufzusetzen wird langsam ohnehin schwer.
Raytracing auf breiter Ebene, vor allem RTGI, ist eines der wenigen Festures, bei denen ich mich auf größere Verbreitung freue. Ein Grund ist, dass Prebaked Lighting heutzutage schlicht enormen Aufwand verursacht. Viel wichtiger ist, dass es aus meiner Sicht in vielen Bereichen das Gameplay zurück hält. Nur als Beispiel, komplett zerstörbare Gebäude oder veränderliche Landschaften passen nicht wirklich dazu.
Steam Machine: vom Preis dank Speicherkrise bin ich natürlich enttäuscht gewesen. Die Hardware Leistung war absehbar und anders als viele halte ich das für ein ganz hervorragendes Leistungstarget. Das ist im Prinzip Hardware für die Mitte der Gamergesellschaft. Und für Entwickler eigentlich auf Jahre hinaus ein gutes Entwicklungsziel, damit Spiele auf den meisten PCs gut laufen und auch auf den noch aktuellen Konsolen.
Ich würde es als riesigen Vorteil ansehen, wenn Hardware sich länger am Markt hält. Und man sich wieder mehr auf spielerisch wirklich relevante Entwicklungen konzentriert.
Danke Thomas, du schreibst genau meine Gedanken zu SONY/MS hier nieder 👍👌💪.
Wenn etwas größeres weg brechen sollte, wären andere Geräte keine Nische mehr, sondern die dann eventuell einzige Alternative, wenn viele Pech haben sollten, dass im worst Case Szenario, die stärkste Konsolen-Technik, die noch am Markt existiert von Nintendo kommt und dann eine riesige Preis-Kluft zum Pc nach wie vor da wäre.
Die “Lücke”, die sich abzeichnet hatte, hat zum Teil Valve ein wenig für sich in Anspruch genommen und man weißt ja bereits, was die Dampfmaschine leistet…
Davon ab, dass die Gigantomanie knallhart gezeigt hat, wo hinein die Industrie geraten ist, da würde ich unter den jetzigen Umständen keine Spiele erwarten, die von den aktuell großen Publisher für diese technisch schwächeren Alternativen produziert werden, es sei denn, die Technik gäbe dann ein mindestmaß her, das dies ermöglicht.
Aber davon gehe ich nicht aus und wäre in meinem Empfinden nicht der Sinn der neuartigen Geräte.
Auch wenn es mir leid täte, für all die guten IPs, die dann zurück stecken müssten oder eine Zeit lang, bis es klar ist, wie es weiter geht, Pc-only werden müssten:
Persönlich hätte ich mit einem, nennen wir ihn mangels Begriffe “Indie-only” Markt, keinerlei Probleme und die “Großen” müssten sich relativ/komplett neu aufstellen.
Nur an ihren “Bedingungen” würde ich fest machen, ob ich je wieder etwas von ihnen kaufen würde und vielleicht einige Zeit in Kauf nehmen, dass “Konsolen” erst mal “out” sind.
Hmm, reden wir hier von Hardware, die in der Nische leben kann? Dann ja. Ein günstiger ARM-basierter SoC, Games auf Flash-Speicher (das ist mittlerweile einfach die günstigste Variante für Kleinauflagen) und gut ist.
Die Frage ist halt, was man von solchen Plattformen erwartet. Mir würden ausschließlich Indietitel nicht reichen. Da hab ich zwar die letzten Jahre viel gekauft und gespielt, aber ich freue mich auch auf Titel wie Witcher 4 oder Cyberpunk 2.
Trotzdem ist für mich das ewige höher, schneller, weiter der Branche schon länger ein wunder Punkt.
Da ist ganz klar die Technikseite. Besser heißt da mittlerweile auch teurer. Und trifft auf eine Spielerschaft, die das als ganzes immer weniger zu interessieren scheint. Klar gibt es noch die Tech Enthusiadten. Die sich im Konsolenlager zum Beispiel die PS5 Pro kaufen.
Auf der anderen Seite ist die zweiterfolgreichste Konsole ever. Die Switch. PS5 und Xbox Series werden die Verkaufszahlen selbst kombiniert nie erreichen. Oder auch Xbox Series. Die Series X ist objektiv betrachtet selbst jetzt noch der bessere Deal. Offensichtlich war es das voelen Spielern aber nie wert. Die Series S hat sich deutlich besser verkauft. Für viele ist das einfach die ‚gut genug‘ Technik.
PC? Ist sowieso ein frakturierter Markt. Aber guckt man zum Beispiel wirklich mal auf Steam Statistiken, dann läuft High End nicht nur unter ‚ferner liefen‘, gerade bei neuerer Hardware ist eigentlich immer weniger High End dabei als vor zehn Jahren und immer mehr ‚Brot und Butter‘ Hardware.
Game Development: es gab tatsächlich mal eine Zeit, da wirkten die Japaner ziemlich abgeschlagen. Und so manches große Franchise schien am Ende zu sein. Davon sind wir mittlerweile ganz weit weg. Und da wird glaube ich immer noch viel zu wenig geguckt, wie sich die Unternehmen wieder nach vorne gearbeitet haben. Sowohl was die Produkte angeht als auch die Arbeitsweise.
Europa und speziell Osteuropa: wir haben hier sicherlich unsere Problemfälle. Embracer war ein Paradebeispiel für viel zu schnelles Wachstum und anschließende Schrumpfkur. Ubisoft steckt seit einigen Jahren in der Dauerkrise. Dabei geht aber gerne mal unter, dass so mancher europäische Titel sehr erfolgreich ist. Teilweise in seiner Nische, teilweise auch im Großen.
Das CRPG Revival der letzten Jahre ist zum Beispiel extrem stark europäisch geprägt. Larian, Owlcat, Tactical Adventures und andere können hier punkten.
First Person RPG, da ist Kingdom Come natürlich ganz vorne mit dabei und ja, Cyberpunk natürlich auch.
Ein Punkt da ist vielleicht, neben schlichten Dingen wie Personalkosten, vielleicht auch einfach, dass viele von den Titeln nicht möglichst glatt gebügelt sind. Manche Titel sogar ganz bewusst in ihrer Nische platziert werden und dort dann sehr erfolgreich sind.
Ich bin trotz allem kein ‚Doom & Gloom‘ Typ. Eher das Gegenteil. Selbst wenn Konsolen in ihrer aktuellen Form den Bach runtergehen, es wird andere Plattformen geben und vielleicht sind die dann kundenorientierter
“Und ja vielleicht wird der PC Markt durch seine „Offenheit“ da interessanter als die in sich geschlossen Systeme der Konsolenhersteller. Mal schauen wie sich unser Hobby entwickelt.”
Sehe ich genau so und füge hinzu, dass es auch Türen für einen Markt eröffnen wird, der jetzt an sich überschwemmt ist mit eher auf Retro/Portable getrimmten Devices ist, aber, wer weiß ob so was wie die Evercade, mit der ich zufrieden bin, die einzige ihrer Art bleiben wird, wenn ich mir die Nachfrage dafür anschaue.
Module für das Gerät sind schnell vergriffen, der Preis für die Spiele genau in meinem Sinne ( auch wenn sie den Preis für das Gerät demnächst erhöhen wollen…) und wer mit weniger/kaum AAA leben kann, wird glücklicher.
Theoretisch müsste es möglich sein, eine Indie only Plattform auf Cartridge Basis zu etablieren, für Käufer wie ich, ich fürchte aber, dass einige Big Players zu erst verschwinden müssten, um Platz zu machen für alternativen Vertriebswegen.
Genau so, wie Sony behaupten, sie könnten fortan nur mit ihrer Digital-affinen Klientel leben, könnte eine andere Plattform wiederum davon leben, dass sie genau das Gegenteil bestrebt und Erfolg damit haben, weil es ne Menge Käufer gibt, die auf so was warten.
Werde erstmal sehen, was die Zukunft zeigt, statt den Kopf in den Sand stecken.
Ich sehe das ähnlich wie Ghostdog und finde die Aussage von Carmack ziemlich reflektiert. Vermutlich erleben wir tatsächlich aktuell eine große Veränderung der Branche, die nicht nur temporär ist. Insgesamt scheint die Branche überhitzt und merkt jetzt, dass es eben so nicht funktioniert wie geplant. Letztlich platzt da ein Stückweit die Videospiel Bubble und ja da bleiben halt leider viele, vor allem kleinere Unternehmen auf der Strecke. Sony und MS wollen somit die Bedingungen durch ihren Store und digital only in Zukunft bestimmen und verschlanken sich für mehr Gewinn. Für mich wirkt es wie eine Wette auf die Videospielbranche die halt so nicht funktioniert hat.
ich sehe auch bei mir wie viele Spiele ich auf Switch, XBox und Steam insgesamt habe…ich müsste mein Leben lang keine Spiele mehr kaufen. Man hat halt auch nur bedingt Zeit und gerade bei der Jugend konkurriert man zudem sicher mit TikTok und Co.
So gesehen ist es für mich leide nachvollziehbar was gerade passiert und dass sich der Videospielmarkt stark verändern wird. Dennoch meine Hoffnung: Wo Türen zu gehen, gehen auch Türen auf, siehe Indie-Markt. Und ja vielleicht wird der PC Markt durch seine „Offenheit“ da interessanter als die in sich geschlossen Systeme der Konsolenhersteller. Mal schauen wie sich unser Hobby entwickelt.
Das wäre vielleicht tatsächlich nicht passiert wenn man ansatzweise seine Wachstumsziele erreicht hätte. Hat man aber nie. Stattdessen ist man mittlerweile ganz weit weg davon.
In der Praxis hat sich aber anderswo eh gezeigt, dass Abomodelle tendenziell weniger Einnahmen an anderen Stellen bedeuten. Paradebeispiel ist der Musiksektor, wo sehr viele Künstler am Streaming nix verdienen und sehr wenige wirklich Geld machen.
Darauf bezog sich der letzte Absatz (“der eingeschlagene Weg sich als falsch erweist”).
Phil Spencer meinte vor Jahren noch, eine Kannibalisierung würde mit dem Game Pass nicht Einzug halten. Wie sehr er sich (selbst?) getäuscht hat.
Der Game Pass schadet allerdings selbst nach MS‘ eigenen Berechnungen wiederum Verkäufen und lässt Titel mit viel Spielzeit bei den Ausgleichsrechnungen überproportional gut aussehen.
John Carmack, Mitgründer von id, hat sich mittlerweile zu dem Kahlschlag geäußert:
https://www.ign.com/articles/to-continue-being-produced-long-term-games-need-to-succeed-not-just-be-beloved-john-carmack-responds-to-id-software-layoffs
“Spiele konkurrieren mit jeder anderen Möglichkeit, seine Freizeit und sein Geld zu verbringen, und der Wettbewerb ist brutal.”
Das sehe ich an mir. Mein Backlog ist mittlerweile stetig gewachsen, trotz Zurückhaltung in letzter Zeit, dass die Hersteller an mir nur noch sehr wenig verdienen, weil ich nicht mehr hinterherkomme, all die Titel zu spielen, die in meiner Bibliothek schlummern – am Geld scheitert es nicht.
Ähnlich dürfte es auch anderen ergehen. Das Angebot ist immens, die zur Verfügung stehende Zeit nicht (außer man verbringt seine ganze Freizeit mit nichts anderem als Zocken).
In einer solchen Umgebung teurere, langwierige Spiele zu entwickeln, dürfte immer schwieriger werden.
Hinzukommt, dass Forever-Games wie Fortnite, GTA Online, Roblox oder Minecraft die Ökonomie der Branche beeinflussen. Neuerscheinungen können dadurch stärker unter Druck geraten, ein Publikum zu finden, was nicht von diesen Schwämmen aufgesogen wird.
Wenn dann die Führung versagt bzw. der eingeschlagene Weg sich als falsch erweist, tja, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn Zustände in der Größenordnung eintreten, wie wir sie gerade erleben.
Bei id sind wahrscheinlich sogar 74% des gar nicht so großen Teams weg vom Fenster. Bei Bethesda durften Schlüsselnitarbeiter gehen, die teilweise seit den Neunzigern da arbeiten. Arkane dürfte vorläufig gerettet haben dass sie in Frankreich sitzen und ein Konzern mit Rekordgewinnen da nicht einfach so Leute entlassen kann.
Und so ganz nebenbei darf jetzt von den anderen Studios jeder Mitarbeiter ein Jahr lang um seinen Job bangen. Sicher toll für die Arbeitsmoral.
Digital Only: ja gut, dann halt PC Only. Das kann mittlerweile nicht nur sehr konsolenmäßig sein, es gibt bei GOG DRM-freie Software, für den Rest gibt es Mittel und Wege, sollte das mal möglich sein und dank legalen Keysellern gibt es selbst für Steam Spiele günstigere Preise als im Store.
Konsolen komplett ohne Laufwerk sind reine DRM-Verwaltungsmaschinen. Das wäre mir persönlich keinen Cent mehr wert.
Wenn ich an Thomas Nickel vor gut 11 1/2 drei großen japanischen Konzern (damals) im Zwickmühle geraten, während westlichen Studio die Geschmack des Kunden gefunden, ist wohl einmal der Wind wieder zurück gesegelt. Hab zwar keine Ahnung über Wirtschaft, aber ich kann es mir vorstellen.
Wünsche für Ninja Theory weiterhin alles guten.
@sascha Dark Messiah of Might and Magic für PC war ich schon neidisch. Daher hoffe ich, wenn Fatekeeper für Konsolen kommt. Die 360 Fassung von Arkane´s Ego Action – Rollenspiel war leider von komplex wie Beispiel Charakter Aufbau entschlackt und die Technik Federn lassen. Na gut, die Portierung wurde bei Ubisoft entwickelt.
Tatsächlich hab ich mir den Doom dlc day1 gekauft, quasi id softwares letztes spiel. Ich hoffe es nicht aber ich befürchte es.
Find den dlc mega, den speer muss man erstmal lernen, 4 verschiedene angrifssarten und dazu noch den dash ist für ein Doom shooter fast schon komplex.
Der Schwierigkeitsgrad ist auch ziemlich deftig, auf dem dritten von fünf graden war der normale story endboss sehr heftig. Die Idee mit dem endgame find ich auch cool mit der 93er schrotflinte und dem wahren endboss.
Für 20€ aufjedenfall richtig top.
Und zu Sony tja da hab ich meinen Senf ausführlich zu abgesondert. Aufhören mit Videospielen kann ich nicht, dafür daddel ich zu gerne.
Zuletzt Starfield und aktuell der Doom Revelations dlc sind gute gründe.
Wenn Videospielen auf streaming only hinausläuft dann werd aber definitiv aufhören, vielleicht werde ich dann Angeln oder Golfen gehen🤨.