Tops & Flops – Trio!

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  Screenshot Switch-Spiel Quartet

Der ultimative Wochenrückblick des Redakteurstrios – heute nur zu dritt, aber mit Quartet… hier die Themen:

Quartet • Grand Theft Auto V • Saros • Forza Horizon 6 • Bis zum Ende • Nur noch ein einziges Mal • Steam Deck • From Pixels to Prose • PlayStation • Train to Busan • Behemoth! • Mayday • Der Kinderflüsterer • Welcome to Kowloon

Wischen – oder auf den “Nächste”-Button klicken, bitte!

Warp Zone:
SebastianThomasFabiola

Bildquelle: Nintendo

 

Bild Sebastian

Sebastian kann nicht meckern.

 


Sebastians Top 1 – Grand Theft Auto V
Bevor der sechste Teil im November erscheint, will ich nochmal den aktuellen Ableger würdigen. Dabei sind mir tatsächlich zum ersten Mal die schicken Ray-Tracing-Effekte auf der PlayStation 5 Pro aufgefallen – Schande über mich, ich weiß…

 


Sebastians Top 2 – Saros
Man merkt schon nach fünf Minuten, dass hier der Quasi-Nachfolger von „Returnal“ vorliegt, aber ich persönlich fand diesmal das Setting stimmiger. Allerdings hat mir die Testversion absolut gereicht und ich werde die Vollversion wohl eher nicht kaufen.

 


Sebastians Top 3 – Forza Horizon 6
Zur abendlichen Entspannung habe ich mich immer mal gerne in das Open-World-Rennspiel gestürzt. Manchmal reichte es mir auch, einfach nur dem Soundtrack zuzuhören.

 


Sebastians Top 4 – Bis zum Ende
Auch wenn die Beantwortung zentraler Fragen am Ende dem Zuschauer überlassen wird, kann ich hier absolut nicht meckern. Der Netflix-Streifen war nämlich durchgehend spannend und der Gerechtigkeitsfanatiker in mir wurde auch zufriedengestellt.

 


Sebastians Top 5 – Nur noch ein einziges Mal
Den Film fand ich bekanntlich schon im vergangenen November richtig klasse und jetzt habe ich ihn mir nochmal auf Blu-ray zugelegt. Das ändert inhaltlich natürlich nichts, aber audiovisuell ist es durchaus ein Gewinn.

 

Bild Thomas

Thomas geht fremd!

 

  ein Steam Deck

Thomas’ Top 1 – Steam Deck
So, sich über Sony beschweren ist eine Sache – das Ganze durchziehen nochmal eine andere. In meinem Falle heißt das: Ich hab mir ein Steam Deck gekauft. Gut, ich bin überzeugter Konsolenspieler seit Jahrzehnten, aber wenn man mich nicht mehr möchte, dann will ich mich auch nicht aufdringen. Tja, mal schauen wie es im Steam-Ökosystem so ist. Die Hardware gefällt auf jeden Fall. Und ja – auch das Steam Deck ist natürlich rein digital. Aber im Gegensatz zur PlayStation ist es ein offenes System und ich bin nicht auf den Steam-Store festgelegt.

 

 Screenshot vom Switch-Spiel Quartet

Thomas’ Top 2 – Quartet
Ich muss es nochmal betonen – Quartet ist eines der besten Rollenspiele der letzten Jahre. Tolle Figuren, ein angenehmer Umfang, knifflige Kämpfe und eine Story mit ein paar echten Überraschung.

 

  Cover vom Buch From Pixels to Prose

Thomas’ Top 3 – Lektüre
Frisch bekommen: Das neue Buch von Nadia Oxford. Wer Nadia kennt der weiß, wie a) clever und b) witzig sie ist. Mal schauen, wie sie sich so in gedruckter Form macht.

 


Thomas’ Top 4 – Podcast
Mal wieder ein kleiner Podcast-Hinweis: Die neue Episode ist online. Auf Spotify, Apple Podcasts und natürlich YouTube.

 

 PlayStation-Logo

Thomas’ Flop – Sony
Tja, Sony. Zwei Wochen sind seit der Disc-Apokalypse vergangen, man schweigt sich weiter aus, viele (ehemalige) Fans haben die Schnauze voll. Wie auch ich. Wie gesagt – Steam Deck angeschafft, PS5 seit zwei Wochen nicht mehr benutzt. Aber man glaubt ja, die Marke PlayStation sei “too big to fail”. Ich glaub ganz ähnlich haben Don Mattrick und Microsofts Xbox-Sparte 2013 auch gedacht…

 

Bild Fabiola

Filme vs Spiele? Bei Fabiola steht es 4:1.

 


Fabiolas Top 1 – Happy Birthday
“Train to Busan” ist einer meiner liebsten Filme und feiert nun seinen zehnten Geburtstag. Happy Birthday!

 


Fabiolas Top 2 – Behemoth!
Pedro Pascal darf in “Behemoth!” mal wieder seine schauspielerischen Talente beweisen und ich bin sehr gespannt, was uns da erwartet.

 


Fabiolas Top 3 – Mayday
Und auch Ryan Reynolds legt wieder nach. Ich freue mich schon auf “Mayday”!

 


Fabiolas Top 4 – Der Kinderflüsterer
Stark besetzt mit Robert DeNiro, Michelle Monaghan und Adam Scott ist “Der Kinderflüsterer”, der Ende August auf Netflix startet.

 


Fabiolas Top 5 – Welcome to Kowloon
Hinsichtlich Spiele freue ich mich auf “Welcome to Kowloon”, das ordentlich Grusel liefern dürfte.

 

Game Over Schriftzug

WM-Finale, F1 in Spa… das Wochenende wird hoffentlich ungruselig-sportlich! Bis nächsten Freitag!

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RYU
RYU
22. Juli 2026 2:37

Da sagste was. Wollte mir ‘nen (sehr erfolgreichen) Anime bestehend aus 3 Staffeln auf Blu Ray holn. Die erste gibts noch, die andern beiden werden wohl nie mehr kommen. Und wer steht hinter all den Schwesterfirmen? Sony. War klar. Die streamen das lieber durchgehend auf Crunch Roll, bis sie es halt irgendwann nich mehr streamen.

captain carot
22. Juli 2026 0:59

Nintendo hat auch nicht ausschließlich Download Dongles. Die ich selbst auch nicht kaufen würde, bei denen ich (Lizenzwelt sei Dank) aber auch nicht nur Nachteile sehe.

Digitale Lizenzwelt: ich gucke gerade hin und wieder ein paar ältere Anime. Man versuche mal die bei den üblichen Streaminganbietern zu finden. Manche Sachen gibt es zumindest bei fragwürdigen YouTube Kanälen, anderes höchstens im Internet Archive.

Manche Sachen sind auf Disc, falls man denn noch was findet, ein ziemlich teurer Spaß.

Bei Spielen gibt es aus X Gründen Sachen, die mittlerweile mehr oder weniger Unter Abandonware fallen. Wegen Lizenzen, weil Publisher und/oder Entwickler pleite sind und so weiter. Mit Datenträgern war das nie ein Problem. Von Thalion Games bis Project Gotham Racing bleibt alles spielbar. Im Zweifelsfall halt per Emulator. Für die Zukunft muss man vielleicht schon hoffen, dass möglichst wenig exklusiv auf einer einzigen Plattform bleibt. Weil sonst früher oder später einiges verloren gehen dürfte.

RYU
RYU
21. Juli 2026 23:05

1_Ich nehm hier ma deine aufgezählten Millionenseller mit rein, von denen ich keine Zahlen allein von Nordamerika finde, worauf sich der Analyst ja stützt. Analysten können auch nur mit Zahlen jonglieren, und versuchen sie hoch- und runter zu rechnen, die sie haben, wie der Wetterdienst. Der im Grunde genauso zuverlässig ist. Allein was digitale Absätze anbelangt, gerade von Nintendo und Sony, da kommen die garnich erst dran etwas zu erfahren, wenn die Hersteller es nich von sich aus preisgeben. Die hoffen alle auf etwas offizielles, Verkündungen der Hersteller, hier und da von den großen Stores wie Wall Mart welche sie dann einfach hochrechnen, Quartalsberichte, die eh ..alle frisiert werden.
Und was generell bei Verkäufen, etc schon geschummelt wurde. Wie gar Hersteller vom eigenen Publisher über den Tisch gezogen wurden, die meinten das (eigentlich erfolgreiche) Game hat sich einfach nich oft genug verkauft, deshalb bekommt ihr keine Tantiemen. Ich mein, selbst beim Herr der Ringe Film wurde das betrieben.^^ Und mit dem Scheiß soll man sich jetzt selber auseinandersetzen und.. was glauben?^^ Was allein Piscatella schon für Schund raushaute, ey…

2&3_Deswegen sprach ich bei ihnen ja auch von vertreiben. Es ist schon schlimm genug worüber Konsoleros diskutieren (müssen) heute.^^ Allein diese “Freiheit” sich zwischen hochgerechnetem 4K und 60fps “entscheiden zu dürfen”. Wenn die Cloud nich direkt was wird kommen als nächstes voll-modulare Konsolen, dann sind wir bereits beim Pc.
Sobald also alle Hersteller bald das aus der Disk verkünden, wissen wir ja bescheid. Dann wird es darauf aber auch keine Filme, Musik, Programme, oder Rohlinge mehr geben. Wenn das alle so wollen, wird es wohl kommen.

Ma ehrlich, vieles, bei allem, is nur Auslegungssache. Man kann für alles Pro und Contras finden. Irgendwo is auch die Wahrheit, vielleicht die Vernunft, neben einem kleinen Gebet. Ja, alles richtig. Aber mir geht es wie gesagt auch nich einfach um “Ich will aber”, sondern wenn etwas in eine gloreiche Zukunft gehen soll, diese auch verbessert wird. Eine Disk is ein altes Medium, aber das einzige derzeit brauchbare, um nich von heute auf morgen mit leeren Händen da zu stehen. Auch SD Cards, etc. wären noch mehr als sinnvoll, nur leider teuer. Aber sie wären gar besser. Nur nich so wie Nintendo das macht mit dem Dongles.^^ Und dir Carot mache ich ja nie wirklich ‘nen Strick aus etwas, denn du gibst ja noch vernünftige Sachen von dir, völlig egal ob für die Disk oder nich. ber es gibt eben genügend Leute die nich einmal dafür sind das das digitale Medium, das bald flächendeckend für alle gilt, zumindest dann verbessert wird. Nö, da gibts Leute die direkt sagen “Ne, alles soll so bleiben, ich will Vollpreis für keinen Besitz”. Und das sollte langsam einigen stutzig machen.

captain carot
21. Juli 2026 21:50

1. natürlich dienen Analysen wie von Circana oder Alinea Analytics nur Anlegern. Auch Statista ist nicht für die dummen Bauern gedacht.

2. Asus und Co. produzieren nicht wirklich die Laufwerke. Die kaufen die tatsächlich nur ein. Panasonic hat die Produktion eingestellt. Und die ganze Home Entertainment Sparte übrigens in ein Joint Venture mit Chinesen ausgegliedert (hab den Namen vergessen). Hier greifen halt auch verschiedene Punkte. Wenn ich Stückzahlen ohne Ende raushaue, dann relativieren sich zum Beispiel die Betriebskosten der Fabrik, Personalkosten usw., so dass man ein Laufwerk nah an den Materialkosten verkauft. Bei sinkenden Stückzahlen machen sich dann viele Faktoren pro Laufwerk immer mehr bemerkbar. Ganz abgesehen von steigenden Rohstoffpreisen usw.

Natürlich könnte Sony Laufwerke weiterhin ziemlich günstig produzieren.

3. sowohl bei gepressten Discs wie auch bei gebrannten (also dein Copyshop oder Kleinauflagen) kommt ähnliches zum Tragen. Das Teure ist hier nicht unbedingt die Kosten pro Disc (viel Polycarbonat und ein Hauch Metalldampf) sondern die Fertigungsanlagen. Aktuell bekommt man BD-R zum Beispiel noch relativ günstig. 10er Pack 25GB Discs sollte eigentlich noch für 10€ zu haben sein. CD-R gibt es auch noch. Wobei die Preise da, teilweise für Lagerware mit unbekanntem Alter, aber das ist ein anderes Thema, mittlerweile weit über früheren Zeiten liegen. Bei DVD-R ist die Sache. It alter Lagerware btw. noch ausgeprägter. Das letzte Mal, als ich geguckt habe gab es Rohlinge von Firmen, die schon seit Jahren keine mehr vertreiben.

Again, Sonys Auflagen sind wahrscheinlich noch längerfristig groß genug, um PS5 Discs zu produzieren, wenn man wollte.

Millionenseller dieses Jahr aus dem Stand raus, Crimson Desert, Pragmata, Resi Requiem, 007? Es gab jedenfalls ein paar.

Noch mal, ich bin absolut nicht für die Nummer, die Sony da abzieht. Gerade Sony wäre aktuell noch in der Marktposition da anders zu agieren

RYU
RYU
21. Juli 2026 17:23

So viele Themen angeschnitten, die man so halt nich ganz stehen lassen kann, aber im Grunde könnte das heute jeder für sich beantworten.

Also die reinen Kosten einer CD, Blu Ray, UHD, kann sich eigentlich jeder der sich etwas darauf in ‘nem (Kopier-)Laden speichern lässt, selbst ausrechnen, steht auf’m Bon. Generell bei Games, je nach Auflage, rechnet man bei ‘ner Blu Ray derzeit 2026, industriell hergestellt, bei ca. 1€ bis 2,50. Wenn man sie sich selbst anfertigen würde, also nur wenige Stück, eher bei 2€ bis 5€. Und in diesen Kosten ist bereits das meiste enthalten. Bei UHD’s geht man derzeit von ca 2€ bis 5€ in der Produktion aus.
Oder man bestellt sie sich irgendwo, lässt sie und das Cover oder what ever bedrucken, oder oder oder, und schaut wie teuer es, zB bei einer normalen BD, bei seiner Auflage wäre:
https://praxisprint.de/de/medienproduktion/blu-ray-produktion
Ist zumindest kein Hexenwerk. Besonders nicht wenn man hunderte, tausende, oder weit darüber produziert.
Nachtrag: Wer Laufwerke und Player im Jahre 2026 heute noch wirklich, und auf langer Sicht produziert, müsste ich selbst nachschauen. Noch verteiben Verbatim, Asus, I-O Data, Panasonic, Magnetar, Reavon, etc., was sie übermorgen machen wird man halt erst sehn.
Zuviel Text, deswegen..
.
Schaut doch einfach nur bei Filme und Serien auf Disc. Also ich kaufte letztens zwei Staffeln einer Serie, welche sehr in der Nische liegt. Darauf enthalten sind jeweils ca 60 Folgen á 22 Minuten. Pro Staffel auf 5(!) Blu Rays, zu je 40€. Wohlgemerkt, das Zeug kaufen sicherlich keine hunderttausend Leute.

Blu ray Player wurden schon vor 10 Jahren mit um die $18 bei XBox geschätzt, UHD Player kosten ca €32. Nehmen wir meinet wegen $40, also einfach ma nen Aufschlag von 25%, rechnen es in € für uns, bedenken dennoch das es alte Technik ist, und vergleichen den Preis mit dem was Sony für das externe Laufwerk nimmt. Von irgendwas muss man ja leben, ne wa.

Die hundertausend Einheiten wurden von Circana wie immer nur geschätzt. Komisch finde ich eher “wann” man auf Mat Piscatella und die ganzen Analysen hört, und wann nicht. Im Grunde dienen sie eher nur den Anlegern, und weniger uns. Und gerade die Anleger werden von Nachrichten&co immer hinters Licht geführt. Also wenn ihr irgendwo im Börsen-Tv ma hört “jetzt kaufen”, verkauft lieber.^^

Er sagt wohlgemerkt nur etwas über Nordamerika, richtig. Dagegen könnte man dann natürlich die stellen die sich Millionenfach dieses Jahr bislang digital verkauft wurden. Aber welche Spiele kamen 2026 bislang überhaupt, die ein Millionenpuplikum hätten abholen können, wenn davon eh nur ein Bruchteil physisch verkauft wird?
Saros? Viel zu nischig. Gothic Classic? Noch mehr Nische. AC Blackblack Rysynced? Ah, aber da fängt es schon an. Erstma is das Game sehr neu, aber viel mehr muss man sich bei diesem Titel einmalig(!) mit dem Internet verbinden(!). Also lohnt es sich diesen Titel überhaupt auf Disc zu haben “wirklich”? Lohnt es sich diesn Titel aus diesem Grunde “jetzt schon” auf Disc zu kaufen? Also ich zumindest warte mit dem Titel, genau aus diesem Grund, bis es nur noch ‘n Appe und ‘n Ei kostet. Solche Machenschaften sind es mir nicht wert dafür Vollpreis zu zahlen. Genau wie 007 First Light und der ganze Rotz, wie auch bei Halo: Campaign Evolved. Der Day One-Patch ist ja nich schon genug, oder wenn wie bei Indiana Jones das Spiel zum großen Teil eh nich auf der Disc ist, jetzt wird man dazu wirklich genötigt es online zu aktivieren! Irgendwo hallt es in meinen Ohren noch, “Aber man hat ja die Wahl..” Am Arsch!

Der Gebrauchtmarkt is natürlich eh nicht enthalten.^^ Zum Glück is er wohl winzig, nich wa. Die User sind doch nich dumm. Wenn nur noch ein Drittel der Games nich auf Disc veröffentlicht werden, und beim Rest solche Restriktionen eingebaut werden und nun immer mehr auch noch aktiviert werden müssen, ja da wägt man immer weiter, und weiter ab. Was glaubt ihr denn warum sich die Leute dann natürlicherweise gegen die Disc entscheiden!? Weil sie dazu genötigt werden, da die meisten darauf halt nich komplett verzichten wollen. Ich kann jeden verstehen der es nich kann. Ich handhabe es halt etwas anders. Aber man darf das alles nich immer so darstellen als wenn es der natürliche Fortschritt wäre. Das ist er nicht. Man wird dahin gedrängt.

Zuletzt bearbeitet am 1 Monat her von RYU
Walldorf
21. Juli 2026 16:09

Das ist natürlich ein Vorteil, vorausgesetzt die Patches sind nicht ähnlich groß wie das Spiel. Funktioniert auch nicht bei jedem Titel, weil die Module langsamer sind als der interne Speicher der Konsole.

Discs haben auf der Xbox in der aktuellen Konsolengeneration fast keine Rolle mehr gespielt und trotzdem war der Geschäftsbereich nicht so erfolgreich wie er aus der Sicht von Microsoft sein müsste. Digitale Spiele sind mir persönlich nicht so viel wert wie Titel auf Disc und ich bevorzuge da lieber Abos wie den Gamepass oder Playstation Plus Premium.

captain carot
21. Juli 2026 15:10

Auf Switch 2 kann ich das Spiel aber auch direkt vom Modul spielen und muss nix installieren. Module haben in dem Fall halt grundlegende Vorteile.

Das wäre halt effektiv eine Option, die andere auch gehen könnten. Erst recht mit Blick auf ein als sicher geltendes Handheld.

Konsolendemographie und Marktmacht: die USA bzw Nordamerika sind immer noch der größte Markt. Theoretisch sollten ältere Spieler auch eher bedeuten, es gibt eine Affinität für discbasierte Spiele. Das ist aber nicht der Fall.

Das beste Verhältnis zwischen physisch und digital hat wiederum, auch in den USA, Nintendo.

Walldorf
21. Juli 2026 14:41

Generell haben es Videospiele in den USA gerade schwer. Viele junge Menschen geben ihr Geld lieber für Sportwetten, Prediction Markets oder Only Fans aus. Gleichzeitig buhlen Apps wie TikTok, X, Instagram etc. um die Aufmerksamkeit von jungen Menschen. Es gibt junge Erwachsene, die haben als Kinder nur Roblox, Fortnite und Minecraft gespielt. Dazu die stetig steigenden Hardwarepreise, die sich viele nicht mehr leisten können oder wollen.

In Europa scheinen Discs bzw. Module noch wichtiger als in den USA zu sein. Bei Cyberpunk 2077 für die Switch 2 haben drei Viertel der Käufer zur physischen Version gegriffen:
https://insider-gaming.com/cyberpunk-2077-sold-more-physical-copies-on-nintendo-switch-2-than-digital/

captain carot
21. Juli 2026 14:17

LPs und Plattenspieler sind immer ein schlechtes Argument. Beides ist absolute Simpeltechnik. LPs werden auf Pressen aus den 50ern/60ern gepresst. Dafür braucht es keine Reinräume oder dergleichen. Die dürften am Ende die CD einfach schon deshalb überleben, weil die Technik simpel genug ist, um für einen kleinen Liebhabermarkt zu produzieren.

Das ist bei optischen Discs generell nicht gegeben. Zumal die Komplexität da von CD über DVD bis zur Blu Ray immer weiter zugenommen hat.

Rubrik gefährliches Halbwissen: soweit ich weiß hat kein aktuell vertriebener CD-Player wirklich noch ein CD Laufwerk. Die setzen alle auf DVD Laufwerke wie sie auch für PCs verwendet werden. Obwohl CD Player mittlerweile wieder ziemlich teuer sind lohnt es sich einfach nicht mehr, Laufwerke in großen Mengen herzustellen und in kleinen Mengen sind Laufwerke viel zu teuer.

Bei Blu Ray Laufwerken gibt es eh fast keine Hersteller mehr. Die Lizenzen sind teurer, die Technik aufwendiger, wenn Sony sich da aus dem Markt verabschiedet ist der Markt für Laufwerke meines Wissens schlicht tot. Falls hier jwmand noch einen aktiven Hersteller weiß, immer her mit der Info.

Der Discmarkt ist ziemlich tot. Ja, für letztes Jahr gab es die tolle News, dass UHD-BD gewachsen ist. Zumindest in den USA. Nachdem es die Jahre zuvor mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen hatte. Die Meldung hatte aber gleich zwei Pferdefüße. 12% Wachstum bei UHD-BD und trotzdem 9,3% Rückgang. Und die Zahl bezieht sich dann auch noch auf den Umsatz. Was einerseits heißen kann, der Markt wächst, andererseits auch nur, Filme sind teurer geworden. Selbst im besten Fall schrumpft der Markt aber offensichtlich weiter.

Ziemlich frische News: dieses Jahr haben sich bisher gerade mal sieben Titel in Nordamerika mehr als 100.000 mal auf Disc verkauft auf der PS5. Das ist immer noch der größte Konsolenmarkt. Und Discs schwächeln massiv.

Es ist schon mehr als unschön, dass Sony jetzt in der Form und schon bei der PS5 den Stecker zieht. Dass allerdings optische Medien generell keine große Zukunft mehr haben liegt schon länger auf der Hand.

Ist nicht so, dass ich die Entwicklung begrüße, aber momentan ist das einfach ein Abschied auf Raten.

Kratos
21. Juli 2026 13:22

Wenn es nur darum geht etwas in physischer Form zu besitzen macht doch Rockstar mit Code in the Box alles richtig.

Walldorf
21. Juli 2026 13:12

Noch gibt es ja auch die Xbox Series X mit Blu-ray-Laufwerk, wobei man natürlich nicht weiß wie lange diese noch produziert wird. Project Helix wird wahrscheinlich kein Laufwerk besitzen. Neben Spielen werden ja auch Filme auf Blu-ray verkauft, daher wird die Produktion von Discs sicherlich so schnell nicht ganz eingestellt. Gibt sogar noch Musik-CDs, hab mir beispielsweise das letzte Album der Toten Hosen auf CD gekauft. Sogar Vinyl hat vor einigen Jahren ein Comeback gefeiert. Wobei ich letztens gelesen habe, dass die Hälfte der CD-Käufer in der Gen Z überhaupt kein Gerät haben um diese abzuspielen. Da geht es eher darum von ihrer Lieblingsband etwas in physischer Form zu besitzen. Das ist ja auch vielen Spielern noch wichtig.

captain carot
21. Juli 2026 11:20

Discs kosten so lange wenig, wie a) große Stückzahlen insgesamt gefertigt werden und b) etablierte Technik verwendet wird. D.h. Zum aktuellen Stand dann, wenn weiter große Mengen UHD-BDs produziert werden. Optische Discs in Kleinserie wären auf Dauer dagegen tatsächlich teuer.

Der Fairness halber, bei so kleinen Auflagen sind wir speziell bei großen Titeln noch ganz lange Zeit nicht. Das ist also aktuell sicher kein Argument.

Laufwerke: sind dann günstig, wenn bei der Produktion Skalierungseffekte greifen. Die fallen nach und nach weg. Guckt man sich bei Sony natürlich mal den Aufpreis für die Laufwerke an bzw. die Kosten für das Disc Add On, dann wird auch das noch eine Zeit dauern. Nachdem man die komplette Home Entertainment Sparte jetzt allerdings in ein Joint Venture ausgliedert ist da absehbar, dass Laufwerke nur noch für die PlayStation gefertigt werden würden.

Sony ist AFAIK der letzte Hersteller von UHD-BD Laufwerken. LG, Samsung, Oppo und zuletzt Panasonic (auch die haben ihre Home Entertainment Sparte ausgegliedert) haben die aktive Produktion alle schon eingestellt.

Könnte Sony weiterhin zu günstigen Stückzahlen produzieren? Klar, wenn man jede PS mit Laufwerk verkauft, dann definitiv.

Bittet man aber generell separat zur Kasse und nur ein kleiner Teil der Kundschaft kauft Laufwerke, dann explodieren die Preise da. Das führt natürlich (praktischerweise) zu geringerer Nachfrage.

Walldorf
21. Juli 2026 10:33

Discs haben gegenüber Modulen den Vorteil, dass sie extrem kostengünstig in der Produktion sind. Square Enix konnte es sich bei Final Fantasy VII: Rebirth sogar leisten zwei Discs beizulegen. Ich habe zu Hause eine schnelle Internetleitung und bin nicht darauf angewiesen etwas von Disc installieren zu müssen, aber in vielen Dörfern krebst man immer noch bei 6 Mbit/s vor sich hin. Da kann eine UHD-Blu-ray mit 100 Gigabyte Daten viel Zeit bei der Installation sparen. Natürlich kosten die Laufwerke auch Geld in der Produktion, aber Sony hat ja bei der PS5 Pro gezeigt wie man das Problem umschiffen kann. Einfach die Leute mit Interesse an einem Laufwerk seperat zur Kasse bitten.

captain carot
21. Juli 2026 9:49

Spieldaten sind zum Großteil Assets heutzutage. Zumindest für die meisten Spiele.

Mal drei Open World Titel, die alle drei weniger Speicherplatz brauchen als lineare Spiele aus ihrer Ära:
Skyrim: dank starker Audiokompression für die Sprachausgabe damals nicht mal 5GB groß auf der Xbox 360. Selbst die Special Edition war kompakt.

Tears of the Kingdom: 16GB. Gemessen an der Größe der Spielwelt usw. halt nicht wirklich viel. Selbst Hades 2 braucht 10GB.

Cyberpunk 2077 inkl. Phantom Liberty: unter 80GB, ich hab dummerweise 600 Mods installiert und komme aktuell definitiv über 90. ich meine CDPR gibt 70GB an. Für Switch 2 wurde das auf 59GB reduziert.

Cyberpunk ist an der Stelle besonders interessant, weil die Switch 2 Fassung unterm Strich bessere Asset Quali hat als die Series S und sich in dem Punkt auch PS5/Series X nur knapp geschlagen geben muss.

Vergleichsweise linearer Titel, übrigens nicht mal besonders datenhungrig:
RE Requiem, 70GB auf den großen Plattformen, 24GB auf Switch 2. Das Ding ist natürlich auf Game Key Card. Aber die Speichersparmaßnahmen haben offensichtlich nix bzw nicht nur mit verfügbarem Speicherplatz zu tun.

Auch nicht ganz unwichtig, Sachen wie deine Zielauflösung. Superhochauflösende Texturen, also das, was heute den meisten Platz kostet, kommen am Ende eh nur bei entsprechend hohen Displayauflösungen zum Tragen.

Natürlich muss dann auch genug freier VRAM verfügbar sein. Davon hat Switch 2 definitiv weniger als Series X und PS5. Alleine an der Stelle könnte man also hingehen, auf die höchsten Asset Stufen verzichten und einige Gigabytes an Daten einsparen.

Nochmal zu ‚Fortsetzung folgt‘: ich bin weder generell dafür noch dagegen. Aber dazu zwei Punkte:
1. sollten wir alten Hasen uns mal ganz ernsthaft angucken, was wir damals in welcher Schlagzahl bekommen haben. Paradebeispiel Mega Man. Guckt doch mal bitte ehrlicherweise, wie viele Mega Mans zwischen 1986 und 1996 erschienen sind.
2. Fortsetzungen sind nicht zwingend besser, eine neue IP macht aber auch nixht zwingend ein innovativeres Spiel.

Kikko-Man
20. Juli 2026 10:21

Datentraeger bei Sony und MS sind weg vom Fenster, werden nicht wiederkommen und den meisten wird es egal sein. Wer noch noch moeglichst lange Datentraeger haben will, sollte sich Evercade-Module oder Switch 2-Spiele, bei denen das komplette Game drauf ist, kaufen. Man kann nur hoffen, dass das moeglichst viele machen, damit das mit den Datentraegern wenigstens noch ein paar Jahre weitergeht. Muss einfach jeder fuer sich selbst entscheiden was wichtiger ist, technisch besser aussehende Spiele oder Spiele auf Datentraeger. Key Cards? Braucht kein Mensch.

genpei tomate
20. Juli 2026 8:32

“Die einzige sinnvolle Option sind Module”
Mein Wunsch seit jeher, wäre da nicht die Gigantomanie die bewirkt hat, dass Spiele in ihrem Umfang ausgeartet sind und näher an Hollywood gerückt sind, als alles andere.
Verteufeln, tue ich das nicht. Ich spiele hin und wieder mal gerne etwas Opulentes, muss mir aber eingestehen, dass selbst ein, aus heutiger Sicht, “mickriger” OoT für mich arg an der Schmerzgrenze nagt, beim Umfang, bei dem, was ich üblicher-Weise vertrage.
Aber es liegt an mir, weil ich einmal die Spielmechanik durchschaut und einige Stunden konsumiert, satt davon werde und mir oft wünsche, das Game möge bald ein Ende finden und ich weniger “ackern” um es zur Seite legen zu können.
By the way, für diejenigen die mitlesen und das vergessen haben sollten: OoT ist mickrige 27 Megabytes groß und hat sogar noch reichlich Platz auf dem Modul übrig gelassen…

Mit ein wenig Abstand kann dann gerne eine Fortsetzung erscheinen, damit die Settings bis dahin sich wieder frisch anfühlen und die Entwickler dann Zeit hatten, Ideen zu sammeln, die, sinnvoll zu Ende gedacht, überhaupt eine Fortsetzung rechtfertigen.
Ja, die meisten Spiele brauchen meinetwegen eine 5 oder 6 im Namen nicht. 😉

Das heißt: Ich gehöre nicht wirklich zu der Zielgruppe der meisten heutigen Werke, spreche ihnen aber nichts ab, außer dass ich ich überzeugt bin, dass jener Giga-Attribut von oben, ihnen viele Freiheiten geraubt hat, weil in der Vergangenheit Limitierung ihnen gut getan hat.
Das soll jetzt nicht widersprüchlich klingen. “Freiheiten” kann ich mit “Ideen” ersetzen, die mit der Zeit entstehen und die Deadlines/Crunch, worunter die meisten Produktionen leiden, machen es m.M.n. nahezu unmöglich, ein rundes Werk abzuliefern, es sei denn, man gehört zu der Sorte Mensch, die sich innerlich mit all den Auswüchsen der aktuellen Medien entweder arrangiert hat, oder glücklich damit ist, Spiele zu spielen, die in ein paar Stunden ihre Mechanik offenbaren, dann aber sie auf 100 plus St. erstrecken, übertrieben gesagt.
Schön für sie/ihn, wenn sie glücklich mit solchen Spiele sind, ich bin es nicht.

Ich kenne mich zu wenig damit aus, um darüber urteilen zu können, wie groß “Module” ausfallen können, meinetwegen auf Flash Basis ( die erlöschen können…) wenn sie kostensparend hergestellt werden sollten, aber, ganz ehrlich: Wären sie bei der Switch 2 eventuell ein wenig üppiger ausgefallen um bessere Texturen etc. zu ermöglichen, wäre ich vollkommen zufrieden, wenn die Größe maximal ein Spiel in der Art der letzten Zeldas ermöglichen könnten, weil sie für mich groß genug sind und wie man sieht, die Ideen werden dann auf zwei Spiele verteilt, anstatt eines der Sorte zu veröffentlichen, das kaum auf Disc passt oder, im Falle GTA6, womöglich nur als Download angeboten werden kann.

captain carot
19. Juli 2026 18:44

Die einzige sinnvolle Option sind Module. Optische Discs haben immer einen Kostenfaktor in Form des Laufwerks. Da gab es ewig lange Skalierungseffekte. Sowohl bei der Laufwerkstechnik als auch bei der Disc-Herstellung. Optische Discs sterben aber gerade. Vor allem die Laufwerke. Wenig beachtet ziehen sich da gerade fast alle Hersteller zurück.

Für mehr Layer geschweige denn höhere Datendichte pro Layer müsste man Unsummen in die Discfertigung stecken.

Und das alles dann natürlich für ein Medium, wo eh alles auf der internen SSD installiert werden muss. Alternativ lässt man halt alles beim Alten, liefert Spiele auf 2-3 UHD Blu Rays aus.

Die Datenübertragungsrate ist limitiert. Einfach weil die Disc nur so und so schnell drehen kann. Bei Blu Ray AFAIR nicht viel mehr als eine 250Mbit Internet Leitung bietet. Funfact am Rande, Filmstreams bieten maximal 54Mbit von der Disc für Blu Ray. UHD BD sind dichter beschrieben. Die Datenübertragungsrate maximal liegt etwas höher, Filmdaten können maximal ungefähr mit der zweieinhalbfachen Datenrate gelesen werden wie bei Blu Ray. Aber die Spitzenrate ist tatsächlich nicht so hoch.

Discs mit deutlich höheren Datenraten pro Layer bedeuten einen enormen Aufwand bei Fertigung und Laufwerken. Kämen aber trotzdem nicht ansatzweise an eine Gigabit Internetleitung heran.

Die Zugriffszeiten auf Discdaten lassen sich eh nicht mehr deutlich verbessern. Selbst verglichen mit Festplatten sind die schon gigantisch. Verglichen mit Flash unfassbar hoch. Bei eher linearer Übertragung wie Film oder Audio DatenstreMs ist das egal. Bei Spielen aber elementar.

Unterm Strich spricht fast nix mehr für die Disc. Außer dass mir der Datenträger gehört und ich damit machen kann was ich will.

genpei tomate
19. Juli 2026 17:33

Na gut, an “Modulen” glaube ich nicht mehr, dass sie einen Comeback feiern würden, aber optische Medien könnten, in welcher Form auch immer, einen überfälligen Boost gebrauchen, was natürlich impliziert, dass andere Laufwerke auch fällig wären. Nach dem Stand der aktuellen Dingen utopisch.

Und da sehe ich nicht mal Nintendo, als diejenigen, die den Schritt zu eigenen Speichermedien nochmal wagen würden, von daher wird die nächste Epoche der Gaming-Industrie, wenn sie den aktuellen Abwärtstrend überlebt, konsequent auf Digital setzen müssen, wenn der Kostenfaktor mit-ausschlaggebend ist und meine fabulierten neuen Datenträger in noch weiterer Ferne gerückt, als mir lieb ist.

captain carot
19. Juli 2026 14:38

Ich bin an sich kein Fan vom Konzept Key Cards. Aber das hat in der aktuellen Situation auch gewisse Vorteile gegenüber rein digital. Auf praktischer Seite natürlich auch Nachteile.

Module für als Beispiel PS6: der Preis war immer ein Nachteil von Modulen. Auch früher schon. Bei Mega Drive und SNES zum Beispiel waren große Module klar teurer, da braucht man nicht mal bis zum Neo Geo schauen. Gängig waren damals oft 99 DM für ein 8 Mbit Modul und anfangs 129 für 16 Mbit. Später waren die etwas günstiger und die 32 Mbit lagen i.d.R. bei 139 DM.

Günstiger wurde es bei der CD auch dank billiger Datenträger.

Wie also könnte das heute aussehen? Vor allem mit der Speicherkrise, die wir aktuell nun mal haben? Ganz ehrlich, keine Ahnung. In der aktuellen Realität haben kleinere Anbieter gerade zunehmend Probleme, überhaupt genug SSDs zu bekommen.

Selbst im besten Fall, die Speicherkrise ist demnächst vorbei, wären Spiele auf ausreichend schnellen Modulen wahrscheinlich 20-30€ teurer als Downloads. Ergo würden die meisten schon allein aus Kostengründen zum Download greifen. Retailspiele wären also wirklich was für Liebhaber, nicht mehr für den Massenmarkt. Unter der Voraussetzung, dass Sony (unf MS) nicht mehr auf Marge verzichten wollen wären entsprechende Module sogar eher um die 50€ teurer.

genpei tomate
19. Juli 2026 13:00

“Was neues erfinden: Klartext, gegen moderne Computertechnik wirkt die vielzitierte Rocket Science wie ein Kindergeburtstag. Wir hangeln uns mittlerweile an den Grenzen der Physik entlang. Die Entwicklungskosten für neue Technologie und die Investitionskosten für neue Fertigung sind wirklich absurd hoch.”

Danke, nach solchen Zusammenhänge habe ich gesucht. Die Frage ist dennoch, wie viel Wille da wäre, jene von dir zitierten absurd hohen Kosten tragen zu wollen, wenn es einen Markt dafür gäbe, der so was rechtfertigt.
Es wäre aber nicht der aktuelle Videogames Markt in dem Zustand, in dem er sich befindet, auch wenn eine potenziell große Käuferschicht da wäre.

Bei den Keycards gehe ich dennoch nicht mit, weil deine geschilderten Vorteile, die sie gegenüber anderen Modelle haben sollen, beinah wie eine Gnade wirken in dem Sinne, ich “darf” überhaupt etwas für mein Geld mein eigenes nennen. Dem ist aber nicht ganz so.

captain carot
19. Juli 2026 11:24

Erstmal @Speichermedium: welches soll das denn als günstiges(!) Medium sein, vor allem wenn man vielleicht direkt vom Datenträger spielen will?

Das schöne Beispiel Module (MaskROM) war schon vom Start weg immer ein Kompromiss zwischen Geschwindigkeit, Speicherplatz und Kosten. Disketten waren zum Beispiel sehr viel günstiger, aber auch extrem viel langsamer.

CD‘s waren dann schneller als Disketten, aber vor allem bekam man sehr viel Speichervolumen für extrem wenig Geld. Die Laufwerke waren ein Kostenpunkt aber in Zeiten der Massenfertigung ein überschaubarer Kostenfaktor. Es war aber auch absolut klar, dass optische Laufwerke irgendwann in harte Limits rein laufen. Weil sowohl Datenübertragung als auch Zugriffszeiten harte, physikalische Limits haben.

Heute: sind große Module in Form von Nand-Flash machbar. Aber teuer. Und das Problem sollte uns alten Säcken in Form des Neo Geo bekannt vorkommen. Die Kosten sind hier das Limit, dank KI und RAMageddon mehr als je zuvor. Aber selbst ohne das, Aufpreis für ein 200GB Spiel mindestens 20€, ich glaube schon allein aus Kostengründen hätten viele zu Downloads gegriffen. Dank Speicherkrise sind die Preise jetzt eh völlig kaputt.

Optische Laufwerke? Heißt bei modernen Spielen zwangsläufig Installation. Oder sehr viel RAM und endlose Ladezeiten. Machbar wären Discs mit mehr Layern, entsprechend mehr Datenvolumen, aber auch höherer Empfindlichkeit. Aber das auch in Zeiten, wo Leute mit schneller Leitung weniger Zeit für einen Download brauchen als Installation von Disc.

Was neues erfinden: Klartext, gegen moderne Computertechnik wirkt die vielzitierte Rocket Science wie ein Kindergeburtstag. Wir hangeln uns mittlerweile an den Grenzen der Physik entlang. Die Entwicklungskosten für neue Technologie und die Investitionskosten für neue Fertigung sind wirklich absurd hoch.

Nintendo Game Cards und Game Key Cards:

Die Key Cards haben genau zwei Vorteile gegenüber den klassischen Karten: ich kann die einfach so verleihen. Dafür muss ich nicht mal von Switch zu Switch verleihen und jemanden auf def Freundesliste haben. Und ich kann das Spiel tatsächlich verkaufen. Momentan fast schon die einzige Möglichkeit, ein Digitalspiel ganz legal zu verkaufen.

Bei den eigentlichen Modulen sieht man dann wieder, neben echten Vorteilen (Spiel auf Datenträger, das nicht installiert werden muss), gewisse Nachteile. Die Module sind verglichen mit Discs tatsächlich teurer. Das gilt jetzt dank Speicherkrise wahrscheinlich noch mehr. Bietet man verschiedene Größen an sind die kleinen nicht unbedingt so viel günstiger und oben fallen Skalierungseffekte weg. Und bereits bei Nintendo, die nicht mal auf superschnellen Flash setzen, sind Module langsamer als interner Speicher und SD Express Karten.

genpei tomate
19. Juli 2026 8:36

Einerseits werden Spiele produziert, die weit dem Übersteigen, was aktuelle Träger hergeben, und bei denen die Publisher gerne die Kontrolle über ihre Werke behalten wollen, auch nach dem Kauf eines pösen Datenträgers, den sie mir “verkauft” hatten.
Und dann gibt es die Keycards, die das selbe machen, diesmal mit massiver Speicherplatz-Begrenzung und sogar verlangen, das komplette Spiel herunter zu laden und bis dahin für mich wertlos sind für eine reine plug n play Sache, womit sie, also solche “nicht-ganz” Cards/Discs-wasauchimmer-Medien, die Content aus dem Internet brauchen, Idee ad Absurdum führen, wofür sie eigentlich gedacht waren.

Wozu also die Aufwertung der Keycards in der Diskussion um physische Medien, die verschwinden sollen, wenn sie die ersten sind, die m.M.n. mehr in die Richtung einen Beitrag leisten, als eine CD die “upgedatet” werden soll?
Hätten die Macher wirklich im Sinne, dass Konsolen auch solche bleiben, dann hätte man garantiert ein neuartiges Speichermedium entwickelt, das den heutigen Ansprüche gerecht wird, auf dem alles “passt” und kostengünstig zu produzieren wäre, zumindest dann, wenn man sich auf ein neues Standard einlassen würde und möglichst ohne Monopol. Ja, ja, Träumerei, ich weiß.
Aber ob dann der Spuk vorbei wäre mit all den Problemchen, die heute die Industrie plagen, wage ich stark zu bezweifeln.

captain carot
18. Juli 2026 23:47

Dass die Key Cards jetzt fast schon positiv wirken ist tatsächlich bizarr. Und gleichzeitig wäre das durchaus ein Weg, den MS und Sony problemlos einschlagen könnten, wenn die wollten. Im Endeffekt braucht es dafür nur einen Cardreader und entsprechende Karten. ‚Richtige‘ Module mit den extrem hohen Datenraten der internen SSDs und vor allem ausreichend Speicher, das sehe ich da schon alleine aus Kostengründen nicht.

SonicFanNerd
18. Juli 2026 20:56

Ja, GOG ist für PC was Eigentum angeht aktuell der Goldstandard.

Was ja nu leider für Konsolen so gar nix nützt.

(Auch gibt es durchaus nicht immer die “beste” Version eines Spiels auf GOG. Aber das ist, glaube ich, eher die Ausnahme.)

PS:
Selbst die dämlichen Game-Key-Cards von Nintendo stehen durch die aktuelle Entwicklung fast schon wieder gut da. …. Kannste dir nicht ausdenken ….

Zuletzt bearbeitet am 1 Monat her von SonicFanNerd
genpei tomate
18. Juli 2026 20:48

Dann erwarte ich nichts anderes, als dass GoGs Modell Standard wird. 😉

captain carot
18. Juli 2026 20:36

Bei GOG gibt es DRM-freie Software, die man dann entsprechend wirklich besitzt und sich auch völlig unabhängig von GOG nutzen lässt. Natürlich gibt es da nicht alles, aber je wichtiger so ein Marktplatz ist, desto größer wird da auch das Angebot. 😉

genpei tomate
18. Juli 2026 19:13

“…über ein jederzeit kündbares Abo ohne weitere Verpflichtungen.”
Da wäre ich mir noch nicht sooo sicher… 😉

SonicFanNerd
18. Juli 2026 18:01

Ich hab auch “nur” Probleme mit Monopolstellung, Eigentum vs reines Nutzungsrecht/Lizenzrecht, Wegfall des Gebrauchtmarktes, Verlust von Gekauftem ohne Erstattungsansprüche, Dynamic Pricing, Games Preservation und Wegfall von Jobs oder ganzen “Geschäftsgrundlagen” (Limited Run und so) (und sicher noch ein wenig mehr, was mir grade nicht einfällt oder sich erst mit der Zeit ergibt ….).

Der reine Wegfall von physischen Medien an sich, also bezogen auf den Sammler in mir, macht mir an sich gar nicht so sehr die Probleme.
Dann halt weniger (oder keine) Games-Collector Editions (die preislich eh jenseits von gut und böse heutzutage bereits sind ….). Okay. Da bin ich eh schon raus. Also kein Ding.
Und es gäbe genug anderen Krams den man weiter sammeln könnte, auch in der Gaming-Bubble.
Keine Discs heißt auch mehr Platz, weniger Müll und nicht mehr aufstehen, weil ich ne Disc wechseln muss.
Ja, es wäre schon auch ein wenig schade, nicht mehr in sein Regal schauen zu können und dann nicht mehr die eigene Sammlung normaler Veriaufsversionen, sozusagen die eigene Bibliothek, anschauen zu können.
Aber hey, ich hab den Wegfall von richtigen Handbüchern überlebt, den Wegfall von haptischen Musik-Medien usw. .

Aber die oben genannten Probleme machen eine digital-only Zukunft nur schwer verdaulich bis indiskutabel.
Solange da nicht mindestens digitales Eigentum, bzw. der Erwerb von diesem, gesetzlich anders geregelt wird, so dass ich eben dann Eigentümer der digitalen Sache werde, die ich kaufe und mein Eigentum auch wieder weiter veräußern kann, solange kann ich Gaming dann eigentlich nur noch als Wegwerf-Konsum sehen und dem keine richtige Wertschätzung mehr entgegen bringen. So leid es mir um die künstlerische Wertschätzung da tut (solange keine KI der Entwickler eines Games ist, aber das ist wieder ne Baustelle für sich).

Und so lange es dann auf einer proprietären Plattform nur einen Monopolshop gibt, hat sich das auch erledigt. Ja, trotz “Sales”.

Dann wird’s wohl zukünftig nur noch reiner Schnellkonsum über ein jederzeit kündbares Abo ohne weitere Verpflichtungen.
Oder PC und dort nur noch Sales, bzw. den günstigsten Shop suchen.
Oder eben nur noch Retro Gaming. Ist ja nicht so, als hätte ich nicht noch genug zu zocken.

Falls Eigentum an digitalen Gütern rechtlich anders geregelt wird als aktuell und es einen digitalen Gebrauchtmarkt geben würde, dann sähe die Sache schon wieder anders aus.

Aber aktuell stehen die Zeichen eben erst mal ganz anders und begeistert bin ich nicht.

Mal sehen wo es dann letztlich wirklich hin geht und ob dann Probleme adressiert werden oder ob es wirklich dann heißt “Deal with it!”.

kpt.duplo
18. Juli 2026 16:47

Ich bin voll bei Thomas und überlege mir eine Steam Machine zuzulegen, ein Steam Deck besitze ich nämlich bereits…

Ich zocke eigentlich nur auf der Konsole, wenn aber auch Microsoft diesen Weg einschlägt, war´s das. (Nintendo ist für mich seit Jahren nur noch eine Drittkonsole)

Soeinglueck
18. Juli 2026 15:40

Wenn Microsoft schlau ist, setzen sie voll auf physiche Medien und Abwärtskompatibilität bei ihrem Projekt Helix.