
Dieser Artikel stammt aus der M! 357 (Juni 2023).
ROCKVILLE / BUDAPEST • Durch internationale Studiokäufe vergrößert sich die PlayStation-Familie stetig und ebenso wächst der Xbox-Clan an allen Ecken und Enden. Zwar ist die Mega-Übernahme von Activision Blizzard durch amerikanische und englische Behörden blockiert, doch dafür rutschen bescheidenere Firmenkäufe reibungslos durch. So wandert bereits im Herbst 2022 das ungarische Studio Nemesys in den Besitz der Microsoft-Tochter (und Bethesda-Mutter) Zenimax. Still und heimlich, denn keines der drei US-Unternehmen verschickte dazu eine offizielle PR-Meldung.
Nemesys selbst kommuniziert den Besitzerwechsel erst seit Frühling (durch die LinkedIn-Profile der Gründer und Chefs Szabolcs Jozsa und Balogh Péter). Nach eigenen Angaben arbeiten die Ungarn schon lange für Zenimax und Bethesda, helfen zum Beispiel bei The Elder Scrolls Online. In Eigenregie entwickelt Nemesys seit 18 Jahren Windows-, Macintosh- und Smartphone-Spiele, AR- und VR-Apps. Außerdem produzierte das Team, das nun als eines der ZeniMax Online Studios firmiert, bislang zwei Titel für PlayStation, PSP und Vita: Fortix, die mittelalterliche Variante des Arcade-Klassikers Qix, sowie dessen 2012er-Sequel Knight Fortix 2, die beide M!-Games-ungetestet blieben.








