Mal abwarten, ob daraus etwas wird: Josh Hawley, republikanischer Senator des US-Bundesstaates Missouri, hat jetzt ein Gesetz vorgeschlagen, das Lootboxen, Pay-to-Win-Mechaniken und andere “manipulierendes Design” in an Kindern gerichteten Spielen verbieten soll.
Today, Sen. Hawley announced upcoming legislation banning the video game industry’s use of “pay-to-win” and “loot box” monetization schemes → “They need to be upfront about what their games are actually doing, and they need to stop practices that intentionally exploit children.” pic.twitter.com/huQsl8eRV4
— Senator Hawley Press Office (@SenHawleyPress) May 8, 2019
Sein Statement ist in langer Form und als Kurzfassung nachlesbar, darin spiegelt sich die übliche und grundsätzlich nachvollziehbare Argumentation wieder, dass sein “The Protecting Children from Abusive Games Act” vor allem minderjährige Zocker vor dem Abzocken durch diese Mechaniken schützen soll.
Die Entertainment Software Association ESA ist davon offenbar nicht restlos begeistert, wie Eurogamer berichtet: Sie weist demnach darauf hin, dass viele Länder Lootboxen nicht als Glücksspiel einstufen (andere wie Beligen und die Niederlande aber schon, was wenig überraschend nicht erwähnt wird) und dass die Hersteller Eltern bereits Hilfsmittel an die Hand geben würden, mit denen sie den Zugriff und die Ausgabemöglichkeiten für ihre KIndern einschränken könnten.









Und wo findet man den Bericht. Je nachdem wie seriös der ist, sollten da ja Quellenangaben oder dgl. sein, um das einigermassen zu belegen. Wäre nicht der erste Bericht der nach der Methode funktioniert, dass man das liefert, was der Leser gerne lesen möchte.
“…aber dann überleg mal selber, wie viele wirklich 1000 Euro für ein Spiel ausgeben. Ich glaube da nicht an grosse Massen. Eher an grosse Massen, die Microtransen im überschaubaren Rahmen machen, aber durch die kleinen, eher unauffälligen Beträge eben nicht grad wahrgenommen werden….”
der meinung war ich auch immer. aber das war ja grade der gag an dem bericht. das er nämlich gezeigt hat, das es bei manchen handyspiel-studios nicht so ist, sondern sie eben hauptsächlich von den “junkies” leben. 100 junkies = 100000 euro umsatz im monat. davon kann man ein par programmierer und server bezahlen.
insider haben berichtet das alles darauf ausgelegt ist den spieler süchtig zu machen. das fängt bei kleinen knuffigen animationen an, und endet bei lootboxen und glücksrädern. die seien besonders effektiv, weil glückserfolge noch mehr glückshormone ausschütten als arbeitserfolge. die haben davon geredet das sie virtuelles kokain über das handy-display streuen. alles soll dem nutzer ein geiles gefühl geben, mit dem ziel, möglichst viele junkies zu generieren, weil die so wichtig/lukrativ sind.
Microtransen
Ja, gut, aber dann überleg mal selber, wie viele wirklich 1000 Euro für ein Spiel ausgeben. Ich glaube da nicht an grosse Massen. Eher an grosse Massen, die Microtransen im überschaubaren Rahmen machen, aber durch die kleinen, eher unauffälligen Beträge eben nicht grad wahrgenommen werden. Dass da schnell mal 50 Euro und mehr werden, glaub ich gern, im Eifer des Gefechts. Aber weil es ja grad ein Freetoplay-Modell ist, was für eine grosse Verbreitung sorgt, wird es eben auch die schiere Masse an Spielern sein, die diesen Klimbim finanziert.
Das ist latürnich nur meine Vermutung und Einschätzung, kein Fakt. Wie gesagt, ohne Zahlen bleibt ja auch nur der Spekulatius.
“Und ab wann gilt jemand als süchtig?”
ich würd sagen wenn jemand 1000+ euro im monat für ein handyspiel ausgibt, kann man da von sucht sprechen. mir fällt zumindest kein anderer grund ein. …ok, villeicht noch die kombination reichtum+dummheit… 😛
Ruhig weg mit dem Scheiß. Das einzige was die AAA Industrie momentan macht sind schlecht programmierte Skinner Boxen.
Harter Tobak.
Mario Kart 2 ist für einen 13jährigen auch voll in Ordnung. XD
Ich war einer von denen dessen Vater ihm mal MK2 gekauft hat. Da war ich 13 oder so.
Und ab wann gilt jemand als süchtig? Sry, für mich ist Suchtverhalten auch nicht rein an einer monetären Schwelle festzumachen, dazu gehört schon noch mehr dazu. Suchtverhalten wirkt sich in der Regel auf sämtliche Lebensbereiche aus.
Aber in dem Fall wären Erhebungen in Zahlen sicher hilfreich für eine Einschätzung. Dazu wäre ein Verteilschlüssel gut, damit man sieht, wer mit welchen Ausgaben wie viel beisteuert. Und genau das wäre so etwas, wozu man die Hersteller verpflichten sollte. Denn ich bin sicher, die haben solche Zahlen.
“Und ich glaube nicht, dass die Branche den Grossteil des Umsatzes in dem Bereich mit Süchtigen macht.”
ich hab einen bericht gesehen, da wurde erklärt, das viele handyspiel-studios ihr geld tatsächlich mit den süchtigen verdienen.
es gibt natürlich nicht viele spieler die monatilich hunderte bis tausende euro für ein spiel ausgeben, aber die sind wohl trortzdem die haupteinnahmequelle.
Ja, von aus der Verantwortung stehlen halte ich genau auch nichts. Vielleicht wäre es geboten, einen Teil dieser Einnahmen in einem entsprechenden Fonds zu verwenden. In anderen Branchen wird das zum Teil ja gemacht.
Bei Erwachsenen, die aufgrund von Suchterkrankungen in Geldnot geraten, gehört mMn sowieso ein Beistand oder Vormund ins Spiel (nicht als Avatar und auch nur im Spiel als übertragendem Sinn, sonst drohen uns Moralapostel-Charaktere in Games).
Ich leugne keine Einzelfälle, aber die Gefahr von Suchterkrankungen wird damit auch nicht gebannt, da Personen mit einer Affinität zu Suchtverhalten immer irgendwo die Möglichkeit finden werden, dieses zu befriedigen.
Das sehe ich auch so. Die Hersteller solcher Produkte sollten sich aber nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen können. Präventivmaßnahmen wäre das Mindeste, um den Zugang für solche leicht anfälligen Menschen zu erschweren.
Du vergisst die Menschen im mündigen Alter, die eine Affinität für solche Inhalte besitzen, bis zur Sucht.
Ich leugne keine Einzelfälle, aber die Gefahr von Suchterkrankungen wird damit auch nicht gebannt, da Personen mit einer Affinität zu Suchtverhalten immer irgendwo die Möglichkeit finden werden, dieses zu befriedigen. Und ich glaube nicht, dass die Branche den Grossteil des Umsatzes in dem Bereich mit Süchtigen macht.
Generell ist es eher ein gesellschaftliches Problem, bei dem das Uptodate-Sein die Ursache für Verhaltensänderung und -beeinflussung massgeblichen Anteil hat. Lootboxen würden keinen roten Heller generieren, wenns da nicht um persönlichen Geltungsdrang gehen würde.
Anstatt Verboten würde ich den Weg von mehr Transparenz vorziehen, auch besser über das Verhalten von Lootboxen-User bescheid zu wissen. Ansonsten denkt sich die Branche einfach den nächsten Schwachsinn aus und der Kern des Problems bliebe unangetastet.
Ich würde es ganz gut finden, wenn sich Eltern auch mal mit dem Thema Videospiele allgemein auseinandersetzen, gerade wenn die Kinder zocken. Ich sehe das auch immer bei einer Reihe von Kollegen. Denen ist völlig egal, was oder wie ihre Kinder zocken. Mir ist das nicht egal. Mein Sohn fängt irgendwann noch früh genug mit Videospielen an. Ich weiß zum Glück dann, was er so zockt, weil ich mich halt selbst damit befasse.
Ich muß nicht alles selbst zocken, was er mal irgendwann zockt, aber ich weiß Bescheid. Aber bei uns ist das auch anders. Erstens bin ich Harcorezocker und meine Frau ebenfalls. Mein Sohn kann uns bei sowas also kein A für ein U vormachen. Für Lootboxen gibt es von mir keinen einzigen Cent. Der Unterschied ist halt, daß Eltern wie wir, die selbst zocken, halt wissen, was Sache ist. Als ich früher noch im Einzelhandel arbeitete und Videospiele verkaufte, waren auch regelmäßig Eltern da, die ihren deutlich mindjährigen Kindern von vielleicht maximal 10 bis 12 Jahren Spiele wie GTA, Doom oder anderes kauften. Aber selbst Hinweisen, daß die Spiele noch nichts für Kinder sind, war denen ebenfalls egal. So wird es auch beim Rest größtnteils sein. Ich versuche meinem Sohn den sinnvollen Umgang mit Medien so gut es geht beizubringen. Was er macht, wenn er volljährig ist, liegt dann nicht mehr in meiner Hand.
Du vergisst die Menschen im mündigen Alter, die eine Affinität für solche Inhalte besitzen, bis zur Sucht. Am Ende verdienen die Hersteller an den wenigen Konsumenten, die dafür viel Geld investieren.
Dass die Eltern die Leidtragenden sind, wenn deren Kids Geld für diesen Schwachsinn ausgeben, finde ich gut. Vielleicht setzen die sich dann in Zukunft besser mit dem Hobby ihrer Kinder auseinander. Soweit der fromme Wunsch. Vermutlich verbieten die Eltern den Kindern dann einfach das Spielen. Egal, wenn weniger von dem Kram produziert wird. 🙂
@Letzter Absatz
Die betreiben Lobbyarbeit für ihre Mitglieder, u.a EA.
Andere Länder, andere Sitten.
Welche Maßnahmen werden Eltern als Hilfe im Sinne der Aufklärung genau angeboten? Technische Möglichkeiten müssten auch erst vermittelt werden (Existenz, Ausführung).