Mega Deals zum Jahresstart

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Hintergrund: Zynga

Um auf Facebook zu pokern und Gleichgesinnte in ein virtuelles Casino zu laden, gründet der Kalifornier Mark Pincus 2007 eine Firma und benennt sie nach seinem Hund. Pincus setzt zur rechten Zeit auf die rechte Plattform: Zynga Poker ist die erste Facebook-Anwendung dieser Art und die größte Free-2-Play-Pokerrunde. 2009 gelingt Zynga ein Hit mit dem Flash-Bauernhof FarmVille – bis heute 32 Mio. ”Daily Active Users” und über 700 Mio. ­Installationen! Danach branchenübliches Auf und Ab: Zynga geht an die Börse, beschäftigt 3.000 Köpfe. Ein paar Monate später ändert Facebook die App-Navigation, was Neuheiten bevorzugt und Zynga-Klassiker wegschiebt. Es hagelt Entlassungen und Büroschließungen, die 2000er-Jahre-Rakete scheint ausgebrannt. 2013 kommt Don Mattrick an Bord und 2015 übernehmen zwei andere EA-Veteranen – EA-Mobile-Gründer Frank Gibeau und Bernhard Kim – die Leitung.

Zynga wird zur App-Fabrik und wächst nun wieder kräftig, kauft 2014 NaturalMotion (CSR Racing), 2018 Gram Games (Merge Dragons!) und 2019 Small Giant Games (Empires & Puzzles). Auf der Suche nach günstigen Produktionsorten gibt Zynga 2020 zwei Mrd. US-Dollar für Entwickler in der Türkei aus, übernimmt den Match-3-Puzzle-Spezialisten Peak (Toy Blast, Toon Blast) und den Hyper-Casual-Anbieter Rollic. ”Wir sitzen auf einer Menge Cash”, meint Kim, holt sich im August 2021 für eine Viertelmilliarde US-Dollar die Monetarisierungs-Plattform Chartboost, im Oktober den chinesischen Entwickler StarLark und die Marke Golf Rival. In San-Francisco-Nachbarschaft kauft Zynga zuletzt Echtra.

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