Mega Deals zum Jahresstart

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Hintergrund: Xbox Game Studios

Microsoft kauft ab den 1990ern Studios und Rechte, Bruce Artwicks Flight Simulator, Chris Roberts’ Firma Digital Anvil (Starlancer), RPG-Hersteller FASA (MechWarrior), Sportspiel-Produzent Access (Links, Top Spin) und 2002 den britischen Nintendo-Partner Rare. Microsoft schluckt Bungie (und hält Halo, als Bungie wieder abgestoßen wird), die Age of Empires-Erfinder Ensemble und Peter ­Molyneux’ Lionhead-­Studio, das 10 Jahre Fable-RPGs entwickelt.

2014 stemmt Microsoft erstmals eine zehnstellige Dollar-Übernahme, für die Weltmarke Minecraft. 2018 kauft Microsoft eine Serie von Studios, etwa die von Codemasters-Könnern gegründete Firma Playground Games ­(Forza ­Horizon), die Interplay-RPG-Veteranen ­Obsidian (Fallout Las Vegas) und InXile (The Bard’s Tale), Ninja Theory (Hellblade) und öffnet in Kalifornien das Studio The Initiative, das derzeit Perfect Dark rebootet.

Mit Zenimax kommen 2021 8 weitere Studios, 2.300 Köpfe, 3D-Engine-, MMO- und Cloud-Technik für 7,5 Milliarden US-Dollar in den Xbox-Besitz, dazu alte Game-Schätze: Bethesda (The Elder Scrolls, Fallout), id Software (Doom, Quake), Arkane Studios (Dishonored, ­Deathloop), MachineGames (Wolfenstein) und Tango Gameworks (The Evil Within).

Das Microsoft-Konglomerat verdoppelt sich nun durch Personal, Labors und Archive des Activision-Blizzard-Konzerns, seinerseits aus vielen Game-Fusionen gereift. Als ältester Third-Party-Hersteller der Welt beginnt Activision vor 40 Jahren mit Atari-Modulen und wandelt sich nach dem Konsolen-Crash zum Computerspiel-Hersteller. Ähnlich wie Rivale EA kauft Activision fleißig Manpower und Kreativität, unter anderem 1999 die Tony Hawk’s-Erfinder Neversoft, Treyarch, Vicarious Visions und die Call of Duty-Macher Infinity Ward. Vermehrt wird die Studio-Armada durch eine Verschmelzung mit dem Warcraft– und Diablo-Erfinder Blizzard und Universal- und Vivendi-Fragmenten (Crash Bandicoot, Spyro). Auch die Adventure-Klassiker King’s Quest, Larry und alle anderen Marken des einstigen PC-Riesen Sierra dürften in den Xbox-Katalog wandern. Die dritte und jüngste Konzernsäule erwirbt Activision 2015: King – erst Facebook-, dann App-Lieferant – fesselt mit Candy Crush Saga und Bubble Witch Saga 300 Millionen Casual-Spieler und wird für Microsoft das, was Zynga für T2 ist: ein stabiles Standbein auf dem Boom-Markt der Casual- und Hyper-Casual-Apps und Mikrotransaktionen.

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