Nolan North meint: Fans wollen keinen Uncharted-Film

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Nolan North, Mann der 1.000 Helden-Stimmen und nicht zuletzt der von nathan Drake, vertritt eine vielleicht etwas überraschende Meinung, was die inzwischen provisorisch für 2017 angepielte Verfilmung der Uncharted-Serie angeht: Er denkt nämlich, dass Fans der Spiele eigentlich gar keine Kino-Fassung davon wollen.

Das sagt er im obigen Interview-Schnipsel von GameNewsOfficial und begründet seine Ansicht wie folgt: Er glaubt, dass Fans soviel Emotionen in den virtuellen Drake investiert haben, dass es für sie schwer fallen würde, irgendwen sonst in der Rolle zu akzeptieren. Selbst wenn er der Darsteller wäre, würde das schwer, denn dann hätte Drake zwar die “richtige” Stimme, aber trotzdem wäre es anders. Und  was auch noch eine Rolle spielt: Nolan hat Zwifel, dass ein Uncharted-Film sich finanziell rechnen würde, nachdem zuletzt Hitman: Agent 47 deutlich unter den Erwartungen blieb.

Nolan North.

Uncharted fans aren’t interested in a movie based on the franchise, North told GameNewsOfficial in a video interview, “no matter who’s the star of it”.

“I think the emotional investment people have with Nathan Drake is so high that it would be very difficult for them to accept somebody else,” he said.

“Even me – my face as Nathan Drake. They might recognise the voice but I don’t even know if they’d accept me.”

North also questioned whether the film is financially feasible, given the recent under-performance of Hitman.

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Ziep
13. Oktober 2015 14:25

Ich sehe es wie einige hier, das es einfach eine Möglichkeit ist, Geld abzuschöpfen. Kaum ein Regisseur kann mir glaubhaft versichern, dass er das macht, weil er so ein großer Fan einer Spieleserie wäre. Es ist einfach ein Markt da, und der wird abgeschöpft so gut es geht. Wie oben schon beschrieben, schreiben die Spiele schon oft die beste Geschichte, plus man selbst erlebt sie intensiver. Es ist schier unmöglich, das auf Leinwand zu toppen, gerade weil man dann auch passiv ist. Vielleicht trifft es irgendjemandes Nerv, aber sicher nicht das der Videospieler. Da kann ich mir eigentlich höchsten ein “”ordentlich umgesetzt”” vorstellen. Zum Beispiel eben Silent Hill. Vielleicht bin ich einfach auch zu anspruchsvoll, aber ich ledere eben gern los, wenn mir Schund unterkommt. Das ist bei Filmen oft der Fall, bei Umsetzungen von Games nahezu 100%.

Tokyo_shinjuu
13. Oktober 2015 14:01

Die Frage ist und bleibt halt was man selber erwartet. Will man einen Film welcher nah an der Vorlage ist, mit viel Fanservice? Oder einen Film welcher einfach nur Charaktere und Thematik aufgreift?Ein Indiana Jones (nicht Teil 4) mit Setting und Charakteren aus Uncharted würd mit gutem Drehbuch schon viel Unterhaltung bieten können.Ein Aliens mit Dämonen anstatt Xenomorphs und Kettensäge wäre für mich die perfekte Doom Verfilmung.Mal sehen was Assasins Creed nächstes Jahr taugt. Welches ich eher schwerer umzusetzen sehe da das Spiel ja nicht wirklich einen roten Faden bietet mit seiner offenen Struktur.

Celes
13. Oktober 2015 11:06

Für mich ist eine Videospiel-Verfilmung ein ganz klarer Rückschritt. Dem Medium, das alles kann, was ein Kinofilm auch kann, und dazu Interaktivität hat, wird letztere genommen. Die Helden sind sympathisch, weil man sie spielt, die Handlung reißt einen mit, weil man sie erlebt. Selbst Handlungs-intensive Spiele wie Metal Gear funktionieren besser, wenn man sie spielt und nicht nur anguckt.Für mich ist eine Verfilmung einfach nur der Versuch einen Franchise zu melken. Künstlerisch und erzähltechnisch bringen sie nichts.

ChrisKong
13. Oktober 2015 10:58

Was Resi angeht, so mag ich die Filme nicht, aber die Story der Spiele ist auch im Endeffekt total Banane und nicht mehr als biller B-Movie-Trash. Wer das mag, bitteschön, aber mir macht es das Szenario als Ganzes einfach kaputt.Eben genau das bestätigt meine Aussage, wie auch dein obiger Absatz. Änderungen alleine sind noch selten alleiniger Grund, warums gefällt oder nicht. Das wird erst dann zum Stolperstein, wenn einem der Rest sowieso nicht gefällt. S. eben MCU. Würde das nicht in etwa den Geschmack treffen, würde man sich dort auch an allem hochziehen, was nicht der Vorlage entspricht, ganz einfach. Und die beinharten Fans sind bei sowas sowieso nicht von Belang, da meist in der Minderheit. Das war bei HdR nicht anders, da gabs auch welche, die die Anpassungen nicht mochten, ein paar Milliarden später interessiert das doch kein Schwein mehr. ^^

Max Snake
13. Oktober 2015 10:55

Lohnt sich ein neue Gräber sucht ein Artefakt überhaupt mit Klischee Charakter, die im Spiel passt, aber nicht mehr für große Leinwand? Da ich diesen Thema spannend finde lohnt sich das Buch Film und Games: Ein Wechselspiel. http://www.amazon.de/Film-Games-Deutsches-Filminstitut-Filmmuseum/dp/386505241X/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1444726104&sr=1-1&keywords=film+und+spiel+ein+wechselspielIm Frankfurt läuft bis Ende Januar Film und Games in der deutsche Filminstitut Filmmuseum. http://deutsches-filminstitut.de/filmmuseum/ausstellungen/sonderausstellung/film-und-games/Die gelungenste Videospiel – Verfilmung die ich kenne ist Silent Hill und Prince of Persia: The Sands of Time.

13. Oktober 2015 10:39

Kong:Superhelden Verfilmungen haben da ein bisschen mehr Spielraum, immerhin müssen die meisten Comic-Fans damit leben, dass ihr Universum in schöner Regelmäßigkeit auf den Kopf gestellt wird, weil der Verlag einen kompletten Re-Boot macht. Zuminde

cloud1430
13. Oktober 2015 9:19

Nathan Fillion hätte den perfekte Charme und Humor für Drake. Und damals, als er noch Jung war, kam er äußerlich auch sehr nahe an ihn ran. Heute aber eher weniger. Zugegeben, in Indiana Jones 3 war Harrison Ford aber auch schon älter. xDIch bin Fan der Serie und würde mich über einen Film freuen.Was den Agent 47 angeht. Ich kenne die Spiele nicht aber die Filme waren großer Mist. Der Erste war eigentlich gut, nur diese möchtegern Romanze hat diesen schlecht gemacht.Und der neue ist echt übel geworden. Die Action ist gut aber Inhaltlich ist er echt dürftig. Und wenn man glaubt, da treten 2 Agenten gegen einander an, dann wird man nochmals enttäuscht. Also die Spiele haben keinerlei Schuld an der Miesen Qualität. Es sind eher die Autoren und Regisseure, die durch eigene Ideen so stark vom Original abweichen, dass man keinen Spaß am Film hat.Bestes Beispiel: Die Resi Filme

ChrisKong
13. Oktober 2015 9:20

@NightrainAlso bei einer Reihe wie Uncharted, wo die Story nicht wirklich der Aufhänger ist, glaube ich kaum, dass Änderungen daran irgendwen stören würden. Im wesentlichen geht es bei Umsetzungen sowieso, den Spirit zu bewahren. Ich glaube ich hätte auch

13. Oktober 2015 8:39

Ich kann schon nachvollziehen, was er meint. Das ist der Haken an einer großen Fanbase, jeder wird zu einem Kritiker, weil er/sie/es sich etwas ganz anderes vorstellt.Bei Max Payne haben alle schon im Vorfeld wegen Mark Wallberg geheult, weil der paßte ja nicht. Bei der Uncharted Verfilmung wird es nicht anders. Wer soll denn Drake spielen?Dann geht es weiter …Siekard schrieb:””Nathan ist auch nicht so vielschichtig, er ist ein Sunny-Boy und deswegen lieben ihn die Fans, weil er mal nicht der ewig grimmige Pessimist ist. Sympathie ist alles was ein Charakter vermitteln muss.””Mag für einen Protagonisten in einem Videospiel ausreichen, aber für einen Film, der ja auch von Leuten gesehen werden soll, die die Spiele nicht kennen, muss man vielleicht ein bisschen mehr Charakterisieren und dann bleibt die Frage, ob das den Fans dann wieder passt…. und dann wäre da noch die Geschichte …Wann spielt sie? Erzählt sie einen Teil der Spieleserie nach? Wenn ja, dann müßten sie wohl auch ein paar Sachen ändern, weil es für die Kenner der Spiele ggf. zu langweilig wäre … aber das würde den Fans wohl auch nicht gefallen.

link82
13. Oktober 2015 7:44

es braucht imo nicht extra einen Film, Spiele wie Uncharted sind doch schon nahezu filmreif… vielleicht einfach noch einen Extramodus einbauen ohne jegliches Gameplay, wo man dann das Spiel als Film sieht, also die Cutscenes :)(gab’s das nicht auch bei MGS3 Substance, so’nen Filmmodus?)

jcmrc
12. Oktober 2015 22:52

In diesem Zusammenhang möchte ich den Namen Nathan Fillion erwähnen. Dieser hätte einen tollen Drake abgegeben, denke ich. [urlcomment image[/img][/url]

12. Oktober 2015 20:49

Der erste Mortal Kombat Film war doch richtig guter Trash . “”Laut Drehbuch musst du jetzt fallen “” (.^-^.) Der Doom Film mit The Rock hat mir auch gefallen .Nen Indiana Drake Film würde ich mir ansehen obwohl mir Uncharted keinen Spass macht .

Maverick
12. Oktober 2015 20:07

Eigentlich hat SonicFan alles gesagt miese Gurken wie Street Fighter mit VanDamme, Mortal Kombat oder Max Payne geht mal gar net, gibt aber auch sehr gute Filme welche zumindest mir gefallen haben, der erste Resident Evil, der zweite war auch noch ganz nett aber danach war Ende, oder der erste Silent Hill imo wohl die beste Videospiel Umsetzung, hat fast perfekt die Spiele getroffen.Insofern kann ich dazu nur sagen es ist irgendwie ein Drahtseil Akt mit Spielen und Filmen entweder man versucht 1:1 ein Spiel zu Kopieren oder man Erfindet “”irgendwas”” eigenes, leider geht meisten beides schief.Naja und zu Uncharted brauchen tut man es nicht unbedingt aber ich gehe gerne ins Kino und in so ziemlich jeden Film der kommt meist auch direkt am Release Tag, dann denke ich mir wiederrum warum nicht ?

12. Oktober 2015 19:39

Ich glaube das viele Spiele mit entsprechenden Budget und Drehbuch für nen gelungenes Filmchen taugen würden. Uncharted zählt zumindest definitiv dazu… aber brauchen tue ich das nicht.

Ziep
12. Oktober 2015 19:24

Leider, leider sehr schlecht umgesetzt meistens. Da Indiana Jones leider mit Teil 4 “”getötet”” wurde, hätte ein Uncharted Movie für mich irgendwie Chancen. Muss aber dann ne gute Story aufweisen. Gut, das muss jeder Film, wenn er überzeugen soll. Aber es kann dann wenigstens handwerklich gut sein, und nicht ein fieser “”die Fans gehen eh rein, das reicht uns”” Abfall. Besetzung kann man sicher eher finden als bei Streetfighter. Es gibt Schauspieler, die diese lockere Art gut rüberbringen können, der Actionpart ist für heutige Schauspieler nicht das Problem.

SonicFanNerd
12. Oktober 2015 18:07

Tja, wie misst man “”Fan-Need””?Schwierig.Brauche ich einen Uncharted-Film? Eher nicht.Würde ich ihn mir, bei entsprechend passabler Qualität, anschauen? Ja würde ich.Zur Einordnung:Die einzige Spiele-Real-Verfilmung die ich für gelungen halte, ist der erste SIlent Hill, der von den Kritikern heftig abgewatscht wurde. Dieser ist (zumindest in einigen Szenen) so dermaßen nahe an der Vorlage, dass es einfach Spaß gemacht hat.Der zweite dagegen war schon wieder so ein Schuss on den Ofen. Auch wenn die Hauptfigur passabel besetzt war (rein äußerlich).Was ich sonst gesehen habe (Hitman mit Olyphant, Max Payne mit Wahlberg, Resident Evil – Paul W. S. Anderson – Style, Streetfighter mit van Damme, und der Boll’sche Schund Alone in the Dark, um ein paar zu nennen) ist eher zum abgewöhnen.Zwei weitere passable Verfilmungen passen witzigerweise dann wieder in das Uncharted-Genre:Die beiden Tomb Raider Movies mit Angelina Jolie waren (für mich) akzeptables Popcornkino.

Siekard
12. Oktober 2015 17:56

Nathan ist auch nicht so vielschichtig, er ist ein Sunny-Boy und deswegen lieben ihn die Fans, weil er mal nicht der ewig grimmige Pessimist ist. Sympathie ist alles was ein Charakter vermitteln muss.Als Film glaube ich aber auch, das die Serie nicht taugt. Wozu auch, gibt doch bald Teil 4! 😀

ChrisKong
12. Oktober 2015 17:06

Da steckt soviel oder wenig Potential drin wie bei jedem anderen Spiel. Videospiel-Movies werden kaum je was reissen, also qualitativ. Gründe hab ich schon mehrfach genannt und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nix ändern. Ob allerdings die Fans das wollen oder nicht, soll er gefälligst denen überlassen. ^^

Tokyo_shinjuu
12. Oktober 2015 16:50

Na ja, brauchen tu ich wirklich keinen Film unbedingt, wobei da schon Potential drin steckt.Emotional berührt hat mich der virtuelle Nathan Drake aber nicht. So vielschichtig ist er nicht. Find ihn sehr sympathisch, mehr aber auch nicht.