Pikmin Bloom angespielt: Das neue Pokémon GO?

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Dieser Artikel stammt aus der M! 339 (Dezember 2021).

MERING • Lange rätselte die Mobile-Gaming-Welt, was genau es mit Pikmin Bloom auf sich hat. Seit dem überraschenden Launch Ende Oktober in Nordamerika, Australien und Südost­asien beziehungsweise Anfang November in Europa, Japan und dem Rest der Welt wissen wir: Letztendlich handelt es sich um eine charmant designte AR-Fitness-App für iOS und Android mit kleineren Spiel­elementen, die Nutzer in erster Linie dazu anspornen soll, sich mehr zu bewegen.

Bevor es losgeht, will jedoch zunächst einmal ein Mii-Charakter als Alter Ego angelegt oder mittels verknüpftem Nintendo-Online-Account importiert werden. Des Weiteren benötigt Pikmin Bloom eine vollständig eingerichtete Version der kostenlosen Aktivitäts-Tracking-App ”Google Fit” – ein Zwang, der sich derzeit nicht umgehen lässt. Sind diese beiden Hürden gemeistert, geht es auch schon los und Pikmin Bloom zählt Eure Schritte – die mit Abstand wichtigste Währung im Spiel. Denn nur wenn Ihr fleißig spazieren geht, entwickeln sich die zwei zu Spielbeginn kostenlos zur Verfügung gestellten Keime in Eurem ”Pflanzrucksack” weiter und werden zu Pikmin, die Euch fortan überall hin begleiten. Anschließend habt Ihr vor allem zwei langfristige Hauptaufgaben: zum einen die Vergrößerung der eigenen Pikmin-Begleitertruppe. Hierfür benötigt Ihr neue Keime, die Ihr Euch entweder durch das Abschließen von täglichen Laufherausforderungen verdient. Oder aber, indem Ihr Pikmin auf Expe­ditionen in Eurer Umgebung schickt. Hauptaufgabe Nummer zwei? Möglichst viele Blumen innerhalb der auf Google Maps basierenden Spielwelt pflanzen. Die dazu benötigten Blütenblätter kredenzt das Spiel, wenn Ihr Eure Pikmin mit Nektar aus Früchten füttert, die man sich ebenfalls beim Spazieren oder durch Expeditionen verdient.

Spielerisch ist all das nicht allzu anspruchsvoll und weit weniger komplex als Pokémon GO, motiviert aber durchaus, regelmäßig um die Häuser zu ziehen und neue Schrittrekorde zu knacken. Hinzu kommt: Niantic integrierte eine nette Tagebuchfunktion. Sie protokolliert Euren täglichen Schritte-Fortschritt, zeigt das Ganze grafisch auf einer vereinfachten Landkarte an und verziert jeden Eintrag (sofern gewünscht) mit Fotos aus der Kameragalerie Eures Smartphones. Schön auch, dass man aktuell prima ohne die bereits integrierten Mikrotransaktionen für mehr Blütenblätter, Keimnischen, Lager-Upgrades und dergleichen auskommt.