Ted Price: “Spiele entwickeln sich schneller als jedes andere Medium”

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Ted Price, Gründer und CEO von Insomniac Games, hat Gamespot ein Interview gegeben, in welchem er unter anderem Videospiele mit anderen Medien verglich und deren Zukunftsperspektive beleuchtete. Sein Fazit fällt dabei sehr positiv aus: “Spiele haben sich generell in den letzten 50 Jahren schneller als jedes andere Medium weiterentwickelt.” Dabei sei dies seiner Auffassung nach stets bei gleichbleibender Geschwindigkeit geschehen, bis es vor etwa zwei Jahren eine Beschleunigung zu erkennen war, die den Entwicklern völlig neue Möglichkeiten eröffnete.

Hauptgrund dafür sei das neue Marktsegment, welches sich an Gelegenheitsspieler richte, da hier ein großer Spielraum für Experimente vorhanden sei. Nun müsse dieser jedoch eingegrenzt werden, damit Entwicklerteams ihre Möglichkeiten erkennen und gezielt nutzen könnten.

Um dies zu bewerkstelligen, hat Insomniac Games mit Insomniac Click vor kurzem ein drittes Team gegründet, das sich ausschließlich um den Markt für Casual- und Social-Gamer kümmdern soll.

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f42425
3. November 2011 19:17

Die Grafik und die Eingabemöglichkeiten haben sich weiterentwickelt, aber bei dem Gameplay und der Spielemechanik ist man immer noch nicht so weit, dass jedes Spiel ordentlich läuft….Schon auf den N64 konnte man in Zelda einzelne Gegner aufschalten und das hat gut funktioniert…. In vielen Spielen heutzutage, ist noch nicht mal die Virtuelle Kamera ordentlich programmiert…. (Enslaved… usw.)Ich wünsche mir Weiterentwicklung im Gameplay und da haben ja viele Marken einen Rückschritt gemacht (Adventures, RPGs…) Ruckelfrei sollte es schon laufen.Von PS2 zu PS3 konnte der Content nicht 1:1 in Umfang und Qualität mitgenommen werden (siehe GTA IV…) und wie einige Vorredner schon klar darstellten…. Was ist mit den coolen Jump and Runs… Werde ich doch gezwungen, Sonic Generations zu kaufen (trotz geringem Umfanges…)…Wenn jetzt in dieser Generation alle guten Spiele noch mal einen Nachfolger bekommen, der seiner würdig ist (Hoffnung auf Darksiders “”), dann bin ich zufrieden….

Kaz
Kaz
3. November 2011 14:32

Klingt für mich so,als ob Innovation nur dann noch entstehen kann,wenn man jetzt ein völlig neues Genre entwickeln würde,welches völlig neue Regeln für sich festsetzt.Dann kann man hier ja jetzt fleißig überlegen,was für Genres man noch erfinden kann 😉 Ich persönlich sehe Innovation darin,dass man immer mehr Inhalt in ein Spiel reinpresst,der dem Spiel aber dann eine völlig neue Ebene von Gameplay gibt und es mit großer Wahrscheinlichkeit viel zu komplex für den einzelnen sein wird.Da werden dann wohl endlose Tutorials eingebaut und es rafft trotzdem keiner.Oder man baut einfach weiter jedes Genre nach seiner festgesetzten Norm aus und versucht erst gar nicht,keinen Gewinn zu erzielen,denn solche Mammutprojekte,wie sie in meinem Kopf für ein innovatives Jump N Run beispielsweise vorstehen,werden eh niemals umgesetzt,denn dafür bräuchte man sicher mehr Entwicklungszeit und ein riesiges Budget,als dass man beide bei irgendeinem großen Publisher je bekommen könnte.

Tapir_Erich
3. November 2011 14:17

Und was meint Herr Price eigentlich mit “”völlig neue Möglichkeiten (für Entwickler)”” und “”großer Spielraum für Experimente””.Spiel-Experimente werden oft schon im Vorfeld abgewürgt, weil sie allenfalls geringe Gewinne versprechen. Die “”neuen Möglichkeiten”” von Wii-Mote, Touchscreens, Kinect, Move, Tilt-Sensoren, 3D usw. haben dem Medium bisher nichts weiter als Seitwärtsentwicklungen gebracht. Soll heißen: Statt wirklich “”neuer”” Ideen, kommen in den letzten Jahren nur noch “”andere”” Ideen. Das hat aber nichts mit Fortschritt zu tun. Es verdeutlicht leider, dass das Medium in seiner Entwicklung schon an einem gewissen Endpunkt angekommen ist. Genau wie das bei mittlerweile allen anderen Medien auch der Fall ist. Es gibt in einem bestimmten Bereich (z. B. Videospiele) nun mal nicht unbegrenzt viele Innovationen. Irgendwann wiederholt sich alles und wird einfach noch mal verwurstet. Oder es wird immer noch eins draufgesetzt — Nutzen dahingestellt (mehr Explosionen, mehr Blut, mehr Waffen, mehr 3D, mehr Charaktere).So definiert sich “”neu”” im Spielebereich schon heute nicht mehr über Innovation, sondern über jeweils nachrückende jüngere Zielgruppen, die das, was ältere Spieler schon hunderttausend Mal gesehen haben, noch gar nicht kennen.Insofern ist der Spruch “”früher war alles besser”” im Grunde auch keine cholerische Nörgelei, sondern altersbedingt einfach wahr. Ab einem bestimmten Kosumenten-Alter gibt es halt nichts Neues mehr zu sehen. Und dann sehnt man sich als Spieler nach den Tagen zurück, in denen noch alles schön war, weil es tatsächlich immer wieder spielerische Überraschungen gab.

Kaz
Kaz
3. November 2011 14:22

Ich mache nur mal meine 2 Lieblingsgenres:Bei einem heutigen Ego Shooter sticht meistens der Realismus hervor.Wenn dies weiter der Fall ist,dann müsste man für mich zumindest auch glaubhaftere Charaktere kreieren und wirklich ´´Menschen´´die als normale Menschen zum Beispiel nicht jeden kilometerlangen Sturz überleben,jetzt mal überspitzt formuliert.Oder man kreiert einen völlig anderen Ego Shooter mit interessanteren Level-Designs als Dschungel,Schnee und Flughäfen…und einem völlig abgefahrenen Setting,welches sich mehr wie ein Videospiel anfühlen lässt als wie ein Film.Dass dies sich nur durch eine flüssige Steuerung,einem variablen Gameplay (es gibt auch keine andere Möglichkeiten außer Messern?) und großem Marketing verkaufen würde,setze ich mal voraus.Bei Jump N Runs wünsche ich mir deutlich mehr Power Ups und Items,eventuell mehr frei wählbare Charaktere,die sich in ihren Attributen unterscheiden aber durch ein gutes Balancing sich gegenseitig ergänzen,sodass keiner unfair im Vorteil ist,bzw. der beliebteste.Und auf alle Fälle mehr Farbgebungen in den Leveldesigns und verschiedene Minispiele,um es interessanter zu gestalten.Dass dies eine Vermischung von Genres zufolge haben wird,ist mir persönlich völlig egal,dafür geschieht mehr Abwechslung im Spiel und es bleibt interessant.Dazu natürlich sollten viele Level vorhanden sein,die gerne auch mit humorvollen Referenzen auf unser Alltagsleben gefüllt sind.Wenn es ganz gut läuft,auch gesellschaftskritische Botschaften,die subtil eingebaut wurden und nur durch die Betrachtung des Details zum Vorschein kommen.Sowas habe ich zumindest in keinem Jump N Run bisher gefunden.Die Story sollte eine Mischung aus humorvollen aber auch ernsteren Momenten sein,in denen eventuell auch Charaktere sterben,sprich,ich will nicht unbedingt ein kindgerechtes Jump N Run,womit wir auch wieder zum Punkt kommen,dass sich so etwa eben kaum verkaufen wird,weil der Ansatz viel zu risikoreich ist und man schon ein verdammt gutes Marketing haben muss.

DonCurrywurst
3. November 2011 14:00

Mal ne Frage an all dieses “”Videospiele sind immer nur noch gleich”” bzw. “”Innovation verkauft sich nicht””: Was ist für euch Innovation? Auch im Bereich der Filme und der Kunst sind wir schon lange dort angekommen. Ab einem gewissen Punkt ist etwas völlig Neues zu entwickeln nicht nur sehr schwer, sondern nahezu unmöglich, weil es vielen nunmal schon gab.

Kaz
Kaz
3. November 2011 13:54

Innovation wird von vielen Käufern eben nicht angenommen,der Grundtenor will lieber das gleiche Spiel wie früher nur in besserer Grafik,die sich wirklich in den letzten 10 Jahren deutlich verbessert hat.Und da die Produktion letztlich auch ein finanzieller Erfolg sein muss,bleibt die Innovation auch auf der Strecke.Bei heutigen Budgets darf man sich eben keine Flops mehr erlauben,deswegen bleibt man lieber auf der sicheren Schiene.Die Videospiel-Firmen,die heutzutage geschlossen werden haben oftmals gerade mal ein Spiel produziert,welches vielleicht kreativ aber eben verkaufstechnisch nicht gut genug war.Ich würde sagen,dass die Videospielindustrie in dem Punkt wohl deutlich schnelllebiger ist als die Filmindustrie beispielsweise.

SxyxS
3. November 2011 13:53

@beebermanweiss ich nicht,weil es sich nicht um eine weiss gott wie bekannte persönlichkeit handelt,wenn er aber Gründer von Insomniac Games ist dann hat er in den letzten 17 Jahren nur für insomniac games gearbeitet u er sieht noch so jung aus als ob er

Anonymous
Anonymous
3. November 2011 13:37

Wenn die Entwickler gehetzt werden und überstunden machen sogar NOCH schneller!

Beeberman
3. November 2011 13:34

@SxyxSWeißt du wo der Mann überall schon gearbeitet hat? Außerdem sind doch 2 neue Marken bei Insomniac in Arbeit

SxyxS
3. November 2011 13:05

jemand der seit Jahren dieselben 2 Spiele programmiert(resis dance,(u zu meiner Freude)ratchet u clank)kann es nicht wörtlich mit der Entwicklung meinen.

Tapir_Erich
3. November 2011 12:47

[quote]“”Spiele haben sich generell in den letzten 50 Jahren schneller als jedes andere Medium weiterentwickelt.””[/quote]Und genau deswegen sind sie leider auch schneller als jedes andere Medium am Ende ihrer Progression angekommen. Oder sieht irgendwer noch großartige Weiterentwicklungen von Modern Warfare 2 zu 3, Battlefield 2 zu 3, Gears of War 2 zu 3, Twilight Princess zu Skyward Sword, New Super Mario Brothers zu Super Mario 3D Land? Remakes, Reboots und Wir-verkaufen-euch-dasselbe-Spiel-noch-mal-in-anderer-Verpackung am laufenden Band.Was die Innovationsarmut angeht, stehen Spiele den Filmen heute schon in nichts mehr nach. Wenn Herr Price also von “”völlig neuen Möglichkeiten”” spricht, bezieht sich das zu 100 % auf Zielgruppenerweiterung und Gewinnmaximierung, nicht auf eine wie auch immer geartete Weiterentwicklung des Mediums.