007 First Light – im Test (PS5)

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James Bond hat die große Videospielbühne lange gemieden. Sein Comeback unter Entwickler IO Interactive feiert die gefährlichste Waffe des britischen Geheimdienstes mit einer originären Story, die wohl als Start einer neuen Spielereihe ­geplant ist. Im Test werden wir positiv und negativ an Uncharted erinnert, nehmen starke Einflüsse von Hitman wahr und aufgrund des nahen Zukunftszenarios erkennen wir auch einige Züge aus Watch Dogs wieder. Große Namen, doch kann 007 mit allen mithalten?

Schon die ausführliche Einstiegsmission – in der Bond noch als normaler Soldat nach einem Absturz auf Island im Alleingang dem MI6 und seinen Angestellten den Hintern retten soll – legt den filmischen und spielerisch meist geradlinigen Grundton des Spiels fest. Mit Moneypenny im Ohr klettert Ihr locker-flockig an Wänden entlang, schleicht durch Gräser und schaltet Wachen von hinten oder in wuchtig inszenierten Prügeleien aus.

Wie auch bei den späteren Deckungsschießereien gefällt die Zerstörungskraft der Auseinandersetzungen. Ihr könnt wie in Sifu die Umgebung nutzen und beispielsweise herumliegende Flaschen auf Feinde werfen. Stürmt dann per Rammangriff auf sie zu oder packt sie und lasst ihr Gesicht Bekanntschaft mit der nächstbesten Wand oder Möblierung schließen, wobei hier so ziemlich alles zu Bruch geht. Wie in Batmans Arkham-Serie müsst Ihr auf gelbe und rote Angriffe achten. Aufgrund der nahen Third-Person-Kamera fehlt es bei größeren Gruppen jedoch an Übersicht, die von uns vermisste Lock-on-Funktion sorgt für einige Schläge ins Nichts und das Parieren und Ausweichen wirkt längst nicht so grazil und zuverlässig. Doch da viele Feinde sich recht schnell ausschalten lassen und wir auch schon mal im Sekundentakt reihenweise Söldner über eine Rehling in den Abgrund schicken können, kommt während der Keilereien nie Frust auf.

Sobald Feinde auf Euch schießen, erhält Bond die Lizenz zum Töten und es wird Zeit für die ­Deckungs-Shooter-Einlagen. ­Diese lassen es ebenfalls krachen und setzen wie Uncharted auf unkompliziertes Geballer mit zwei austauschbaren Knarren und geringem Munitionsvorrat. Dank voreingestellter Zielhilfe schaltet Ihr selbst gepanzerte Wachen in schneller Abfolge aus. Brenzlig wird es häufig nur, wenn sie Euch mit Granaten unter Druck setzen, wobei die nächste sichere ­Deckung meist nicht weit ist.

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