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Insgesamt gefielen uns die ruhigen Spielabschnitte, die Euch auch hier viel Bewegungsfreiheit geben und Abwechslung in das sonst eher lineare Spielgeschehen bringen. Da jedoch die Kreativität und die Komplexität der Hitman-Vorlage bei Lösungen fehlen, empfanden wir diese Abschnitte im späteren Spielverlauf als bremsend. Zu dem Eindruck trägt ebenfalls bei, dass die Erzählungen etwas in die Länge gezogen werden, um vermutlich einige der bekanntesten James-Bond-Klischees zu erfüllen. Um den Abschnitt positiv abzuschließen, möchten wir loben, dass auch kleine Puzzles und Safecodes gelöst und gefunden werden wollen.
Die Story hat einen interessanten Ansatz, dem wir gerne bis zum Ende folgten. Das 00-Geheimagenten-Programm des MI6 wird wieder ins Leben gerufen, nachdem es aufgrund von Fehlschlägen und einer Regierungs-KI als überflüssig eingestuft wurde. Zwischensequenzen sind wie der Rest des Spiels auf einem hohen Niveau und die britischen Darsteller agieren trotz teilweise ziemlich bemühter Dialoge größtenteils stark – eine deutsche Synchronisation gibt es nicht.
Jedoch gibt es auch zahlreiche, für eine Mission eingeschobene Nebenfiguren wie Piratenkönig Bawma (Lenny Kravitz) oder Kadetten aus James’ Ausbildungszeit, die nicht auserzählt werden. Selbst das Schicksal einer wichtigen Nebenfigur wird am Ende nicht aufgeklärt. Das hängt eventuell mit dem bereits angekündigten Nachfolger zusammen, der auch das halbwegs offene Finale weiterführen dürfte.
Inszenatorisch gibt es hingegen einige besondere Momente. James’ Ausbildung in Malta ist im Grunde ein Tutorial, das Ihr jedoch als interaktiven Film mit schnellen Schnitten zwischen Fahrsequenzen, Prügeleien und Schießübungen erlebt. Eine Schießerei in einem Museum glänzt ähnlich wie die Musical-Szene in Alan Wake 2 mit riesigen Videoleinwänden. Hier lassen sich die LCD-Bildschirme zerschießen, wodurch sich die Lichtsetzung im Raum stark verändert. Insbesondere in solchen Szenen zeigen sich die Stärken der hauseigenen IO-Engine ”Glacier”.
Die Performance glänzt vor allem auf der PS5 Pro. Hier gibt es keine Grafikmodi, allerdings läuft das Geschehen stets flüssig mit 60 fps und das Bild wirkt trotz internen Upscalings nie verwaschen. Auf der originalen PS5 wählt Ihr wie üblich zwischen den zwei typischen Grafikmodi. Schwenkt Ihr hier die Kamera, könntet Ihr die leicht geringere Basis-Auflösung im Vergleich zur Pro-Version bemerken.
Noch ein Wort zur von IO empfohlenen Online-Anbindung. Die Kampagne könnt und solltet Ihr offline spielen, da Ihr sonst mitten in der Action schon mal von den Server-Disconnect-Nachrichten ausgebremst werdet. Online müsst Ihr nur sein für den separat wählbaren Herausforderungs-Modus, um diverse Missionen und die Bestenlisten nutzen können.









@steffen heller – das ist eine Aussage – danke! Ab und an eine Portion Popcorn tut ja niemandem weh 😉
Werd´s mir aber trotzdem erst im Sale holen.
@joia Würde es eher jammern auf hohem Niveau nennen. Für mein Empfinden, muss man vor allem wissen, ob man eher abgespeckte Mechaniken wie bei Uncharted schon okay findet, solange man recht viel Story-Präsentation bekommt. Gibt ein paar Momente wie die Lightshow-Schießerei im Museum, die ich durchaus erinnerungswürdig finde – im Vergleich zum “Alan Wake 2”-Musical nicht ganz so erstaunlich, aber visuell und technisch trotzdem beeindruckender als viele Duelle aus anderen Shootern..
Gerade weil James Bond die coolsten Momente aus Uncharted fehlen (antike Bauten und Schätze) und ich ein großer Fan von Hitman bin (was mir hier zu sehr vereinfacht wurde) bin ich nicht so ein Freund von dieser neuen Formel. Aber das Spiel ist trotzdem auf einem sehr hohen Niveau. Es kann ja nix dafür, dass ich gerne etwas anderes davon hätte. Hab mich beim Durchspielen zumindest trotz Überlänge nie gelangweilt. Ist gute Popcorn-Unterhaltung, die möglichst allen gefallen will.
Fand es eher dröge und nichts, was in Erinnerung bleibt.
Mir gefällt es grundsätzlich ganz gut, aber manchmal nervt es schon. Da will man entweder schleichen oder schießen, aber muss sich weil nichts anderes funktioniert wieder im Nahkampf prügeln. Die 85% passen aus meiner Sicht. Man sieht schon wie viel Aufwand in das Projekt geflossen ist.
Ich find’s leider nicht gut. Ich will es gern mögen, sieht schick (vielleicht etwas klinisch zu schick) aus, die Charaktere und Bond selbst funktionieren – aber mit dem Gameplay werde ich nicht warm. Mir macht weder das Schleichen noch das Schiessen Spass. Es gilt ja allgemein als Mix aus Hitman und Uncharted… ist es auch, aber kein guter Mix. Hätte Potential für so so viel mehr. 6 von 10 Martinis.
Reicht einfach sein Test zur lesen. IO Interactive hat ein Martini aus Mischung von schleichen und Action, auch wenn der Hitman Teil weniger Anspruchsvoll ist.
Ich werde es mir kaufen.
Bin vom Test ein wenig überrascht. Einerseits die vielen, vielen Vergleiche (der Flucht des elenden Gedächtnisses eines Spieletesters) und andererseits eine Wertung in Höhe von 85% … trotz der vielen Vergleiche, die durchaus nicht unbedingt alle schmeicheln.
Ich bin mir insofern nicht sicher: macht das Spiel sein Ding oder nicht?
Die Wertung klingt danach. Der buchstäbliche Test eher weniger.
Bitte um Erleuchtung Herr Heller!!!
Oder ist das nur Jammern auf hohem Niveau?