Avatar: Frontiers of Pandora – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Wollt Ihr Euch auf die Story konzentrieren, seid Ihr flott unterlevelt. Solange Ihr schleicht, ist das kein Problem, aber sobald es ans Eingemachte geht, werdet Ihr bereits auf dem normalen Schwierigkeitsgrad in ein paar Sekunden nieder­geballert.

Diese Gefechte finden meist wie in Far Cry in Festungen oder bei kleinen Bohrturm-Stützpunkten statt, in denen es fast immer darum geht, dass Ihr ein paar Hebel zieht, um die Anlage hochzujagen. Werdet Ihr entdeckt, jagen Euch die schwächlichen menschlichen Gegner und die bulligen Exo-Skelett-Einheiten. Die Exo-Krieger üben durch Sturmangriffe und zu viel Zielwasser hohen Druck auf Euch aus, was sich durch wenige Deckungen eher unfair anfühlt. In manchen Fällen werdet Ihr sogar fast ununterbrochen mit Mörserfeuer bombardiert, wodurch Euch nur die Flucht nach vorne oder aus dem Gebiet bleibt.

Wie den Schussgefechten fehlt es auch den Nebenaktivitäten an Abwechslung. Das am häufigsten genutzte Element ist das anspruchslose Hacking-Minispiel, das dem Kinderrätsel ”Finde den Weg” gleicht – bloß dass es kaum Abzweigungen gibt, in denen Ihr Euch verirren könntet.

Auch das Potenzial Eurer Reittiere wird liegengelassen. Mit Eurem wyvernähnlichen Ikran könnt Ihr zwar durch die Luft fliegen und fast leere Himmelsinseln erkunden oder mit einem Schreckenspferd durch die zu weitläufige Prärie des zweiten Areals reiten, aber zu mehr als dem flotten Abklappern von Questpunkten und Sammel-Aktivitäten dienen sie nicht. Ebenfalls schade: Obwohl Ihr als ca. drei Meter großer Na’vi auch zu Fuß bereits viel agiler seid als der übliche Far Cry-Held und Ihr höher und weiter springen könnt, ist der geschickte Einsatz Eurer Kräfte leider nur selten erforderlich, wenn Ihr zum Beispiel geschwind einem Insektenschwarm folgen müsst.

Ein weiterer Punkt, der wenig elegant ist: Die meisten Ressourcen entdeckt Ihr nur mit großer Gründlichkeit oder aktivierten Na’vi-Sinnen, die im Grunde wie ein Scanner funktionieren. Die nutzt Ihr auch, um Gegner aufzudecken und Questpunkte anzusteuern, falls Euch die vagen Ortsbeschreibungen nicht reichen. Auf Wunsch schaltet Ihr die Marker komplett aus. Da jedoch die Beschreibungen nur grob sind und nicht immer klar ist, was erwartet wird, sollten das nur geduldige Naturen ausprobieren.

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Walldorf
3. März 2024 21:07

Ich bin der Ubisoft-Formel überdrüssig und freue mich auf die Remakes von Prince of Persia: Sands of Time und Splinter Cell. Beyond Good & Evil 2 darf auch gerne mal auf der Zielgeraden einfahren.

metrognome
3. März 2024 15:45

Avatar: Frontiers of Pandora ist einer der handvoll existierenden spiele was wirklich grafisch nach Ps5/xbox SX aussieht.

Kikko-Man
29. Februar 2024 0:47

@”Leider sehe ich bei Ubi momentan nichts, worauf ich spielerisch sonst Bock hätte.”

Genau! Und deshalb verstehe ich auch nicht das ganze Gejammere ueber Prince of Persia. Man kann doch froh sein, das Ubisoft endlich mal wieder ein klasse Spiel gemacht hat. Da sollten sich doch alle einig sein: Lieber geil in 2D-Perspektive als langweilig in 3D.

captain carot
28. Februar 2024 21:08

Far Cry 6 war schon kacke. Avatar sieht wenigstens geiler aus. 😜

Ernsthaft, ich hoffe wirklich, dass SW Outlaws nicht auch noch in Ubis Formelhaftigkeit versumpft. Leider sehe ich bei Ubi momentan nichts, worauf ich spielerisch sonst Bock hätte.

SonicFanNerd
28. Februar 2024 17:04


Viel wert war/ist der Key eh nicht. Nicht der Mühe wert m. M. n. .

torcid
28. Februar 2024 15:20

Ich hab meinen Grafikkartenkey verkauft. Viel bekommt man dafür aber auch nicht mehr… Hab mir dann lieber Helldivers 2 für den PC gekauft. Das ist grafisch halt auch ein Highlight, aber hat dann auch mehr zu bieten…

Keys für den Rechner bekommst bei ebay schon für ca 20€. War halt bei AMD Grafikkarten dabei. Solche Keys bekommt man billig…

SonicFanNerd
28. Februar 2024 13:18

Ich habe es noch nicht gespielt, könnte es auf meinem Rechner zocken. Habe es zur neuen Grafikkarte dazu bekommen.
Gekauft hätte ich es mir aber nicht.
Als Techdemo wirds schon taugen.

D00M82
28. Februar 2024 13:03

Habs Coop mit nem Kumpel durchgezockt und war ganz witzig. Grafik ist halt mega.

Max Snake
28. Februar 2024 12:34

Sieht wunderschön aus. Inhaltlich wenig drin.

MadMacs
28. Februar 2024 12:12

Den Ubisoft Aufdruck auf der Verpackung verstehe ich schon seit längerem als Warnung.

Spacemoonkey
28. Februar 2024 11:36

finde auch der preis sollte sich nach dem metascore richten. man könnte sich soooo viele beschissene spiele leisten 🙂

dmhvader
28. Februar 2024 11:28

Hab das schon befürchtet und daher bisher nicht zugegriffen. Dafür 70-80 €$ zu verlangen, grenzt schon an dreister Abzocke mMn.