Age of Empires II: The Age of Kings – im Klassik-Test (PS2)

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Welches Volk Ihr führt und wie überhaupt das Ziel Eurer virtuellen Regent­schaft aussieht, hängt von der Wahl des Modus ab. So erlernt Ihr in einem Wil­liam-Wallace-Szenario die Grund­lagen des Spiels, kämpft Euch an der Seite von Saladin, Barbarossa, Jeanne d’Arc und Dschingis Khan durch mehrstufige Kam­pagnen, beschützt in der Königsmord-Variante Euren eigenen Throninhaber, während Ihr die konkurrierenden Blau­blütler meuchelt, oder tobt Euch auf einer Zufallskarte aus. Bis zu drei KI-Kon­kurrenten dürfen mitmachen, durch Jus­tierung von Kartentopographie und -grö­ße, Schwierigkeitsgrad, Startzeitalter und Rohstoffvorkommen passt Ihr die Mission Euren Vorlieben an.

ISiegbedingungen gibt es einige – Errich­ten und Beschützen eines Weltwunders, Einsammeln sämtlicher Artefakte, die in der Gegend verstreut liegen oder ganz einfach Ausradieren des Gegners – der Weg dorthin führt aber stets über die Konfrontation mit den Armeen des Feindes. Habt Ihr genügend Mann unterschiedlichen Nutzens aufgestellt, beschäftigt Ihr Euch mit kleineren Schar­mützeln, munterem Brandschatzen gegnerischer Gebäude oder einem Groß­angriff gegen Burg oder Dorfzentrum des Konkurrenten. Zur Schonung der Truppen ist Taktik gefragt: Mit Artillerie schaltet Ihr effektiv Geschütztürme aus oder reißt Mauern ein, Bogen- und Arm­brustschützen schicken von sicherer Fer­ne todbringende Pfeilregen, gut gepanzerte Schwertschwinger bilden die vorderste Front. Mit Mönchen im Schlepp­tau dürft Ihr zudem Gegner und später auch Gebäude konvertieren. Zur Unter­stützung Eurer Taktikvorhaben dürft Ihr die Einstellung der Einheiten von defensiv bis aggressiv variieren und aus vier Kampfformationen wie Flanken- oder Linienaufstellung wählen. Hinder­lich gestaltet sich der bei Echtzeitstrate­gietiteln beliebte Kriegsnebel: Noch nicht erkundete Bereiche sind auch nicht sichtbar, Geländestrukturen außerhalb der Reich­weite von Männchen oder Ge­bäuden sind zwar nach der Exploration auszumachen, nicht aber, was sich dort tut.

Bevorzugt Ihr blutärmere Politik, dürft Ihr über einen simplen Diplomatie-Bildschirm der Konkurrenz Bündnisse anbieten oder durch Tributzahlungen unverschämte Despoten für ein Weil­chen ruhig stellen. Während bei den wenigen Menüs die Uhr angehalten wird, erteilt Ihr die meisten Befehle unter Zeitdruck. Via Joypad oder bevorzugt USB-Maus klickt Ihr auf der Spielfläche Einheiten und Gebäude an und wählt über Icons in der unteren Bildschirm­hälfte, was zu tun ist. Zu diversen Kons­truktionen gelangt Ihr über einen einblendbaren Kurzbefehlbildschirm oder – so Euer Geld auch noch für eine Tastatur gereicht – über entsprechende Hotkeys. Und wer immer noch nicht genug in Hardware investiert hat, um Age of Empires 2 auf der PS2 zu spielen, legt sich noch ein iLink-Kabel zu – so dürft Ihr mit doppelter Konsolen- und TV-Ausstattung gegeneinander eine Runde spielen.

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Lincoln_Hawk
3. November 2020 18:25

Ich liebe es
Der Soundtrack ist so angenehm