Bayonetta – im Klassik-Test (360)

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Am Ende jedes Endkampfes schließlich kommt eine ’Climax’-Attacke zum Ein­satz: Nach erfolgreichem Quick-Time-Event verwandelt sich Bayo­net­tas Hexenhaar-Catsuit in ein dämonisches Haargeflecht-Monster, das dem Boss die letzte Ölung verpasst.

Wem Bayonetta auf dem (gesalzenen) mittleren Schwierigkeitsgrad zu frustig ist, der darf vor jeder Mission umstellen – auf den beiden niedrigeren Stufen führt Eure Kämpferin komplexere Manöver zudem automatisch aus. Wer sich hingegen durchbeißen will, sucht öfters das Menü auf: Dort lest Ihr unzählige Druckerzeugnisse rund um die durchdachte Geschichte und braut aus ­gesammelten Items hilfreiche Tränke (und legt sie auf Shortcut-Tasten); zusätzlich stellt Ihr die beiden Waffensets zusammen, die Ihr während der
Action fliegend wechseln dürft.

Während der Spielablauf, von kleinen Zeitlupe-Rätseln und kurzen Hüpfpassagen abgesehen, durchweg Vollgas gibt, laden die teils in Standbildern ablaufenden Zwischen­sequenzen zum entspannten Zusehen, Schmunzeln und Kopfschütteln ein – Bayonettas Geschichte vom Suchen und Finden der eigenen Identität ist gespickt mit grotesken Charakterköpfen und Klamauk. In visueller Hinsicht verleihen Feinheiten wie etwa ein Lippenstift-Kussmund bei der Gegneraufschaltung dem Düster­abenteuer einen gelungenen Gothic­-Lolita-Anstrich – Bayonetta ist bis auf wenige graue Matschabschnitte très chique.

Ihr fegt per pedes durch verträumte Städte, paradiesische Auen und schroffe Felslandschaften, hetzt über den Rücken einer Riesenschlange, hüpft auf goldenen Plattformen durchs Weltall und lauscht dabei einem mal jazzigen, mal poppigen Sound mit schmissigen Vokal­passagen. Einige Abschnitte verstehen sich als Hommage auf klassische Sega-Games: Der Ritt auf einer Rakete erinnert frappierend an After Burner, die Fahrt mit dem Motorrad an ein (misslungenes) OutRun – passend dazu kriechen vertraute Retro-Klänge in Euer Gehör.

Wer besonders aufmerksam durch die Welt streift (und auch mal zurückgeht), absolviert bei den versteckten ’Alfheim’-Portalen teils knifflige Bonus-Challenges und freut sich über geheime Medaillen sowie einen freischaltbaren Extra-Modus. Das spielerisch halbgare Schießbuden-Minispiel, bei dem Ihr Euch nach jedem Level Gratis-Items erballert, ist hingegen für jedermann Pflicht.

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lgbomber
I, MANIAC
lgbomber

Bayonetta hat mir sehr gut gefallen trotz hohem Schwierigkeitsgrad. Schade das Teil 2 und 3 nur auf Nintendos Konsolen gibt. Ich wünsche mir einen Playstation Port von den beiden Teilen.

senser
I, MANIAC
senser

Hab ich damals auf den Grabbeltisch mit genommen und nichts erwartet. Habe es dann gleich drei mal am Stück durch gespielt. Fantastisch abgedreht das Spiel.

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Hab auch Ihr als Action Figur.

TOKUKAN
I, MANIAC
TOKUKAN

I love this Witch!

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Bayonetta auf den Xbox 360 zugelegt bei Karstadt Sport und mehr als die noch gab.

Auch wenn das Einstieg schwer fällt und ich oft den Tod ansehen muss (gerade bei Bosskampf) ist Bayonetta ein schrilles Action Arena mit den coolen Hexen, das selbst Dante aus Devil May Cry alt aussieht. Genau so muss einen hohen Qualität aus Japan kommen.

Schade nur, das Platinum Games zweites Spiel den hohen Verkauf Charts nicht erreicht hat.