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| Spiel: | Heavy Rain |
| Publisher: | Sony |
| Developer: | Quantic Dream |
| Genre: | Adventure |
| Getestet für: | PS3 |
| Erhältlich für: | PS3 |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 4 / 2010 |
Ein Kind wickeln. Duschen. Im Garten mit den Kindern herumtollen. Ein Stück Pizza aufwärmen. Sich küssen. Milch trinken. Eine Tüte Süßigkeiten kaufen. Schaukeln. Sich schminken.
Munitionslager in die Luft jagen. Monstern die Köpfe abhacken. Autos von der Straße rammen. Städte bombardieren. Gefängnisse infiltrieren. Riesenroboter kommandieren. Von Planet zu Planet hüpfen.
Zwischen diesen beiden Auflistungen von Tätigkeiten besteht ein gravierender Unterschied: Erstere sind Handlungen des täglichen Lebens; wir erledigen sie vor dem Gang zur Arbeit, in Geschäften, zu Hause oder bei Freunden. Manche davon sogar widerwillig – sie machen keinen Spaß, müssen aber sein.
Die zweite Aufzählung durchleben wir Tag für Tag in virtuellen Welten. Vor der Konsole fechten wir Alienkriege aus, schlüpfen in die Haut unsterblicher Superhelden oder mutieren zum Pixel-Italiener. Wer nicht in der Realität Soldat, Terrorist oder Geheimagent ist, dem öffnet das Videospiel verschlossene Pforten – natürlich meist in patriotisch geschönter oder unrealistisch bonbonbunter Ausführung. Wenn ein Titel jedoch versucht, alltägliche Handlungen in den Spielverlauf einzubetten, dann erregt er Aufmerksamkeit – gerade weil das Normale, das Langweilige in Spielen eigentlich keinen Platz hat. Das war im Jahr 2000 so, als wir in Shenmue als Ryo Hazuki Schränke durchwühlten, Cola tranken und sogar einen Job antraten.
Und es funktioniert bei Heavy Rain, einem der am sehnlichsten erwarteten Spiele des Jahres 2010, erneut. Besonders während der ersten Spielstunden, in denen sich die interaktive Thriller-Drama-Krimi-Action-Mixur sehr viel Zeit lässt, erledigt Ihr eine Vielzahl höchst trivialer Dinge – alle von uns eingangs beschriebenen Handlungen kommen so tatsächlich im Spiel vor.
Und weil eine solche Vielzahl unterschiedlicher Aktionen nach einem einfachen, stets gleichen Kontrollschema verlangt, baut Entwickler Quantic Dreams auf eine kontextsensitive Knopfbelegung: Mal brecht Ihr mit der X-Taste eine Tür auf, mal klettert Ihr auf diese Weise einen rutschigen Abhang hoch oder weicht einem Kinnhaken aus. Geschickt variiert Heavy Rain die Anforderungen an Eure Fingerfertigkeit – ab und an müsst Ihr für mehrere Sekunden drei Buttons gleichzeitig drücken, das Gamepad neigen oder wie ein Besessener daran rütteln.



























Geht mir ähnlich wie SFN. Immersion und Technik haben das Spiel weitestgehend für mich getragen. Der Rest konnte da nicht mithalten: Einmal durchgespielt, ohne mit dem zufrieden zu sein, was das Spiel am Ende erzählen wollte. Danach habe ich es nie wieder angerührt.
Ohne das interaktive Korsett erzählerisch bestenfalls Mittelmaß. In Filmform hätte diese Erzählung nie eine solche Beachtung erhalten.
Atmosphärisch ist Heavy Rain top.
Die Technik war damals auch richtig gut.
Inhaltlich ist HR durchwachsen bis gut. Es kommt auch ein wenig auf die persönliche Reise an, da durch die “Permadeath”-Möglichkeit, die verschiedenen Storyparts und die weitere Geschichte sich eben unterscheiden können (bzw. nicht alles erzählt wird).
Knackpunkt ist und bleibt da das Gameplay. Das ist halt mehr Mittel zum Zweck.
Ich habe HR übrigens nur einmal durchgespielt. Ehrlich gesagt weiß ich aber nicht mehr ob alle oder nur eine Figur drauf gegangen sind bei dem Playthrough. Ist ne Weile her.
Übrigens halte ich Detroid Become Human, gefolgt von Heavy Rain, für Quantic Dreams bisher bestes “Video”-Game. Beyond Two Souls war so eher Hit and Miss für mich. Fahrenheit fand ich anfangs stark, aber zum Schluss dann viel zu konfus. Nomad Soul habe ich nie gespielt.
Was ist eigentlich mit Star Wars Eclipse?
Das ist gefühlt ewig in der Entwicklung. Ist das gecancelt?
Völlig überbewertetes Spiel meiner Meinung nach. Die Handlung ergibt schon direkt am Anfang keinen Sinn. Warum geht nicht die komplette Familie in den Schuhladen? Dann wäre auch kein Kind gestorben… Das andere Kind, das mit dem komplett überforderten Rabenvater draußen bleibt rennt dann noch wie ein Depp einem Clown mit Luftballons hinterher. Ab da war das Spiel bei mir unten durch :-). Die Steuerung war auch mies, der FBI-Typ, der bei KVmilbe (zu Recht) im Häcksler gelandet ist, war auch die reinste Lachnummer. Interessant fand ich eigentlich nur die Reporterin, aber die ist bei mir draufgegangen beim Sturz aus dem Fenster.
Beyond: Two Souls fand ich wesentlich besser.
Alle haben bei mir überlebt und dann fällt der FBI-Typie am Ende in den Häcksler 😮💨
Eines der interessantesten Spiele auf PS3. Hatte definitiv einige Ecken und Kanten und die Handlung sollte man auch nicht der großen Logik-Lupe untersuchen. Trotzdem ist das Spiel schon in Erinnerung geblieben, und einige Szenen perlen nicht so einfach am Spieler ab.
Ich hätte gerne mal wieder ein Spiel in der Art, mit moderner Technik und ohne die QTEs die damals halt einfach der Stand der Kunst waren.
Mein meist erwartete Spiel für die Playstation 3.
Auch wenn es Logik Löcher hat oder die Uncanny Fally, war Heavy Rain ein intensives Adventure – Krimi aus Frankreich.
Das Alltags Leben wie das Baby zu kümmern oder sich frisch machen war spannend, abseits die Welt zur Retten.