Beast of Reincarnation – im Test (PS5)

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Insbesondere bei den Bossduellen am Ende jedes Kapitels zeigt das Kampfsystem seine Stärke. Im Gefecht mit den oft turmhohen Biestern werden Eure Fähigkeiten präzise und auf unterhaltsame Weise gefordert. Schade nur, dass der Titel im weiteren Verlauf ­diverse Bosse aggressiv recycelt. Das ergibt zwar im Kontext der Handlung Sinn, hinterlässt spielerisch jedoch kaum das Gefühl von Abwechslung, wenn man ein und demselben Bossgegner zum dritten oder vierten Mal die Rübe einhaut.

Diese Wiederholung zieht sich leider auch durch andere Spiel­aspekte. Die Erkundung der ers­ten Sandbox-Regionen gestaltet sich durch Emmas Dynamik noch sehr erfrischend. Wie From­Softwares einsamer Wolf schnellt Ihr per Quasi-Enterhaken in luftige Höhen und lasst darüber hinaus Ranken aus Oberflächen sprießen, die als praktische Pfade zum Überqueren von Abgründen oder auch für hinterlistige Luft­attentate dienen. Auch audio­visuell bereitet das Erkunden der abgesteckten Zonen Freude, denn der Titel bietet regelmäßig hübsche Schauwerte, um das im Kern stets gleiche Setting frisch zu halten. Der Mix aus verfallener Welt und wilder Natur erinnert dabei ebenso wie der harmonische Gesang des Soundtracks an Square Enix’ NieR-Spiele.

Nach einem gewonnenen Bosskampf kehrt Ihr an Bord Eures Mechs zurück, um zum nächsten Spielplatz gebracht zu werden. Spätestens nach der Erkundung einiger Zonen nach demselben starren Regelwerk wird die Formelhaftigkeit des Abenteuers deutlich spürbar. Bei aller Nähe zu Sekiro hätte dem Titel hier auch die zusammenhängende Welt des offensichtlichen Vorbilds gut zu Gesicht gestanden.

Noch ein paar Worte zur Technik: Gerade im direkten Vergleich zum üblichen Output der Taschenmonster-Schmiede macht Beast of Reincarnation audiovisuell eine gute Figur. Dennoch wirken diverse hölzerne Animationen und grobe Texturen altbacken – ein Umstand, der dank der tollen Präsentation jedoch nur wenig ins Gewicht fällt. Deutlich ärgerlicher ist die sprunghafte Bildrate, die sowohl im Qualitätsmodus (30 fps) als auch im Leistungsmodus (60 fps) regelmäßig ins Stocken gerät. Hoffentlich bessert Game Freak hier mithilfe von Updates noch nach.

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